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Marketing & Management - Studien

Machbarkeitsstudie f√ľr Skihallen in der Schweiz

Ausgabe 4/2008

Erfolgreiche Beispiele von Schneesporthallen in Europa und √úbersee haben auch in der Schweiz eine Diskussion √ľber diese Thematik angeregt und entsprechende Ideen auf den Weg gebracht. Die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie zeigen schwierige Rahmenbedingungen auf.
Ideen zur Schneesporthalle mit Standort in der Ebene oder mit Hanglage. Grafiken: Schweizer Tourismus Verband
Ideen zur Schneesporthalle mit Standort in der Ebene oder mit Hanglage. Grafiken: Schweizer Tourismus Verband
Ausgangspunkt f√ľr die Studie war eine vision√§re Idee von Vertretern der IG Schnee, die 2004 in Bern von den Institutionen, Verb√§nden und Organisationen Schweiz Tourismus, Swiss Snowsports, Swiss Ski, Schweizer Tourismus-Verband, Seilbahnen Schweiz, Bundesamt f√ľr Sport und dem Tourismusressort des Staatssekretariats f√ľr Wirtschaft gegr√ľndet wurde. Kernpunkt der Idee war der Bau einer Schneesporthalle im Mittelland, also im Raum Basel, Bern oder Z√ľrich. Die angebotenen Leistungen sollten vor allem das ganzj√§hrige, wetterunabh√§ngige Erlebnis und Aus√ľben der Schneesportarten Ski & Snowboard sowie Schlitteln zulassen. Diese Kernleistungen w√ľrden mindestens erg√§nzt durch Skiund Kleiderverleih, Erlebnisgastronomie und Restauration sowie Einkaufsm√∂glichkeiten. Dazu sollte die Schneesporthalle strikt energieneutral betrieben werden k√∂nnen (Nutzung neuester, alternativer Technologie/Einbindung Forschung/ Entwicklung FH/Uni/Industrie) und zwingend mit Topanbindung an den √∂ffentlichen Verkehr versehen werden. Auf diese Weise sollte vor allem die fr√ľhe Schneeber√ľhrung f√ľr Kinder im Vor-/Schulalter sichergestellt, die ‚ÄěLust am echten, alpinen Schneeerlebnis‚Äú geweckt sowie Gesundheits- und Nachwuchsf√∂rderung unterst√ľtzt werden.
Um die Chancen bzw. Probleme einer solchen Idee zu durchleuchten, wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die mit finanzieller Unterst√ľtzung der Bergbahnen Destination Gstaad AG, der Bergbahnen Engadin St. Moritz AG, den Jungfraubahnen Interlaken, der Skiregion Adelboden-Lenk Lenk i.S., der Zermatt Bergbahnen AG, der Bergbahnen Meiringen-Hasliberg AG Meiringen, der Garaventa AG, und der Intersport Schweiz AG realisiert wurde. Ihre Ergebnisse wurden nun der √Ėffentlichkeit zug√§nglich gemacht.
Ideen zur Schneesporthalle mit Standort in der Ebene oder mit Hanglage. Grafiken: Schweizer Tourismus Verband
Ideen zur Schneesporthalle mit Standort in der Ebene oder mit Hanglage. Grafiken: Schweizer Tourismus Verband
Gro√üe H√ľrden
Die Machbarkeitsstudie gibt Auskunft √ľber die √∂kologischen und √∂konomischen Rahmenbedingungen einer Erfolg versprechenden Schneesporthalle, die nicht unproblematisch sind. Ihre Kernaussage, die von einer ‚Äěsehr hohen finanziellen Risikobereitschaft‚Äú ausgeht, wurde so zusammengefasst: ‚ÄěMit einer Investitionssumme von 86 Millionen Franken und j√§hrlichen Betriebskosten von 12 Millionen Franken m√ľssten j√§hrlich √ľber 200 000 Besucher gez√§hlt werden k√∂nnen. Als Standort mit den besten Voraussetzungen bez√ľglich Besucherpotential und Anbindung an den √∂ffentlichen Verkehr wird der Agglomerationsraum der Nordwestschweiz betrachtet. Die Energieeffizienz kann durch innovative Konzepte, wie Doppelnutzung der Prim√§renergie sowie Energier√ľckgewinnung, gew√§hrleistet werden.‚Äú
Die Erfolgsaussichten einer Schneesporthalle wurden von den Mitgliedern der IG Schnee denn auch unterschiedlich beurteilt. Dazu Mario L√ľtolf, Direktor des Schweizer Tourismusverbandes STV und Projektleiter der Machbarkeitsstudie: ‚ÄěUnsere Arbeit ist mit dem Abschlussbericht zur Studie abgeschlossen, die Resultate stehen m√∂glichen Investoren zur Verf√ľgung.‚Äú Weder die IG Schnee noch der STV seien Investitionsberater. Sie h√§tten aber als Interessensvertreter abkl√§ren wollen, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Schneesportanlage √ľberhaupt machbar sei.

Infos:
www.swisstourfed.ch