Mountain Manager
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Marketing & Management - MM-Interview

Ing. Herbert Zangerl, GF Bergbahnen See GmbH: „Es ist uns ein Anliegen, die EnergieintensitĂ€t unseres Unternehmens auszugleichen!“

Ausgabe 06/2012

Ab der Wintersaison 2012/13 gibt es im Tiroler Skigebiet See im Paznauntal Vollbeschneiung. Hinter dem großen Plus fĂŒr die GĂ€ste steht ein Projekt, das nicht nur fĂŒr Schneesicherung sorgt, sondern auch saubere Energie liefert und damit einen wesentlichen Beitrag fĂŒr nachhaltiges Wirtschaften leistet. Der Mountain Manager hat nachgefragt.
Ing. Herbert Zangerl, GF Bergbahnen See GmbH
Ing. Herbert Zangerl, GF Bergbahnen See GmbH
MM: „Wie lange gibt es die Bergbahnen See GmbH, was waren die wichtigsten Eckdaten in der Entwicklung?“

Ing. Herbert Zangerl: „Die Gemeinde See und das dazugehörige Skigebiet Medrigalm liegen am Taleingang des Paznaun. Von der Autobahnabfahrt Paznaun/ Pians ist See ĂŒber eine gut ausgebaute Bundesstraße bereits nach 6 km erreichbar. 1972 wurde mit dem Ausbau des Skigebietes Medrigalm begonnen. Als erster Schritt wurde vom Ortszentrum von See eine Einersesselbahn und von der Bergstation dieser Sesselbahn ein Schlepplift Richtung Medrigkopf errichtet. Trotz der Tatsache, dass das Medrigjochgebiet aufgrund seiner Höhenlage von 1 050 m bis 2 450 m und seiner Nordwest-Exposition als relativ schneesicher gilt, wurde bereits 1991 mit dem Bau der Beschneiungsanlage begonnen. Ab Winter 2012/13 können wir von einer Vollbeschneiung sprechen. Aktuell verfĂŒgt unser Skigebiet ĂŒber 8 Beförderungsanlagen mit einer GesamtkapazitĂ€t von rund 10 000 P/h. 33 Pistenkilometer aller Schwierigkeitsgrade, eine beleuchtete Naturrodelbahn sowie eine Nachtskilaufpiste und ein Funpark mit RiesenAirBag werden von den Anlagen erschlossen. Ein großzĂŒgiges abgeschlossenes ÜbungsgelĂ€nde mit idealer Neigung macht AnfĂ€nger in kĂŒrzester Zeit zu Könnern. In unseren zwei Restaurants und unseren zwei Eisbars finden unsere GĂ€ste rund 1 100 SitzplĂ€tze vor, 650 davon auf sonnigen Terrassen mit traumhaftem Alpenpanorama.

