Mountain Manager
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Marketing & Management - MM-Interview

Alois Geiger, Fiss: Gemeinschaftssinn und Entwicklungsfreude bewirkten Aufstieg

Ausgabe 5/2006

Die Fisser Bergbahnen auf dem Hochplateau im Tiroler Oberinntal haben seit 1990 eine beeindruckende Erfolgsgeschichte geschrieben. Die GeschĂ€ftsfĂŒhrer Alois Geiger und Hubert Pale haben das Niveau unermĂŒdlich angehoben und 1999 als großen Meilenstein in der Positionierung den Zusammenschluss mit dem benachbarten Skigebiet Serfaus Komperdell zustande gebracht. Die auf Familie mit Kindern ausgerichtete gemeinsame Marke Serfaus-Fiss-Ladis gehört zu den Wertschöpfungsgewinnern in Tirol, optimale Kooperation mit den touristischen Partnern ist die Basis des Erfolges. Fiss attraktiviert seit zwei Jahren auch den Sommerbetrieb mit einem eigenen Funpark, der heuer um den 1. Skyglider der Alpen, Fisser Flieger genannt, bereichert wurde.
Interviewpartner Alois Geiger, seit 1990 GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Fisser Bergbahnen. Fotos: Fisser Bergbahnen
Interviewpartner Alois Geiger, seit 1990 GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Fisser Bergbahnen. Fotos: Fisser Bergbahnen

MM-FRAGE: "ZunÀchst zu Ihrer Person Herr Geiger. Beschreiben Sie kurz Ihren Werdegang zum Mountain Manager bzw. allfÀllige weitere Funktionen im touristischen Bereich."

Geiger: "Ich war schon frĂŒh in der Gemeinde (MehrheitseigentĂŒmer der Bergbahn) als SekretĂ€r tĂ€tig, spĂ€ter auch politisch als Gemeinderat und 12 Jahre BĂŒrgermeister in Fiss. Aus dieser Funktion bin ich mit den Fisser Bergbahnen in Verbindung gekommen, da ich in den Aufsichtsrat entsandt und dann zum Vorsitzenden gewĂ€hlt wurde. So habe ich das Unternehmen sehr gut kennengelernt und mich auch dafĂŒr engagiert. Als dann AltbĂŒrgermeister und Tourismuspionier Emmerich Pale in Pension ging, wurde der GeschĂ€ftsfĂŒhrerposten der Bergbahnen vakant. Ich habe mich dafĂŒr interessiert und wurde 1990 zum GF bestellt - parallel mit Hubert Pale. Es war mir immer ein Anliegen, ein Unternehmen weiterzubringen. Eine Seilbahn ist ein Wirtschaftsbetrieb, der sich stĂ€ndig entwickeln muss. Ich habe mich immer gefragt, warum 1967 die Bergbahnen in Fiss gegrĂŒndet wurden. Das Motiv war, den Tourismus des Dorfes vorwĂ€rts zu bringen. Und dieses Ziel hat sich hierauf auch in meinem Kopf festgesetzt. Wir sind nicht Selbstzweck, sondern haben die Aufgabe, Tourismus zu erzeugen - gemeinsam mit den Verantwortlichen im Ort. Die Bergbahn ist das Zugpferd, aber wenn das Zugpferd lahmt, dann lahmt der ganze Tourismus im Ort. Zuerst spĂŒrbar vielleicht im Winter, dann aber im Sommer genauso spĂŒrbar. Das habe ich mir etwas zum Grundsatz gemacht, aber da bin ich nicht alleine, beim Kollegen Pale ist es dasselbe. Wir haben eher manchmal das Problem, dass wir fĂŒr manche Leute im Dorf fast zu schnell unterwegs sind."

MM-FRAGE: "Wie verlief die Entwicklungsgeschichte von Fiss in groben ZĂŒgen?"

