Mountain Manager
Home Home    Redaktion Redaktion    Anzeigen Anzeigen    Abo Service Abo Service    Kontakt Kontakt    Impressum Impressum

Marketing & Management - MM-Interview

Mag. Franz Schafflinger, Vorstand Gasteiner Bergbahnen AG: Mut zu Neuem – von Crowdfunding über Schlossalm NEU bis Alpin Ice

Ausgabe 3/2017

SkiGastein hat sich unter dem Vorstand der Gasteiner Bergbahnen AG Mag. Franz Schafflinger seit 2003/04 beeindruckend weiterentwickelt. Aufsehen erregte vor Kurzem das – finanziell und emotional –erfolgreiche Crowdfunding für das Generationen-Projekt „Schlossalm NEU“. Ebenso mutig und überraschend ist die Entscheidung für eine neue Attraktion am Berg: Alpin Ice!
Mag. Franz Schafflinger, Vorstand Gasteiner Bergbahnen AG
Mag. Franz Schafflinger, Vorstand Gasteiner Bergbahnen AG

MM: „Herr Schafflinger, seit unserem letzten MM-Interview sind 12 Jahre vergangen. Fassen Sie bitte in groben Zügen zusammen, was sich seither in SkiGastein getan hat.“

Franz Schafflinger: „Wir haben uns auf Qualitäts- und Produktverbesserungen konzentriert. Im langjährigen Schnitt investierten wir jedes Jahr rund 10 Millionen Euro, da konnten wir sehr viel umsetzen: Die Schlagkraft der Schneeanlagen wurde massiv verbessert. Neue Seilbahnen auf dem Stubnerkogel sorgen für einen optimalen Zusammenschluss des Kernski­gebietes Schlossalm – Angertal – Stubnerkogel. Das Angebot für die Freerider wurde erweitert (Infopoints, Piepscheck, Lawinensuchfeld, Skirouten, …) und die Positionierung des Sommerangebotes vorangetrieben. Es wurden nicht nur Schwächen ausgemerzt. Im Bereich der Erlebnisinszenierung waren wir unter den Vorreitern. Und dann hat uns auch noch eine ­umfangreiche Umweltverträglichkeitsprüfung für das „Generationenprojekt Schlossalm NEU“ auf Trab ­gehalten.“

Die neue 10 EUB Schlossalmbahn wird die Förderkapazität von bisher 1400 P/h auf 3000 P/h mehr als verdoppeln und im Dezember 2018 in Betrieb gehen. Fotos: Gasteiner Bergbahnen AG
Die neue 10 EUB Schlossalmbahn wird die Förderkapazität von bisher 1400 P/h auf 3000 P/h mehr als verdoppeln und im Dezember 2018 in Betrieb gehen. Fotos: Gasteiner Bergbahnen AG

MM: „Wofür steht SkiGastein heute, welche Rolle spielt die Kombination mit den Thermen – gibt es ­generell heute ein differenzierteres Angebot bei Euch als früher?“

Schafflinger: „Gastein hat eine sehr lange touristische Tradition sowohl im Sommer als auch im Winter. Daher auch ein breites Angebot, wo für jeden etwas dabei ist. Mit Ausnahme der Gletscher ist Sportgastein das höchstgelegene Skigebiet im Bundesland Salzburg und bietet allein aufgrund der Höhenlage oberhalb der Waldgrenze umfangreiche Möglichkeiten für Freerider, die sich abseits der präparierten Pisten viel wohler fühlen.

Mit den Open Faces hatten wir heuer erstmals eine eigene Veranstaltung für diese Zielgruppe. Spaß-Elemente wie Funslope, SkiMovie oder Snowpark sind heute aus dem Skigebiet nicht mehr wegzudenken. Daneben gibt es aber auch kunstvolle Schneeskulpturen, Schneeschuhwanderungen im Zirbenwald oder einen frühmorgendlichen Gipfelsieg mit anschließendem Gourmetfrühstück. Gastein bietet neben dem Ski fahren auch viele andere touristische Angebote. Einzigartig sind die beiden Thermalwasser Badeseen, die im Sommer 2017 in der Alpentherme eröffnet werden. Es will nicht jeder alles, aber alle wollen etwas Besonderes! Die Kombination von Ski, Bergen & Thermen, die unglaubliche Angebotsvielfalt und –dichte auf einem sehr überschaubaren Raum. Die Wahlmöglichkeit zwischen drei Orten mit sehr unterschiedlichen Charakteren, die einander nicht widersprechen sondern sich sinnvoll ergänzen, machen Gastein zu etwas Besonderem.“