Die Chronologie auf einen Blick:
1972/73: Betrieb der Medrigjochbahn, bestehend aus einer Einersesselbahn (ESL Medrigjoch), einem Schlepplift (Rauhkopflift) und dem Bergrestaurant Medrigalm.
1976: Errichtung Almlift, LĂ€nge 380 m, Leistung 800 P/h.
1978: Errichtung Panoramalift, LĂ€nge 720 m, Leistung 750 P/h.
1983: Errichtung ESL-Zeinis, LĂ€nge 1 350 m, Leistung 780 P/h.
1990: Errichtung 6 EUB Medrigjoch, LÀnge 1 554 m, Leistung 1 460 P/h, Errichtung 4 SB Rossmoos, LÀnge 1 040 m, Leistung 2 200 P/h, Restauranterweiterung auf 250 SitzplÀtze.
1990: Erweiterung Beschneiungsanlage, Bau Rodelbahn.
1993/94: Bau Restaurant am Gratli, Zubau eines SportgeschÀftes mitten im Skigebiet, Ausbau Beschneiungsanlage, Errichtung Rodelbahnbeleuchtung.
1997: Errichtung Snowboard-Funpark.
2001: Bau der neuen Zeinisabfahrt, Errichtung eines ÜbungsgelĂ€ndes oberhalb des Panoramarestaurants Medrigalm, Errichtung eines Gesundheits- und Wellnessparks hinter dem Panoramarestaurant.
2002: Ersatz der 1er Sesselbahn Zeinis durch eine 6er Sesselbahn, Bau eines Tellerlifts, eines Stricklifts und Förderbandes auf dem ÜbungsgelĂ€nde, Erweiterung der Beschneiungsanlage, Bau einer Beleuchtung fĂŒr Nachtskilauf auf der neuen Zeinisabfahrt.
2005: Bau Versingabfahrt, Planung und Baubeginn der Sprengseilbahn Versing I und Versing II, Errichtung von Spreng- und ZĂŒndmittellager.
2007: Erweiterung der Beschneiungsanlage, Errichtung einer Schirmbar am Gratli.
2008: Beginn Neutrassierung Talabfahrt, Errichtung eines Parkplatzes mit ca. 350 StellplÀtzen direkt bei der Talstation der Gondelbahn, Errichtung Eisbar Medrigalm.
2009: Beschneiungs- und Energiegewinnungsanlage: Neubau von 3 MaschinenhĂ€usern (1 Pumpstation, 2 Wasserkraftanlagen), Fertigstellung der Verrohrung und der Beschneiung Talabfahrt, Fertigstellung Neutrassierung Talabfahrt, Anschaffung eines weiteren Förderbandes fĂŒr die Übungswiese.
2010: Erweiterung der Beschneiungsanlage, Umbau Free-Flow-Bereich im Panoramarestaurant Medrigalm, Pistenbau (Verbesserung Gratabfahrt, Planie Piste „Adrenalin“), Neubau SkibrĂŒcke Gratli, Fertigstellung Energiegewinnungsanlage, Errichtung eines neuen Pistenleitsystems, Errichtung eines Ortsinfokanals.
2011: Errichtung eines Spielplatzes bei der Bergstation der Gondelbahn, Erweiterung der Beschneiungsanlage.
2012: Erweiterung der Beschneiungsanlage – ab Winter 2012/13 ist eine Vollbeschneiung möglich, Ausbau des Panoramarestaurants fĂŒr weitere 66 SitzplĂ€tze, Neubau der Dieseltankstelle fĂŒr PistengerĂ€te.“
In See/Paznauntal ist ab kommenden Winter Vollbeschneiung möglich.
In See/Paznauntal ist ab kommenden Winter Vollbeschneiung möglich.
MM: „Seit wann leiten Sie das Unternehmen und was ist Ihnen dabei wichtig?“

Zangerl: „Ich bin seit Mitte 1997 GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Bergbahnen See GmbH. Wichtig ist mir, die Gesellschaft, die immer in Finanznöten war, so aufzustellen, dass sie funktioniert und aus eigener Kraft die notwendigen Erlöse erwirtschaften kann. Als Ziel sehe ich ein Unternehmen, das sich am Markt behauptet und konkurrenzfĂ€hig ist. Dazu sind noch einige Schritte notwendig, wobei ein Aspekt die GrĂ¶ĂŸe des Skigebietes sein wird. Wir haben sicher noch Entwicklungspotenzial und mĂŒssen versuchen, es zu nĂŒtzen – das ist schwierig, aber nicht aussichtslos. Man kann aus der Bergbahnen See GmbH sicher etwas machen, aber der Weg ist steinig.“

„Ab der Wintersaison 2012/13 verfĂŒgen wir ĂŒber eine Vollbeschneiung“

MM: „Welche GĂ€steschichten sprechen Sie im Sommer und Winter an, wie sieht das Einzugsgebiet aus?“