Geiger: "Bei meinem Einstieg war die Schneeanlage im Entstehen. Wir liegen ja in einem Hochplateau, einem niederschlagsarmen Gebiet (SĂŒdseite) und litten an wechselhaften Wintern. Das hat sich in den Umsatzzahlen gewaltig niedergeschlagen und war fĂŒr die ganze Situation im Ort schwierig. Daher hatte fĂŒr mich der Ausbau der Beschneiung oberste PrioritĂ€t. Hierauf wurden die ersten in die Jahre gekommenen Aufstiegsanlagen, zwei Einsessellifte, durch zwei moderne 6er-Umlaufbahnen ersetzt (Sonnenbahn und Möseralmbahn). Das hat schon einen krĂ€ftigen Schwung ausgelöst und auch im Dorf einen Bauboom bewirkt! In Folge ging es Zug um Zug weiter, auf der Nordseite wurde z. B. eine Sesselbahn gebaut. Und nebenbei wurden bereits die Verhandlungen mit Serfaus ĂŒber einen Zusammenschluss betrieben. Dieser kam dann im Jahr 1999 als Höhepunkt der bisherigen Entwicklung tatsĂ€chlich zustande, war aber mit großen Investitionen verbunden. Wie allgemein bekannt ist, hat sich daraus eine große Erfolgsgeschichte ergeben. Wir hatten zuvor zwar schon einen Kartenverbund, aber es war skitechnisch keine Verbindung gegeben. Das Entscheidende war der gemeinsame Marktauftritt Serfaus-Fiss-Ladis und eine Marke zu entwickeln. Ich wage zu behaupten, dass wir inzwischen schon durchaus als Marke wahrgenommen werden, die wir natĂŒrnatĂŒrlich noch stĂ€rken und ausbauen mĂŒssen. 2002 war schließlich die Schönjochbahn in die Jahre gekommen und wurde erneuert, auf der Nordseite wurde ein Schlepplift ersetzt - und es kam auch vom Gast her immer wieder die Nachfrage: ,Was macht ihr nĂ€chstes Jahr Neues?' bzw. entstand im Dorf eine gewisse Erwartungshaltung. Dies und auch das Wissen, dass wir immer weiter investieren mĂŒssen, um ein gutes Skigebiet bleiben zu können, hat uns geleitet.

Fotomontage zur neuen Attraktion
Fotomontage zur neuen Attraktion "Fisser Flieger" auf der Möseralm. Rechts die im Vorjahr platzierte Innovation "Fisser Flitzer".

"Wir hĂ€tten nie gedacht, dass uns die Investitionen in die Berggastronomie so großen Erfolg bescheren wĂŒrden"

Nach dem Zusammenschluss stand auch die wichtige Entscheidung an, dass wir in der Gastronomie am Berg etwas aufzuholen haben. Folglich haben wir im Jahr 2000 die Möseralm, 2002 das Restaurant Bergdiamant und im letzten Jahr die Sonnenburg errichtet. Wir hĂ€tten aber nicht gedacht, dass sich diese Investitionen in die Berggastronomie so ĂŒberaus erfolgreich auswirken wĂŒrden. Und seit zwei Saisonen sind wir auch im zuletzt rĂŒcklĂ€ufigen Sommer stĂ€rker geworden. Die großen Restaurants brauchten mehr Publikum, um einen Sommerbetrieb zu rechtfertigen, also beschlossen wir, neue Produkte fĂŒr den Bergsommer zu schaffen. Die erste Idee war dann eine im Winter wieder abmontierbare Sommerrodelbahn, der Fisser Flitzer (Fa. Brandauer). DarĂŒberhinaus sollte grundsĂ€tzlich auf der Möseralm ein Zentrum entstehen, eine Art Sommer Funpark, in dem sich der Gast mit seinen Kindern einen halben Tag lang unterhalten kann. Der Erfolg mit der Sommerrodelbahn animierte uns, ein zweites Highlight zu suchen. Durch GlĂŒck erhielten wir einen Hinweis von der Firma Doppelmayr, dass es in einem Spielpark in Deutschland eine Anlage gĂ€be, einen so genannten Sky Glider, die einen besonderen Spaß erlaube und auch in die Berge passe. Nach der Besichtigung dieser Anlage haben wir uns noch am gleichen Tag fĂŒr die Installation eines Sky Gliders entschieden. Und so ist die Attraktion 2006, der Fisser Flieger entstanden. Wir können jetzt schon sagen, es wird auch dies eine Erfolgsstory werden! Das FluggerĂ€t spricht vor allem Kinder und Jugendliche, aber auch Ă€ltere ,Junggebliebene' an."

MM-FRAGE: "Die Region Serfaus-Fiss hat sich in Tirol zu einem touristischenVorreiter entwickelt, die Wertschöpfung hat sich seit 1990 verdreifacht. Was ist das Geheimnis eures Erfolges?"