MM: „Euer größtes Projekt derzeit ist „Schlossalm NEU“. Was kann man sich darunter konkret vorstellen und worauf zielt es vorrangig ab? Geht es hier um mehr als nur einen Bahn-Neubau?“

Schafflinger: „Das „Generationenprojekt Schlossalm NEU“ sieht die Errichtung einer Einseilumlaufbahn (10er-Kabinen) in zwei Sektionen hinauf auf die Schlossalm vor. Die neue multifunktionale Talstation – die auf die andere Seite der Bundesstraße verlegt wird – erlaubt einen stressfreien Einstieg in das Skigebiet. Umsteigen bei der Bergfahrt erübrigt sich künftig. Die Förderkapazität verdoppelt sich von 1.400 auf 3.000 Personen pro Stunde. Die neue Bergstation liegt ­etwas höher, sodass sie an einem idealen Verteilpunkt situiert ist, von dem aus der Skigast gleich zwischen drei Abfahrtsmöglichkeiten (Schlossalm, Kleine ­Scharte und Haitzingalm) mit jeweils mehr als 1.200 m Höhendifferenz wählen kann. Der Neubau ersetzt die Standseilbahn, außerdem werden auch noch die Doppelsesselbahn Haitzingalm und die fix geklemmte Vierersesselbahn Kleine Scharte abgetragen. Die kuppelbare Vierersesselbahn Sendleiten wird ebenfalls abgetragen und im Rahmen des Projektes – auf genau der gleichen Trasse – durch eine kuppelbare Achtersesselbahn mit einer Kapazität von rund 4.000 P/h ersetzt. Die Seilbahnen sind so positioniert, dass je nach Wetter- und Schneelage das Skigebiet in unterschiedlichen Höhenlagen genutzt werden kann. Insgesamt werden 20 ha Pistenfläche im Skigebiet Schlossalm neu gestaltet. Für die Beschneiung neuer sowie bestehender Pistenflächen wird ein Speicherteich mit 150.000 m3 Wasservolumen errichtet. Hier geht es um wesentlich mehr als um den Bau einer neuen Seilbahn. Es ist zwar eine klassische Ersatzinvestition, aber durch eine leichte Änderung in der Trassenführung, die höhere Lage der Bergstation und die Öffnung der Mittelflanke durch eine attraktive Ski­abfahrt bis ins Tal erfährt der gesamte Berg eine ganz andere Wirkung. Zudem kann eine Bahn eingespart werden, was nicht nur ökologisch sondern auch ökonomisch Sinn ergibt. Und trotzdem hat der Gast ein größeres Angebot, mehr Komfort und mehr Wahlmöglichkeiten.“

Im Rahmen des ¬Umbaus bleiben vier Bahnen (blau) ¬bestehen, drei ¬werden abgetragen (rot) und zwei ¬Bahnen werden neu errichtet (grün).
Im Rahmen des ¬Umbaus bleiben vier Bahnen (blau) ¬bestehen, drei ¬werden abgetragen (rot) und zwei ¬Bahnen werden neu errichtet (grün).