Zangerl: „Der Großteil der GĂ€ste kommt aus Deutschland, dazu haben wir Urlauber aus Holland und der Schweiz. See ist aber auch ein Gebiet, das von den Einheimischen zum Skifahren genutzt wird. Was TagesgĂ€ste generell betrifft, haben wir den Nachteil, dass wir verkehrstechnisch z. B. von SĂŒddeutschland her nicht ganz so schnell erreichbar sind wie etwa das Zillertal. Die Fahrzeit ist etwas lĂ€nger und das wird von den GĂ€sten nicht so gern in Kauf genommen. Was man vielfach aber nicht weiß, ist die Tatsache, dass die Staugefahr zu uns viel geringer und die Schneesicherheit aufgrund der Höhenlage grĂ¶ĂŸer ist. Es wĂŒrde sich also durchaus lohnen, den etwas weiteren Anreiseweg in Kauf zu nehmen.
An GĂ€sten sprechen wir natĂŒrlich Familien an, weil wir im Skigebiet ein eigenes, sehr flaches ÜbungsgelĂ€nde fĂŒr Kinder haben. Da gibt es FörderbĂ€nder und einen Tellerlift. Tellerlifte sind meiner Meinung nach besonders gut fĂŒr AnfĂ€nger, weil man von Anfang an das Gleichgewicht trainiert. Wir haben außerdem einen sehr preiswerten GĂ€stekindergarten, wo Kinder auch stundenweise betreut werden. Kinder können einfach nur eine oder 2 Stunden bleiben, wenn sie mĂŒde sind, aber die Eltern vielleicht nochmals eine Abfahrt machen wollen. FĂŒr Familien ist unser Gebiet auch deshalb sehr gut geeignet, weil alle steilen Pistenpassagen mit Hilfe von leichteren Wegen umfahren werden können.“
Kraftwerk Oberstufe, Fassung Istalanzbach Tirolerwehr.
Kraftwerk Oberstufe, Fassung Istalanzbach Tirolerwehr.
MM: „Was bieten Sie im Winter, gibt es Neuheiten fĂŒr die kommende Saison?“

Zangerl: „Wir haben in See ĂŒber 33 Pistenkilometer und eine FörderkapazitĂ€t bei den Aufstiegsanlagen von rund 10 000 P/h. An Bahnen stehen eine 6er Kabinenbahn, eine 6er und eine 4er Sesselbahn, 3 Schlepplifte, 1 Kinderlift und 2 FörderbĂ€nder zur VerfĂŒgung. Mit unserer Beschneiungsanlage werden wir diesen Winter die Vollbeschneiung erreichen und damit beste Bedingungen fĂŒr eine lĂŒckenlose BetriebsfĂŒhrung von Mitte Dezember bis nach Ostern haben. An speziellen Angeboten gibt es z. B. eine 3 km lange Buckelpiste, einen RiesenAirBag im Funpark, eine 6 km lange und beleuchtete Rodelbahn, 2 Restaurants und 2 Eisbars. Dazu sind wir fĂŒr den Nachtskilauf gerĂŒstet und bieten auf einem separaten Areal das schon erwĂ€hnte ÜbungsgelĂ€nde fĂŒr AnfĂ€nger. FĂŒr den kommenden Winter gibt es eine Erweiterung fĂŒr das Panoramarestaurant. Außerdem nehmen wir im Moment die letzte Ausbaustufe der Beschneiungsanlage in Angriff. Es werden noch einige Kilometer an Rohrleitungen verlegt, sodass wir dann ĂŒber eine Vollbeschneiung verfĂŒgen. AufgerĂŒstet wird auch unsere Tankstelle, damit wir unsere Pistenfahrzeuge leicht und zuverlĂ€ssig auftanken und so sicherstellen können, dass unsere Pisten optimal prĂ€pariert sind. Unsere gesamt Flotte besteht aus Prinoth Everest Windenmaschinen, weil wir unseren GĂ€sten mit den Windenmaschinen einfach bessere Pisten zur VerfĂŒgung stellen können.“