Geiger: "Das Geheimnis des Erfolges ist an erster Stelle die optimal funktionierende Kooperation zwischen dem Tourismusverband, der Gemeinde, der Skischule und den Bergbahnen. Weiters ist die entsprechende Angebotsschaffung und Fokussierung auf eine Zielgruppe (Familien) wichtig. Wir werden aufgrund des Erfolges aber sicher nicht ĂŒbermĂŒtig, es gibt weiterhin viel zu tun und viele andere Regionen sind mindestens so gut am Weg wie wir. Die Wertschöpfung hatsich nicht zuletzt durch die gute Preisgestaltung im Winter - u. a. als Folge des Zusammenschlusses - sehr gesteigert. Wir sind nicht auf der Billigschiene, sondern eher etwas hochpreisig. Trotzdem haben wir wenig Probleme mit den GĂ€sten bezĂŒglich des Preisniveaus. Wenn die Leistung passt, dann sind die GĂ€ste durchaus bereit, einen entsprechenden Preis zu bezahlen - das gilt im Hotel genauso wie bei der Bergbahn.
Und schließlich war, wie erwĂ€hnt, der gemeinsame Marktauftritt ein bedeutender Faktor des Erfolges. Wir ergĂ€nzen uns angebotsmĂ€ĂŸig mit Serfaus optimal."

MM-FRAGE: "Die Region hat die Positionierung Richtung Kinder und Familien erfolgreich umgesetzt. Wie unterscheidet sich dabei Fiss von Serfaus und Ladis, was ist das Typische von Fiss dabei?"

Geiger: "Wir haben nicht ein wesentlich anderes GĂ€steklientel als Serfaus. Der Nachbarort ist etwas mondĂ€ner, hat mehr grĂ¶ĂŸere Hotels, wir hingegen mehr dörfliche Struktur und Appartements, die natĂŒrlich den Familien entgegenkommen.
Also auch wir waren immer stark im Familiensegment und passen somit mit Serfaus sehr gut zusammen, das sich mit den Kinderhotels und dem Kinderland etc. auf Familien spezialisiert hatte. Wir mussten uns also wegen des Zusammenschlusses nicht verÀndern, aber es gibt eben auch innerhalb der Familien verschiedene Strukturen, die nun beide Orte umfassend abdecken können."

Übersicht Fisser Sommer Funpark.
Übersicht Fisser Sommer Funpark.

MM-FRAGE: "Es gibt heuer erstmals den Alpin-Shuttle fĂŒr Wanderer und die Serfaus-Fiss-Ladis Card fĂŒr GĂ€ste. Was beinhalten diese Neuerungen?"

Geiger: "Die Idee des Alpin Shuttles ermöglicht sozusagen ein Wandern mit ,SeilbahnhĂŒpfen'. Die GĂ€ste sollen dadurch von Ort zu Ort mit den geöffneten Bahnen fahren können (heuer erstmals 7 Bahnen), ohne das Auto zu brauchen. Wir mĂŒssen den vielen WochengĂ€sten einen Reiz bieten, verschiedene Aspekte unserer Bergwelt aufzusuchen. Man fĂ€hrt z. B. mit der Möseralmbahn hinauf, geht auf einem sogenannten Genussweg hinĂŒber zum Sunliner und lĂ€sst sich mit dieser Seilbahn nach Serfaus bringen. Dort kann man flanieren etc. und kann entweder mit dem Alpin Shuttle oder mit dem Wanderbus zurĂŒckkehren. Durch diese Lösung werden auch nicht so konditionsstarke Leute angesprochen. Alpin Shuttle sowie Wanderbus sind in der erstmals aufgelegten Serfaus-Fiss-Ladis-Karte enthalten. KĂŒnftig sollen aber alle Infrastrukturen der Destination mit dieser Karte genossen werden können und in weiterer Folge soll sie auch als Kreditkarte (fĂŒr unsere Region) verwendbar sein können. Übrigens beteiligt sich der Tourismusverband finanziell am heuer gesteigerten Betrieb der Sommerbahnen, weil er in dieser Form fĂŒr die Bergbahnen vermutlich nicht kostendeckend wĂ€re."

MM-FRAGE: "Fiss hat in den letzten Jahren auch viel fĂŒr den Sommertourismus getan und wie erwĂ€hnt einen eigenen Funpark errichtet. Welche Komponenten umfasst er und wie hat sich dadurch das SommergeschĂ€ft verĂ€ndert?"

