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MM Magazin - Trends
Werner Stark, pronatour: Erfolgreiche Konzepte und Realisierungen für den Bergsommer
Ausgabe 6/2009
Mit Exzellenz und Exklusivität an die Spitze Im Verdrängungswettbewerb mit „high performance“ punkten und der Krise mit Attraktivität begegnen – das war das Credo am 7. Mountain- Management-Symposium in Grindelwald. Besonders für den Sommerbetrieb gilt: Die Exzellenz ist der entscheidende Faktor. „Dafür muss das Angebot nicht nur attraktiv, sondern auch einzigartig und authentisch sein. Vor allem aber muss es überraschen“, ist Werner Stark, Geschäftsführer von pronatour, überzeugt. Der Symposiumsreferent berichtete über 10 Jahre Erfolgsarbeit in der Konzeption und Realisierung von Erlebnisprojekten am Sommerberg.
Spiel, Spaß und Action im Forschercamp des Triassic Parks auf der Steinplatte in Waidring (Tirol). Fotos: pronatour
MM-Frage: „Herr Stark, Sie haben in Ihrem Vortrag einige Ihrer erfolgreichsten Konzepte und Projekte präsentiert, die aufzeigen, dass für Bergbahnen auch der Sommerbetrieb attraktiv und vor allem lukrativ sein kann. Kommt man mit Exzellenz hier tatsächlich an die Spitze?“
Werner Stark: „Die Frage ist: Was ist die Spitze? Jeder Gast knüpft an sein Ausflugsziel gewisse Erwartungen: Spaß, Action, Erholung, Genuss, Aussicht etc. Diese Erwartungshaltung wird durch ein gutes Marketing geschürt – deswegen kommen die Besucher. Erlebt der Gast dann auch das, was er sich vorgestellt hat, dann habe ich ein gutes Angebot. Zur wirklichen Spitze geht es aber noch eine Stufe höher. Auf Qualität setzen mittlerweile viele, das genügt heutzutage nicht mehr. Exzellent bedeutet eben hervorragend – also aus der Masse herausstechend, außergewöhnlich, einzigartig und exklusiv.“
MM-Frage: „pronatour hat eine Reihe außergewöhnlicher Projekte konzipiert und umgesetzt. Was macht diese Erlebniswege, Themenparks, Ausstellungen, Aussichtsplattformen etc. so erfolgreich?“
Werner Stark: „Die Kunst der Erlebnisinszenierung ist es, die Erwartungen zu übertreffen. Nur wenn ich meinen Gast positiv überrasche, wird er nicht nur zufrieden, sondern auch begeistert nach Hause fahren, von seinen Erlebnissen berichten und selbst wieder kommen. Das Begeisterungsangebot ist das Tüpfelchen auf dem „i“. Nur so bringe ich meine Erfolgsspirale ins Laufen, erreiche ich das viel zitierte Empfehlungsmarketing durch meine Gäste, erzeuge ich den Wiederkomm-Effekt. Habe ich das geschafft, dann bin ich an der Spitze, dort oben arbeite ich wirklich exzellent."
Die neue „Koralle“ als weiteres Highlight des Triassic Parks auf der Steinplatte in Waidring (Tirol).
MM-Frage: „Und wie erreiche ich diesen Gipfel des Angebotsberges?“
Werner Stark: „Über das Neue, das Einmalige und Einzigartige, das noch nicht Erlebte. Erfolgreiche Erlebnisprojekte sind immer individuell und authentisch. Die Inszenierung baut auf den Ressourcen des jeweiligen Berges auf und schöpft aus der Identität der Region. Neben der perfekten Konzeption ist für exzellente Projekte aber auch eine ebenso kreative Umsetzung mit Liebe zum Detail wichtig! In Serfaus (Tirol) haben wir gerade unseren jüngsten Erlebnisweg eröffnet. Auf dem „Genuss-Erlebnisweg der Sinne – Six Senses“ durchwandern die Besucher ein Reich aus Sinneseindrücken, Illusionen und übersinnlichen Erfahrungen. Aufregende Stationen und Erlebnishöhepunkte inspirieren dazu, die herrliche Umgebung bewusst zu sehen, hören, riechen, schmecken, spüren und die eigenen Sinne zu sensibilisieren. Mit dem sechsten Sinn gelangt man dabei an die Grenzen der Wahrnehmung. Dieses Konzept ist einzigartig.“
Triassic Park, Steinplatte Waidring (Tirol): Kreative Umsetzung im Indoor-Bereich mit Liebe zum Detail.