MM: „Wie sieht das Angebot im Sommer 2012 aus?“

Zangerl: „Das Sommerangebot ist auf das Wandern ausgerichtet. Wir haben Wanderwege, die fĂŒr Familien gut geeignet und dementsprechend auch sehr kurz sind. Man kann z. B. die Versing Alm erwandern, wo es kaum Höhe zu ĂŒberwinden gibt. FĂŒr den, der etwas höher hinaus will, bietet sich die AscherhĂŒtte an. Die Bergstation der Medrigbahn liegt auf 1 800 m, die AscherhĂŒtte liegt noch 400 m höher. Von dort hat man einen wunderbaren Blick auf die Gipfel der Umgebung, die alle um 3 000 m hoch sind und die man mit entsprechendem Zeitaufwand ebenfalls erwandern kann.
An der Bergstation der Medrigbahn haben wir außerdem einen kleinen Wellnessbereich angelegt. Dort gibt es einige Stationen mit unterschiedlichen Angeboten. So kann man z. B. nach einer Wanderungkneippen oder sich auf den Fußmassageweg machen, auf dem mĂŒde FĂŒĂŸe wieder frisch werden.“

MM: „Das Unternehmen bezeichnet sich als ‚Bergbahn mit dem grĂŒnen Punkt‘, was genau versteht man darunter?“

Zangerl: „Seilbahnen sind Unternehmen, die Energie verbrauchen, vor allem, wenn beschneit wird. Diese Energie muss erzeugt werden. Der weitaus grĂ¶ĂŸte Teil der Energie entsteht ĂŒblicherweise aus fossilen Brennstoffen. Wenn also nicht Wasserkraft, die Sonne oder der Wind zur Energiegewinnung herangezogen werden, ist damit auch immer ein entsprechender CO2-Ausstoß verbunden. Wir hingegen erzeugen mit unserem Wasserkraftwerk saubere Energie, sauberen Strom – und zwar in der Jahresbilanz viermal so viel Energie, wie wir selbst benötigen.“

MM: „Was hat Sie dazu veranlasst, verstĂ€rkt im Bereich Umweltmanagement aktiv zu werden? Wie war die Ausgangssituation, was wollte man verĂ€ndern?“

Zangerl: „Nahezu alles, was der Mensch tut, belastet die Umwelt. Als Bergbahnunternehmen sind wir um einen positiven Umgang mit der Natur bemĂŒht, das liegt in der Natur der Sache. NatĂŒrlich ist der Bau einer Seilbahn ein Eingriff in die Natur, wir sind aber bemĂŒht, in allen Bereichen möglichst umweltschonend vorzugehen. Deshalb ist es uns ein Anliegen, die EnergieintensitĂ€t des Unternehmens auszugleichen. DarĂŒber hinaus ist es fĂŒr uns natĂŒrlich auch wichtig, eine effiziente Beschneiungsanlage zu haben. Mit dem System Wasserkraftwerk und Beschneiung haben wir beides sehr gut verbunden.“
Unterstufe Generator-Turbineneinheit.
Unterstufe Generator-Turbineneinheit.
MM: „Wann wurde mit den AktivitĂ€ten begonnen, wie ist der Stand der Dinge im Moment?“

Zangerl: „2006 haben wir begonnen, ĂŒber die Wasserkraft nachzudenken und ein Projekt entwickelt, mit dem wir in einem ersten Schritt nicht weitergekommen sind. Dann haben wir die Idee umgestaltet und 2009/10 unsere Wasserkraftanlage gebaut. Das Ergebnis kann man jetzt vor Ort sehen. Die Anlage, mit der wir ,grĂŒne Energie‘ produzieren, ist mittlerweile voll in Betrieb und erfĂŒllt die Erwartungen, die wir in sie gesetzt haben, voll und ganz.“

MM: „Was hat der Urlauber von einer ‚Bergbahn mit dem grĂŒnen Punkt’?“

Zangerl: Der Gast, der ĂŒber ein ökologisches Gewissen verfĂŒgt, wird den Umgang mit der Natur zu schĂ€tzen wissen und sehen, dass wir nicht nur Energieverbraucher sind, sondern durch das Wasserkraftwerk auch Lieferant einer sauberen Energie. Dazu kann er sich darauf verlassen, dass wir eine Vollbeschneiung und vor allem auch eine beschneite Talabfahrt bis auf 1 000 m Seehöhe herab anbieten können, und das von Dezember bis Ostern.“