Geiger: "Das KernstĂŒck sind wie gesagt die zwei Attraktionen Flitzer und Flieger, weiters gibt es einen Teich, Tubing-Bahn, Riesenrutsche, Riesensandkiste, Elektroautos, Streichelzoo. Es sollen die Kleinen, sobald sie gehen oder krabbeln können, genauso beschĂ€ftigt werden können wie die GrĂ¶ĂŸeren, bis hinauf zu den Jugendlichen und selbst die Eltern - z. B. mit dem Flieger oder der Kneippanlage oder der Fisser Gonde (Natur-Themenweg). In nĂ€chster NĂ€he existieren auch nette Wanderwege und RuheplĂ€tze. Es ist so ausgelegt, dass sich GĂ€ste zumindest einen halben Tag aufhalten können, ohne dass ihnen langweilig ist. Wichtig war fĂŒr uns, das Zentrum dort zu platzieren, wo wir eine gut funktionierende Gastronomie haben. Und jetzt zeigt sich, dass wir das Restaurant in dieser GrĂ¶ĂŸenordnung auch brauchen. Durch die Verbindung mit dem Sunliner ist der Sommer Funpark heuer eine regionale Attraktion geworden, die auch GĂ€ste aus der Umgebung anzieht.
NatĂŒrlich haben wir auch weitere Ausbau-Ideen fĂŒr die Zukunft, die wir aber jetzt noch nicht verraten wollen. Auch hier gilt: das Angebot muss stĂ€ndig neu aufgeladen werden."

Die Berggastronomie spielt eine bedeutende Rolle in Fiss. Im Bild das Panoramarestaurant BergDiamant am Schönjoch.
Die Berggastronomie spielt eine bedeutende Rolle in Fiss. Im Bild das Panoramarestaurant BergDiamant am Schönjoch.

MM-FRAGE: "Hat der Funpark einen wesentlichen Umsatzanstieg bewirkt?"

Geiger: "Es hat einen Umsatzsprung im Sommer gegeben, bei den Bergbahnen spĂŒren wir das jetzt sofort schon, im Ort dauerte es etwas lĂ€nger, bis die Mundpropaganda greift. Man darf nicht vergessen, dass wir uns mit dem Sommer Funpark erst im zweiten Jahr befinden. Generell sind wir sehr zuversichtlich, wir glauben an den Sommer, auch dass sich die Preissituation in der Vermietung durch unsere Investitionen deutlich nach oben bewegen kann."

MM-FRAGE: "Die aktuelle Attraktion ist der Fisser Flieger. Warum habt ihr euch nicht gleich fĂŒr einen Mountain Glider von Doppelmayr entschieden?"

Geiger: "Wir haben ein bestimmtes Investitionsbudget zur VerfĂŒgung, in dem wir den Mountain Glider nicht unterbringen konnten. Außerdem waren wir auf der Suche nach einer Attraktion fĂŒr den Funpark. Der Mountain Glider wĂ€re fĂŒr sich eine eigene Attraktion vom Berg hinunter gewesen. Die Investition fĂŒr den 700 m langen Fisser Flieger war verkraftbar. Er hat allerdings keine StĂŒtzen und Kurven, man erreicht aber eine Geschwindigkeit von bis zu 83 km/h auf den 100 m Höhenunterschied. Der besondere Reiz ist, dass man ĂŒber den ganzen Funpark drĂŒberfliegt. Eine Einzelfahrt kostet 5,50 Euro, ein Erinnerungsfoto vom Flug 3 Euro. Jeden Freitagabend ist auch Nachtfliegen und Nachtrodeln angesagt - umrahmt von Live-Musik auf der Möseralm.
Man kann unsere Anlage auch ein bisschen als Testfall sehen, wie das Publikum auf solche Attraktionen, die das Bergabgleiten am Seil anbieten, reagiert."

MM-FRAGE: "Wird Ihrer Meinung nach in Österreichs Alpen generell genug getan fĂŒr die Attraktivierung fĂŒr den Sommer? Geht die Angebotsgruppe Sommerbahnen den richtigen Weg?"

Geiger: "Es ist selten genug. Das trifft speziell auf den Sommer zu. Man hat sehr lange nur gejammert und keine Chance gegenĂŒber dem SĂŒden gesehen. Ich glaube, die Branche hat sich zuwenig bemĂŒht, innovative und interessante Dinge zu bieten. Man sieht jedenfalls, dass die Leute sehr wohl im Sommer in den Bergen Urlaub machen, wenn attraktive Angebote existieren. Daher sollte man in den Alpen noch mehr tun fĂŒr die Attraktivierung des Sommers. Ich denke, dass die österreichischen Sommerbahnen auf dem richtigen Weg sind. Fiss gehört ja zu den GrĂŒndungsmitgliedern und es war mir schon damals klar, dass wir gemeinsam etwas zustande bringen. Viele Ideen greifen schon, jedoch liegt noch eine Menge Arbeit vor uns. Wir sind ĂŒberzeugt, dass derSommer in den Bergen eine echte Zukunft hat, der Erholungswert fĂŒr den Gast wird immer deutlicher erkannt werden, nicht zuletzt wegen des Heilklimas. Wir mĂŒssen nur das Image wegbringen vom langweiligen Bergurlaub!"