MM: „Ihr habt einen Investitionshorizont von 131 Mio. € in den nächsten 10 Jahren. Diesbezüglich habt Ihr Euch eine spezielle Strategie einfallen lassen. Schildern Sie diese und welche Rolle spielt dabei das Bürgerbeteiligungsmodell?“

Schafflinger: „Jährliche Investitionen in Höhe von 10 Millionen Euro sind für uns „normal“. Das Besondere beim Projekt Schlossalm ist die Konzentration der Investitionen auf drei Jahre. Für uns war es daher wichtig, das Investitionsvolumen für den Zeitraum von 2016 – 2020 mit rund 84,8 Mio. Euro sicherzustellen. Etwa ein Viertel (21,3 Mio. Euro) stemmen wir aus dem frei verfügbaren Cashflow, 48 Mio. über ­Leasing und Kredite von Banken und 15 Mio. über ein Beteiligungsdarlehen der Aktionäre. Bei den sehr gut besuchten öffentlichen Präsentationen des Generationenprojektes „Schlossalm NEU“ wurde rasch klar, dass großes Interesse in der Bevölkerung an einer ­Beteiligungsmöglichkeit besteht. Der bei den Beteiligungsdarlehen vorgesehene Mindestbetrag von 10.000 Euro war allerdings vielen Kleinaktionären zu hoch. Um diese mit an Bord zu holen, wurde eine Bürgerbeteiligung nach dem Alternativfinanzierungs­gesetz gestartet, das die Möglichkeit bot, sich in Form eines nachrangigen Darlehens – ab 100 € und bis ­maximal 10.000 € pro Person – zu beteiligen.“

Eine neue Piste ¬(Mitte) wird vom Brandbichl bis zur Mittelstation bzw. zur Talstation der Schlossalmbahn ¬entstehen.
Eine neue Piste ¬(Mitte) wird vom Brandbichl bis zur Mittelstation bzw. zur Talstation der Schlossalmbahn ¬entstehen.

MM: „Man hört, dass sich das Gasteiner Crowdfunding zur Erfolgsgeschichte gemausert hat. Was ist bisher geschehen und worauf führen Sie den positiven Verlauf zurück?“

Schafflinger: „Die bei unserer Bürgerbeteiligung angebotenen 3 Varianten mit Verzinsungen zwischen 4 – 7 % entpuppten sich als ein ausgesprochenes Erfolgsmodell. Offensichtlich ist es gelungen, Investoren wie Sportbegeisterte mit einer Kombination aus Darlehensmodell (Zinsen und Tilgung in Cash) und Belohnungsmodell (Zinsen in Gutscheinen und Tilgung in Cash) zu überzeugen. Gleich nach Zeichnungsbeginn startete der Run auf die attraktiv verzinsten Modelle. Die Plattform 1000x1000.at musste nach weniger als 72 Stunden geschlossen werden, weil die nach dem Alternativfinanzierungsgesetz maximale Summe von 1,5 Millionen Euro überschritten wurde. Damit wurden alle Erwartungen bei weitem übertroffen, denn ursprünglich rechneten wir nur mit 500.000 €. Im Schnitt investierten die 310 Anleger rund 4.800 Euro. Um der Vielzahl der Interessenten, die in der „ersten Runde“ zu spät gekommen sind, doch noch eine Möglichkeit für eine Beteiligung zu bieten, wurde eine „zweite Runde“ nach dem Fern- und Auswärtsgeschäftegesetz entwickelt. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um ein Vorverkaufsmodell, wo – wegen der zeitlich verzögerten Einlösungsmöglichkeit – der Wert der Gutscheine deutlich über dem einmalig eingezahlten Betrag liegt. Oder anders ausgedrückt: Alle, die bei diesem Modell mitmachen, können sich über einen Stammkundenrabatt in Höhe von rund 7 % freuen. Auch dieses Modell hat vorzeitig die von uns gesetzte Obergrenze von 1,6 Millionen Euro erreicht! Der durchschnittliche Beteiligungsbetrag lag nicht bei den angenommenen 1.000 € pro Person, sondern über 3.000 €. Abgewickelt wurden beide Modelle über die Plattform 1000x1000.at. Innerhalb weniger Monate haben sich damit Einheimische und Stammgäste mit einer in Österreich noch nie dagewesenen Rekordsumme in Höhe von rund 3,1 Millionen € an der Finanzierung dieses Generationenprojektes beteiligt. Die Gasteiner Bergbahnen sind das erste Unternehmen mit einem etablierten Geschäftsmodell, dem über diesen Weg Geld in dieser Größenordnung zur Verfügung gestellt wurde. Das innovative Finanzierungsmodell hat bereits in eines der Standardwerke der Fachliteratur Aufnahme gefunden. Im Buch „Finanzmanagement im Tourismus: Grundlagen und Praxis der Tourismusfinanzierung“ von Manuela Wiesinger und Martin Schumacher ist es als Praxisbeispiel zu finden.“