MM: „Wie beurteilen Sie den Stellenwert des Bereichs „Umwelt/Energiemanagement“ bei Bergbahnen generell? Wird er schon genĂŒgend berĂŒcksichtigt?“

Zangerl: „Ohne mich jetzt in die BetriebsfĂŒhrung anderer Unternehmen einmischen zu wollen, bin ich doch der Meinung, dass bei einigen Bergbahnen Potenziale vorhanden wĂ€ren, die zum jetzigen Zeitpunkt nicht so genutzt werden, wie man sie nutzen könnte. Ich muss dazu sagen, dass wir in unserem Skigebiet in der glĂŒcklichen Lage sind, zwei gut schĂŒttende BĂ€che zu haben. Damit verfĂŒgen wir ĂŒber Voraussetzungen, die eher selten sind. Aber ich denke, dass man auch in anderen Betrieben durchaus Potenzial vorfinden wĂŒrde, ĂŒber das es sich lohnt nachzudenken, wie man es nutzbar machen kann.“

MM: „Wo sehen Sie fĂŒr Ihr Unternehmen die grĂ¶ĂŸten Herausforderungen fĂŒr die nĂ€chsten Jahre?“

Zangerl: „Die grĂ¶ĂŸte Herausforderung wird sein, dass wir unser Gebiet etwas erweitern und versuchen, weitere Anlagen zu bauen und PistenflĂ€chen zu erschließen. Wir haben sehr schöne Abfahrten, aber nur 33 Pistenkilometer. Der Gast fordert im Allgemeinen doch etwas mehr an Pisten und deswegen werden wir versuchen, diesem Wunsch, so gut wir können, Folge zu leisten. dwl
Fußmassageweg Medrigalm.
Fußmassageweg Medrigalm.
ENERGIEGEWINNUNG UND BESCHNEIUNG
2006 wurden erste PlĂ€ne fĂŒr das moderne Energiegewinnungs- und Beschneiungssystem der Bergbahnen See im Paznauntal erstellt. Diese wurden in den folgenden 3 Jahren ĂŒberarbeitet und optimiert, sodass man 2009/10 an die Realisierung gehen konnte. Gebaut wurden 2009 insgesamt 3 MaschinenhĂ€user, also 1 Pumpstation und 2 Wasserkraftanlagen.
Mit dem durchdachten und exakt auf die BedĂŒrfnisse abgestimmten System ist es in der Gesamtjahresbilanz möglich, viermal so viel Energie zu produzieren, wie man im Skigebiet benötigt.
Als Energielieferant stehen der Istalanzbach und der Schallerbach zur VerfĂŒgung. Die Triebwasserleitungen aus den Wasserfassungen Istalanzbach und Schallerbach werden in der Pumpstation, die sich in der NĂ€he der Bergstation der Medrigbahn befindet, vereinigt und dann mit einer Ableitung in das Kraftwerk Oberstufe geleitet. In diesem Bereich steht zur Stromgewinnung eine Pelton-Turbine zur VerfĂŒgung.
Das Brauchwasser aus dem Kraftwerk Oberstufe und das Wasser der Wasserfassung Tirolerwehr/IstalanzbrĂŒcke wird in das Kraftwerk Unterstufe geleitet, wo wiederum eine Pelton-Turbine zur Stromproduktion eingesetzt wird. Die Energiegewinnung steht im FrĂŒhjahr, Sommer und Herbst im Blickpunkt. Im Winter wird das gesamte Wasser ĂŒber entsprechende Pumpen und Feldleitungen fĂŒr die Beschneiung zur VerfĂŒgung gestellt. Die Anlage lĂ€uft vollautomatisch, wobei in den einzelnen KreislĂ€ufen auch manuell und per Smartphone eingegriffen werden kann.