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RED-TRAILER-PRODUKTION | COLD STORAGE
Die Feuerprobe
Fast wäre der erste deutsche Dreh mit einer RED One an der verspäteten Auslieferung gescheitert. Doch dann überzeugte die Neuentwicklung mit der Seriennummer 110 das Team von StarCrest Media. Sonja M. Schultz stieg kurz vor Redaktionsschluss in einen Berliner Bunker zum Set von »Cold Storage«.
Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Der Schatten, den die von Jim Jannard als digitale Alternative zu 35mm-Filmkameras gedachte RED One, durch geschicktes Marketing, heiß ersehnte Messe-Präsentationen und leidenschaftliche Internet-Diskussionen geworfen hat, war schon so lang, dass manch einer glaubte, es würde gar kein zu Ende entwickeltes Produkt mehr folgen. »Wir dachten irgendwann, die RED One existiert in Wahrheit gar nicht und ist nur ein PR-Gag,« lacht Stefan Grandinetti bvk. Seit Oktober 2007 warteten der DoP, die Produktionsfirma StarCrest und das in Frankfurt ansässige Postproduktions-Unternehmen Magna Mana Production auf die in den USA bestellte Kamera. Mit ihr sollte Mitte Januar in Berlin der Trailer für den Thriller »Cold Storage« von Autor und Regisseur Mark Cairns gedreht werden. Doch ein Rückruf durch eine Veränderung am Mount und Überweisungs-Verzögerungen während der Weihnachtsfeiertage ließen die Zeit knapp werden. Drei Tage vor Drehbeginn traf die Sendung am Frankfurter Flughafen ein, und die Ausrüstung konnte noch in letzter Minute im Kameraverleih MBF zusammengestellt werden. »Das war schon recht sportlich, sich derart kurz vor einem technisch anspruchsvollen Dreh erst auf die Technik einlassen zu können,« kommentiert Grandinetti, der gerne mehr Zeit für ausführliche Tests gehabt hätte.
Ausgabe 01+02/08
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