Mountain Manager
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Marketing & Management - Studien

Mountain Power ‚Äď Studie Skigebiete-Energiemanagement

Ausgabe 3/2009

‚ÄěDie Bergbahnen sitzen in der Energiefalle, denn Beschneiungsanlagen, leistungsf√§higere Aufstiegshilfen, Sitzheizungen, intensive Pistenpflege etc. verschlingen stetig mehr an immer teurer werdender Energie‚Äú, sagte Thomas K√ľng am TourismusForum Alpenregionen in seinem Vortrag √ľber ‚ÄěNeues Energiemanagement am Berg‚Äú. K√ľng ‚Äď ein Mitarbeiter der Grischconsulta ‚Äď skizzierte damit eine laufende Studie in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Seilbahnverband, die bis Anfang 2010 fertiggestellt sein soll.
Thomas K√ľng, „Projektkoordinator Bergbahnen“ bei Grischconsulta, pr√§sentierte die Studienskizze. Foto:mak
Thomas K√ľng, ‚ÄěProjektkoordinator Bergbahnen‚Äú bei Grischconsulta, pr√§sentierte die Studienskizze. Foto:mak
‚ÄěDie Energiekosten in Skigebieten steigen kontinuierlich und werden heute, nach den Personalkosten, mit 10‚Äď15 % (davon wiederum 50‚Äď70 % f√ľr Strom) als zweitgr√∂√üter Kostenblock in Skigebieten vermutet. Bergbahnen brauchen vor allem Spitzenenergie, was die Sache noch teurer macht. Der Ausbau der technischen Beschneiung ist dabei der gr√∂√üte Energietreiber! Folglich entsteht ein starker Preis und Kostendruck bei den Bergbahnen. Bisher wurde diesem Bereich noch wenig Beachtung geschenkt; die Schneesicherheit, die Pistenqualit√§t und der Komfort f√ľr die G√§ste waren und sind weiterhin Treiber f√ľr die Investitionen. Der Wettbewerbsdruck und auch Imagefragen verlangen aber immer st√§rker nach einem aktiven
Energiemanagement.
Seilbahnen Schweiz (SBS) und grischconsulta erarbeiten nun gemeinsam einen umfassenden Report √ľber das Energiemanagement von Bergbahnen. Das Projekt wird voraussichtlich von Innotour unterst√ľtzt.

Leitfaden f√ľr die Praxis inklusive

Der Schlussbericht der Energiemanagement-Studie mit einem Leitfaden f√ľr die Praxis soll M√∂glichkeiten zu substanziellen Verbesserungen der Energieeffizienz von Bergbahnen aufzeigen. Hierf√ľr gibt es drei Handlungsfelder:
. Energieverbrauch senken
. selbst Energie produzieren (z. B. via Speicherteiche)
. G√ľnstigere Energie einsetzen
Aber auch neue technische M√∂glichkeiten und alternative Energiequellen f√ľr die Bergbahnbranche, die zu einer deutlichen Verringerung der Energiekosten von Skigebieten beitragen k√∂nnen, werden praxisorientiert vorgestellt. In der Studie wird auch die CO2 Bilanz der Kunden der Bergbahnen f√ľr Anund Abreise aufgrund der √ľblichen Verkehrsmittelwahl grob ermittelt.

Energie-Image der Bergbahnbranche erhöhen

√úbergeordnetes Ziel der Arbeiten und des daraus entstehenden Leitfadens ist es, die Sensibilit√§t zum Thema Energie und Energie-Image in der Bergbahnbranche zu erh√∂hen und praktische Handlungsanleitungen f√ľr die unternehmerische Praxis zu geben. Nicht zuletzt erfolgen diese √úberlegungen vor dem Hintergrund einer auch im Tourismus sp√ľrbaren Konjunkturabk√ľhlung und als Antwort auf entsprechende F√∂rderprogramme von Bund und Kantonen, damit die Bergbahnbranche f√ľr die kommenden Herausforderungen ger√ľstet ist.

Ideen: Nutzung der Strommarktliberalisierung

. Gemeinsame Einkaufsgesellschaften von mehreren Bergbahnen
. Aktive Verbrauchssteuerung f√ľrs gesamte Skigebiet
, Transportanlagen tarifoptimiert anfahren
, Einsatzoptimierung Schneisysteme (System, Standorte, Temperatur, GPS-Schneehöhenmessung etc)
, Speicherseen bei Niedertarif f√ľllen (t√§glich/saisonal)
, bei Hochtarif Strom produzieren
, Sparsamere Pistenfahrzeuge
, Sparsamere Beschneiungsanlagen
, Gebäudetechnik