MM: „Sehen Sie das Crowdfunding als taugliche Möglichkeit der Kundenbindung bzw. für Imagesteigerung?“

Schafflinger: „Die neue Bahn wird erst im Dezember 2018 den Betrieb aufnehmen, aber alle reden jetzt schon sehr positiv darüber und tragen die Botschaft weiter. Besonders hier und bei den vielen Medienberichten sieht man den Mehrwert von Crowdfunding für Kommunikation, Innovation und Kundenbindung. Gerade die Einheimischen und die Stammkunden, die einen Bezug zur Region, zum Angebot haben, nutzten die Möglichkeit, sich an der Investition mit attraktiven Zinsen zu beteiligen. Sie sind nicht nur Investoren, sondern auch Botschafter für das Projekt.“

Die Gasteiner Bergbahnen haben schon mehrmals bewiesen, dass sie innovativ sind: die Hängebrücke am Stubnerkogel war die 1. touristisch inszenierte Brücke.
Die Gasteiner Bergbahnen haben schon mehrmals bewiesen, dass sie innovativ sind: die Hängebrücke am Stubnerkogel war die 1. touristisch inszenierte Brücke.

MM: „Glauben Sie, dass solche Modelle in der Bergbahnbranche künftig verstärkt aufgegriffen werden?“

Schafflinger: „Ich bin davon überzeugt, dass es für viele eine sehr gute Möglichkeit wäre, Einheimische und Stammkunden emotional bei großen Projekten zu beteiligen und damit auch an das Unternehmen zu binden. Entscheidend ist aber eine passende „Geschichte“ und der richtige Zeitpunkt in der Kommunikation.“

MM: „Kürzlich habt Ihr die nächste aufsehenerregende Innovation namens ‚Alpin Ice‘ mit einer Machbarkeitsstudie eingeleitet. Worum handelt es sich und warum haben Sie sich für diese Idee entschieden?“

Schafflinger: „Neben der neuen Seilbahn haben wir auch mögliche Attraktionen am Berg mitüberlegt, um das Bergerlebnis für Nicht-Skifahrer im unmittelbaren Nahbereich der Bergstation wesentlich zu verbessern. In den letzten Monaten und Wochen haben sich unsere Überlegungen auf das Thema „Eislaufen am Berg“ zugespitzt. Eislaufen ist nach dem Skifahren mit großem Abstand die beliebteste Wintersportart der ­Österreicher. Große Städte haben das Eislaufen auf temporären Eisbahnen längst entdeckt und erfolgreich vermarktet. Mit Eiswegen in Panoramalage rund um die Bergstation planen wir ein neues Bergerlebnis. Eislaufwege mit max. 3 % Steigung sind schneeunabhängig und auch für Nicht-Skifahrer geeignet. Geplant ist kein klassischer Eislaufplatz, sondern Eiswege mit Ziel- und Ausgangspunkt bei der Bergstation, die schrittweise erweiterbar wären und im Endausbau ­eine Länge von bis zu 1,5 km erreichen könnten.

Mit Nordic Ice Skating gibt es auch eine neue alpine Bewegungsform. Ähnlich dem Langlauf gleitet der Sportler auf Kufen mit Stöcken über das Eis. Diese Sportart – in Österreich fast unbekannt – hat sich in Skandinavien, USA und Kanada längst als kultige Sportart etabliert und könnte mit dem ALPINE ICE Konzept auch bei uns Fuß fassen. Für Spaziergänger wäre ein begleitender Winterwanderweg mit herrlichem Bergpanorama oder auch eine Eisstockbahn vorgesehen. Phantasie birgt diese Idee auch für den Saisonstart. In Kombination mit der schnellen Beschneibarkeit einer Skiabfahrt von der Berg- bis zur Talstation könnten wir mit nur einer Seilbahn neben einem Angebot für Skifahrer auch ein attraktives Angebot für Nicht-Skifahrer bieten. Auch die gastronomische Versorgung wäre am Berg gesichert. In Verbindung mit den Thermen und dem Advent sehen wir damit ein Potenzial für die Belebung der Vorsaison. Wir wollen diese Idee vorantreiben und werden uns bemühen, alle erforderlichen Bewilligungen zu erreichen.“

