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INTERVIEW PROF. PETER C. SLANSKY | AUSBILDUNG
Basiswissen für alle
Vom 16.2. – 2.4.2010 veranstaltet das Studienzentrum der HFF München zum vierten Mal das Basisseminar Filmtechnik – von Professoren und Kameraleuten der HFF für alle filmtechnisch Interessierten. Ruodlieb Neubauer sprach mit Prof. Peter C. Slansky, der an der HFF die Abteilung II Technik leitet.
PROFESSIONAL PRODUCTION: Herr Professor Slansky, was kann man sich eigentlich unter dem Studienzentrum vorstellen?
Prof. Slansky: Das Studienzentrum hat vier Aufgabengebiete: Branchenforum, Filmtechnikgeschichte, Forschung und Weiterbildung. Der Grundgedanke ist, dass die Filmhochschule ihre Angebote nicht nur für die Studierenden macht, sondern auch für externe Interessenten. Im Bereich Weiterbildung machen wir z.B. zum ersten Mal Angebote für Nicht-Studenten. Das muss man deshalb so betonen, weil die normale Aufgabe einer Hochschule der Lehrbetrieb für die Studierenden ist. Über die Möglichkeiten eines Gaststudiums hinaus, das es hier ebenfalls gibt, werden hier Teile des Lehrprogrammes der Abteilung Technik in modularisierter Form angeboten. So können sich Firmen, aber auch private Personen, aus dem Weiterbildungsprogramm etwas heraussuchen, und – natürlich gegen Bezahlung – vom Know-how der Hochschule profitieren.
PROFESSIONAL PRODUCTION: Baut man damit nicht eine zusätzliche Konkurrenz für die eigenen Studenten auf?
Prof. Slansky: Vor der Frage der Abgrenzung einer soliden Grundausbildung von einem punktuellen Weiterbildungsangebot stehen alle Hochschulen. Aber es nützt auch der Hochschule bzw. ihren Studenten, einen Teil ihrer Kompetenz auf diesem Wege der Branche zugänglich zu machen, in die sie letztendlich auch ihre Absolventen entlässt. Es ist ein großer Unterschied, ob jemand das volle Studium absolviert oder ein Modul von ein oder zwei Tagen zu einem Thema. Diese Frage wurde auch bei internen Diskussionen zu Recht aufgeworfen. Auf der anderen Seite muss man die Realität in der Branche auch anerkennen. Dort gibt es in bestimmten Positionen viele Arbeitskräfte, die quer in die Medien eingestiegen sind. Ein Personalleiter in einem Sender oder bei einem Produktionsbetrieb wird den Unterschied jederzeit erkennen.
Ausgabe 03/10
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