MM-Frage: „Einzigartig heißt aber nicht automatisch erfolgreich. Schlagen diese herausragenden Konzepte auch in der Praxis an? Bzw. anders gefragt: Zahlen sich die Investitionen, die ich als Betreiber in Sommerattraktionen stecke, überhaupt aus?“
Werner Stark: „Serfaus ist noch ganz neu, da gibt es noch keine Statistiken. Die Rückmeldungen von Bergbahn und Gastronomie sind aber wirklich enorm positiv. Sie können sich nicht vorstellen, wie begeistert die Besucher sich unter die „Telepathie-Haube" stellen“ und versuchen, ihre Gedanken an ihr Gegenüber zu übertragen. Das macht einen Riesenspaß – obwohl jeder weiß, dass das natürlich nicht funktioniert. Aber allein das Spiel mit dem Übersinnlichen fasziniert.“
„Six Senses – Genuss-Erlebnisweg der Sinne“ in Serfaus (Tirol): Wirf Deine Sorgen über Bord und mache dich frei für ein Genusserlebnis der besonderen Art...
MM-Frage: „Und wie sehen die Erfolgsparameter für die Firma pronatour aus – Krisenstimmung?“
Werner Stark: „Im Gegenteil. Gerade in Zeiten der Krise, wo in vielen Regionen die Sommerfahrten stagnieren, müssen neue Akzente gesetzt werden, um die Aufenthaltsdauer und somit die Wertschöpfung am Berg zu erhöhen. Vorausschauende Bergbahnen nutzen genau diese Phase, um mit verstärkten Marketingaktivitäten und dem Hinterlassen von „Duftnoten“ in Form besonderer Attraktionen herauszustechen. Wir haben alle Hände voll zu tun, besonders auch um den stark wachsenden Markt in der Schweiz und in Deutschland zu bedienen. So planen wir beispielsweise im Lötschental (Wallis, CH) eine Reihe von Projekten, ein erstes kleines Teilprojekt in Form eines Tschäggätta-Abenteuerspielplatzes ist bereits fertig. Weiters sind wir im Skigebiet Sörenberg (Luzern, CH) an der Entwicklung eines Gesamtkonzepts. Und soeben hat uns auch die Bayerische Zugspitzbahn mit der Erstellung eines Masterplans für die Zugspitze beauftragt. Auf dem höchsten Berg Deutschlands soll das Sommerangebot attraktiviert werden, pronatour kann auch hier als einer der wenigen Anbieter von der Idee bis zur fertigen Realisierung alles liefern. Denn wie sagt man so schön: An der Spitze ist nicht nur am Berg die Luft dünn!“
MM: „Herr Stark, wir danken für das Gespräch!“
„Six Senses – Genuss-Erlebnis weg der Sinne“ in Serfaus (Tirol): Das Begeisterungsangebot überrascht, bietet Unerwartetes und macht sichtlich Spaß.
MM-Frage: „Gibt es auch messbare Erfolgsparameter?“
Werner Stark: „Für unsere Kunden auf jeden Fall: Der „Triassic Park“
auf der Steinplatte in Waidring (T) beispielsweise hat die
Besucherzahlen bereits im ersten Jahr verdreifacht! Nicht zuletzt wegen
der überragenden Besucherzahlen wurden schon heuer erste Erweiterungen
des höchstgelegenen Sandstrands der Alpen realisiert. Zudem wurde im
August die spektakulärste neue Aussichtsplattform der Alpen – die
„Koralle“ – fertiggestellt. Das Erlebnisangebot und auch die Koralle
sind keine aufgesetzten, künstlichen Inszenierungen, wir spielen mit
der Geschichte des Orts (die Steinplatte ist ein urzeitliches
Korallenriff).
Interessant ist auch die Entwicklung im Classic-Gebiet in
Garmisch-Partenkirchen. Hier konnte sich Peter Theimer, kaufmännischer
Vorstand der Bayerischen Zugspitzbahn, unter anderem durch die
Ankündigung der geplanten „AlpspiX-Plattform“ im August über ein
zweistelliges Beförderungsplus freuen!“
Geschäftsführer Werner Stark berichtete am Mountain-Management-Symposium von 10 Jahren Erfolgsarbeit von pronatour am Sommerberg. Foto: mak
Infos zur Arbeit von pronatour und eine umfangreiche Referenzliste gibt es auf www.pronatour.at. pronatour GmbH Entwicklung und Umsetzung von Erlebnisprojekten Industriestraße 10a A-2104 Spillern Telefon: +43 (0) 2266 8 250 0 Fax: +43 (0) 2266 8 250 50 office@pronatour.at www.pronatour.at
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