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Marketing & Management - Studien

Studie bestätigt: Seilbahnen sind Motor des Wintertourismus

Ausgabe 1/2006

Eine aktuelle Studie des Fachverbandes bestätigt der Seilbahnwirtschaft einen Wertschöpfungsmultiplikator von 6! Damit ist der Slogan vom "Zugpferd im Wintertourismus" schwarz auf weiß bestätigt. Außerdem: Wintersport liegt voll im Trend
Nun ist es offiziell: Die Seilbahnen sind Zugpferd und Motor im Wintertourismus. Fotos: Hochegger
Nun ist es offiziell: Die Seilbahnen sind Zugpferd und Motor im Wintertourismus. Fotos: Hochegger

Den Einfluss der Seilbahnwirtschaft auf das Ausgabeverhalten der Wintersportler, das Volkseinkommen und die Steuerleistung untersuchte eine vom Marktforschungsunternehmen dwif, M√ľnchen in Kooperation mit Manova durchgef√ľhrte Wertsch√∂pfungsstudie. Dabei erwiesen sich die Seilbahnen als starker regionaler Umsatzbringer und Wertsch√∂pfungsfaktor - nicht nur f√ľr angrenzende touristische Wirtschaftszweige sondern auch bei weiteren Profiteuren wie z. B. dem Baugewerbe und dem Dienstleistungsbereich. Insgesamt wird durch die Ausgaben der Bergbahnnutzer ein Gesamteinkommenseffekt von 2,58 Mrd. EUR erzielt. In Relation zu den Einkommen des Bergbahnbereiches (Prim√§rsektors) ergibt dies einen Multiplikatoreffekt von 6, d. h. 1 000,- EUR an L√∂hnen, Geh√§ltern und Gewinn bei den Bergbahnen f√ľhren durch deren Nutzung insgesamt zu Einkommen in H√∂he von 6 000,- EUR in der Region. An Umsatzsteuerleistungen f√ľr den Staat wird ein Betrag von 502,2 Mio. EUR abgef√ľhrt. Der Beitrag der Bergbahnnutzer im Winter zum j√§hrlichen Volkseinkommen in √Ėsterreich betr√§gt 1,6 %. Insgesamt l√§sst sich ein Einkommen von 320,- EUR pro Einwohner und Jahr durch die Bergbahnnutzer im Winter errechnen.


Skierdays und Umsätze nach Gästegruppen
Insgesamt wurden im Untersuchungszeitraum 2004/05 47,91 Mio. Skierdays bei den Seilbahnen verzeichnet. Die durchschnittlichen Tagesausgaben aller G√§ste (ohne Reisekosten) liegen hier bei rund 99,- EUR. Die durch die Seilbahnwirtschaft vor Ort generierten Bruttoums√§tze (Ausgaben inkl. Umsatzsteuer) betragen 4,735 Milliarden EUR. Dazu Dr. Erik Wolf, Gesch√§ftsf√ľhrer der Seilbahnen √Ėsterreichs: "Die Seilbahnwirtschaft ist ein starker Umsatzbringer f√ľr eine Region. Zur Sicherung der touristischen Zukunft ben√∂tigen wir gemeinsame L√∂sungen aller Tourismuspartner, um die G√§ste von morgen langfristig zufrieden stellen zu k√∂nnen." Den touristischen L√∂wenanteil nehmen die √úbernachtungsg√§ste ein. Ihr Anteil liegt bei 66,8 %, gefolgt von Tagesg√§sten mit 21,4 % und Saisonkartenbesitzern mit 11,8 % Marktanteil. Die Tagesausgaben der G√§ste betragen bei den √úbernachtungsg√§sten 116,70 EUR, gefolgt von den Tagesg√§sten mit 57,90 EUR und den Saisonkartenbesitzern, die im Schnitt 72,20 EUR pro Tag f√ľr Skikarten, sonstige Dienstleistungen, Verpflegung und Lebensmittel ausgeben. Je nach Bundesland gibt es hier regionale Schwankungen. In allen drei G√§stesegmenten wird in Tirol und Vorarlberg am meisten Geld von den Skifahrern ausgegeben. In den Bundesl√§ndern K√§rnten, Steiermark, Nieder- und Ober√∂sterreich sind die Skitouristen am sparsamsten und das Salzburger Land liegt bei der Ausgabenh√∂he im Mittelfeld.

Dr. Erik Wolf, Gesch√§ftsf√ľhrer des √∂sterreichischen Fachverbandes der Seilbahnen.
Dr. Erik Wolf, Gesch√§ftsf√ľhrer des √∂sterreichischen Fachverbandes der Seilbahnen.
Wirtschaftliche Effekte durch Bergbahnnutzer
Von den genannten Ausgaben entfallen 52,5 % (2,49 Mrd. EUR) auf Unterkunft und Verpflegung. 25,9 % (1,23 Mrd. EUR) gibt der Gast f√ľr sonstige Dienstleistungen und Eink√§ufe sonstiger Waren inkl. Lebensmitteleink√§ufe aus und 21,6 % (1,02 Mrd. EUR) nimmt die Skikarte in Anspruch. Das Verh√§ltnis der Gesamtausgaben zur Liftkarte betr√§gt rund 4:1. Anhand von Wertsch√∂pfungseffekten l√§sst sich das "Zugpferd Seilbahnen" darstellen. Der Begriff Wertsch√∂pfung ist im Prinzip gleichzusetzen mit dem Einkommen der Dienstnehmer (L√∂hne und Geh√§lter) als auch der Gewinne der Unternehmen. Die Wertsch√∂pfungsquote betr√§gt 39% (das ist jener Teil des Nettoumsatzes von 1,095 Mrd. EUR der Bergbahnen, der f√ľr L√∂hne, Geh√§lter und Gewinne erwirtschaftet wird; in Summe 427,5 Mio. EUR). Der Restbetrag in der H√∂he von ca. 668,1 Mio. EUR wird f√ľr Vorleistungen wie z. B. f√ľr Substanzerhaltung, Zusatzlieferungen und Dienstleistungen im Bergbahnbereich (Prim√§rsektor) aufgewendet. Weitere Profiteure und Nutznie√üer sind durch Zusatzausgaben der Bergbahnnutzer die Unternehmen aus den Bereichen Hotellerie und Gastgewerbe, der Handel und der Dienstleistungsbereich. Dies wird als Sekund√§rsektor bezeichnet. Auch hier entsteht Wertsch√∂pfung durch Einkommenseffekte f√ľr Dienstnehmer und Unternehmen. Durch die Ausgaben derBergbahnnutzer wird insgesamt ein Einkommenseffektvon 2,58 Mrd. EUR erzielt. In Relation zu den Einkommen im Bergbahnbereich (Prim√§rsektor) ergibt dies einen Multiplikatoreffekt von 6, wie eingangs erw√§hnt.
Quellennachweis: Die Zahlen der Studie stammen aus dwif
Quellennachweis: Die Zahlen der Studie stammen aus dwif "Tagesreisen der Deutschen" und verschiedenen Wertsch√∂pfungsanalysen sowie Wirtschaftlichkeitsberechnungen, WEBMARK und SAMON Seilbahnen, dem Informationssystem und dem Zufriedenheitsmonitor des Fachverbandes der Seilbahnen √Ėsterreichs - Marketing Forum und MANOVA, dem Bundesministerium f√ľr Finanzen, der Statistik Austria und dem Tourismus Monitor T-MONA