MM-FRAGE: "Wie groß soll der Stellenwert des SommergeschĂ€ftes bei euch werden? Geht es in Richtung 365 Tage Bergerlebnis im Jahr?"

Geiger: "Das Problem in dieser Höhenlage sind FrĂŒhjahr und Herbst, es wird nicht möglich sein im November auf 2 500 m besonders erfolgreich zu sein, detto nach der Schneeschmelze im Mai. Daher ist 365 Tage Bergerlebnis fĂŒr die Bahnen unrealistisch, fĂŒr ein Wellness-Hotel nicht. Wir machen uns außerdem keinen Zahlendruck, dass wir einen bestimmten Umsatzanteil ĂŒber das SommergeschĂ€ft erreichen mĂŒssen. Wir wollen vorrangig einfach die Betriebe im Dorf unterstĂŒtzen und das kommt spĂ€ter positiv wieder auf uns zurĂŒck durch höhere Frequenzen."

Bei der Sommerrodelbahn
Die Berggastronomie spielt eine bedeutende Rolle in Fiss. Im Bild das Panoramarestaurant BergDiamant am Schönjoch.

MM-FRAGE: "Auch Berggastronomie auf hohem Niveau ist in Fiss ein Thema geworden. Warum? Habt ihr noch Bedarf an weiteren LokalitÀten?"

Geiger: "Die Gastronomie am Berg hat eine zentrale Rolle in unserem Gebiet. Nach meiner EinschĂ€tzung hat sich das GĂ€steverhalten etwas in Richtung Genießer verĂ€ndert, also Sport und Genuss. Dazu gehört auch ein gutes Essen, ein Glas Wein und ein angenehmes Sitzen in gehobener AtmosphĂ€re. Die Gastronomie am Berg wird sehr gerne angenommen, allerdings muss sie Top-QualitĂ€t haben: bei den Speisen und beim Ambiente. Ich hĂ€tte mir im Jahr 2000 nicht vorstellen können, dass wir innerhalb von fĂŒnf Jahren drei Restaurants betreiben werden! Obwohl wir jetzt gut abgedeckt sind, wĂŒrde ich mir noch ein tolles Tiroler Restaurant mit Bedienung wĂŒnschen, um den Genießer noch besser ansprechen zu können. In der ganzen Destination stehen dem Gast mit den Schirmbars derzeit 22 LokalitĂ€ten zur VerfĂŒgung."

MM-FRAGE: "Ihr habt zusammen mit Serfaus den Preis ,Best of Austria 2006' auf der ITB gewonnen. Was bedeutet er euch? Erhöht er den Erwartungsdruck der GÀste noch mehr?"

Geiger: "Ein Preis ist immer eine Überraschung und zugleich eine BestĂ€tigung des Weges sowie ein Ansporn, weiterzumachen. NatĂŒrlich steigt die Erwartungshaltung der GĂ€ste, aber dem sind wir durchaus gewachsen. Wir sind sicher gefordert, nicht nur diesen Standard zu halten, sondern noch besser zu werden. Es nĂŒtzt uns nichts, wenn wir in 5 Jahren sagen: 2006 haben wir einen Preis gemacht - und der Gast sagt: Das wird damals schon gepasst haben!"

Bei der Sommerrodelbahn
Bei der Sommerrodelbahn "Fisser Flitzer" hat man sich viele Überraschungen auf der Strecke einfallen lassen wie z. B. die Thematisierung der Tunneldurchfahrten.

MM-FRAGE: "Sind Investitionen fĂŒr die Wintersaison 06/07 geplant?"

Geiger: "Wir werden die Schneeanlage auf 100% Beschneibarkeit ausbauen (derzeit 80 %). Weiters wird bei drei Anlagen die Förderleistung erhöht (Endausbau). Bei der 8 SBK Schöngampbahn nĂŒtzen wir den Endausbau, um auf beheizte Sitze von Doppelmayr umzurĂŒsten. Auch das ist wieder ein Signal in Richtung Komfort und Genussskifahren!"

MM: "Herr Geiger, wir danken fĂŒr das GesprĂ€ch."