Die neue Attraktion „Alpin Ice“ – Panorama-Eislaufen in der Höhe – soll rund um die Bergstation ein einzigartiges Erlebnis auch für Nicht-Skifahrer ermöglichen. Foto: Alpin Ice
Die neue Attraktion „Alpin Ice“ – Panorama-Eislaufen in der Höhe – soll rund um die Bergstation ein einzigartiges Erlebnis auch für Nicht-Skifahrer ermöglichen. Foto: Alpin Ice

MM: „Welche Rolle spielen Nichtskifahrer in Gastein und wie geht Ihr als Bergbahnen mit diesem Phänomen konstruktiv um?“

Schafflinger: „Wegen des klassischen Kur- und Gesundheitsangebotes haben wir auch im Winter rund 30 % Nichtskifahrer im Tal. Mit entsprechenden Angeboten am Berg können wir auch mit ihnen ein Geschäft machen. Wir setzen nicht voraus, dass jemand Ski fahren kann, wenn er unsere Leistungen in Anspruch nehmen will. Viele Gäste nutzen in den Bergen die Möglichkeit zum Abschalten, zum Entschleunigen, zum Auftanken und zum Kraftholen. Kurz: Zum Aufladen der eigenen Energie. Sie wollen sich selbst „etwas Gutes“ tun, auch das Gesundheitsangebot nutzen. Und nebenbei gönnt man sich eben sportliche, kulinarische und kulturelle Genüsse. Die Seilbahn ist Mittel zum Zweck. Wir bieten Angebote am Berg und die entsprechende Kulisse: Berge voll schöner Augenblicke – egal ob Skifahrer oder Nichtskifahrer.“

MM: „Glauben Sie, dass man künftig das sogenannte Bergerlebnis noch mit weiteren Aspekten anreichern kann und hier noch Spielraum – im wahrsten Sinne des Wortes – hat?“

Schafflinger: „Das Ende der Fahnenstange ist mit ­Sicherheit noch nicht erreicht. Wir sind ständig bemüht, die Erwartungen unserer Gäste zu erfahren und zu verstehen, damit wir auch passende Produkte entwickeln oder verbessern können. Die Komfortansprüche der Skigäste haben sich grundlegend geändert. Keiner will heute noch zweimal anstehen und umsteigen, um bis auf den Gipfel zu kommen. „Non stop to the top“ ist die neue Zielrichtung. Es hat sich viel ­getan in der Angebotsentwicklung, vor allem in Richtung Erlebnisinszenierung. Skifahren alleine ist heute zu wenig. Die Kunden sind anspruchsvoller geworden und erwarten für ihr Geld ein entsprechendes Angebot. Es liegt an uns, Mut für Neues zu haben und innovative Angebote zu entwickeln. Wer immer nur nachmacht, was andere vorzeigen, wird nie ganz vorne sein.“

MM: „Welche Bedeutung hat das Sommergeschäft inzwischen bei Euch? Sind auch hier Erweiterungen geplant?“

Schafflinger: „Der Winter ist und bleibt das Hauptgeschäft. Der Berg im Sommer gewinnt aber wieder an Attraktivität. Mit der gezielten Angebotsentwicklung und der unterschiedlichen Positionierung unserer drei Sommerberge haben wir es in den letzten Jahren geschafft, die Gasteintritte mehr als zu verdoppeln. Umsatzmäßig liegen wir jetzt bei einem Anteil des Sommergeschäfts in der Nähe von 10 %. Mittelfristig erscheint uns ein Anteil von 15 % durchaus realistisch. Das Angebot werden wir schrittweise erweitern, dabei aber unserer Positionierung treu bleiben.“

MM: „Herr Mag. Schafflinger, wir danken für das ­Gespräch.“