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MM Magazin - Alpine Wellness

Alpine Wellness International (AWI): Eine Marke etabliert sich

Ausgabe 05/2005

Vor etwas mehr als einem Jahr wurde zur Tourismusfachmesse ITB in Berlin die Alpine Wellness International GmbH vorgestellt. Nach dem ersten Jahr kann nun eine positive Bilanz gezogen werden, die Positionierung als Top-Tourismusmarke ist erfolgreich angelaufen.
Mag. Bernhard Jochum, Gesch√§ftsf√ľhrer der Alpine Wellness International GmbH. Foto: AWI
Mag. Bernhard Jochum, Gesch√§ftsf√ľhrer der Alpine Wellness International GmbH. Foto: AWI

"Alpine Wellness - das ist nicht nur die positive Wirkung der alpinen H√∂henlage und des Klimas, alpine Materialien in der Architektur und der Ausstattung der R√§ume, alpine Kulinarik und das Wiederentdecken alpiner Heilmittel. Alpine Wellness bedeutet auch die R√ľckkehr zu den eigenen Wurzeln und zum Wissen um die regionale Natur, Kultur und Lebensqualit√§t", so das Credo der Alpine Wellness International GmbH. Unter dieser Pr√§misse hat man sich die Entwicklung einer Top-Tourismusmarke zum Ziel gesetzt, die den Alpenraum weltweit als attraktive und qualitativ hochwertige Wellness-Region profiliert. Dabei umfasst die Dachmarke qualifizierte Angebote aus Bayern, √Ėsterreich, der Schweiz und S√ľdtirol. Als Gr√ľndungsmitglieder fanden sich die Bayern Tourismus Marketing GmbH, der Verein Alpine Wellness √Ėsterreich (bestehend aus den Landestourismusorganisationen von Vorarlberg, Tirol, Salzburger Land, K√§rnten, Steiermark und Ober√∂sterreich) sowie SchweizTourismus und die S√ľdtirol Marketing Gesellschaft ein.

 

Bilanz und Ausblick
Mittlerweile sind insgesamt 35 Top-Betriebe im Alpenraum als zertifizierte Alpine Wellness Betriebe gelistet. Bad Reichenhall (Bayern) und Bad Kleinkirchheim (K√§rnten) haben dazu als erste die Richtlinien als Alpine Wellness Orte erf√ľllt.

Dazu Mag. Bernhard Jochum, Gesch√§ftsf√ľhrer AWI: "Unsere Philosophie ist wie bei den Mitgliedsbetrieben strikt auf Qualit√§t nicht auf Quantit√§t ausgerichtet. Im vergangenen Winter haben wir die Qualit√§tskriterien f√ľr Orte in der Praxis eingehend getestet, im Mai wurden die Richtlinien vom AWI-Beirat beschlossen."
G√§ste sollen in AWI Orten und Regionen jene qualitativ hochwertigen Rahmenbedingungen vorfinden, die rechtfertigen, dass sich der betreffende Ort berechtigterweise als Alpine Wellness Ort bezeichnen darf. Neben mindestens einem zertifizierten AWI-Hotel sind eine Reihe weiterer Punkte ma√ügebend: beschlossenes AW-Ortskonzept, qualifizierter Wellnesstrainer, betreutes Bewegungsprogramm mindestens 5 Tage/Woche, verkehrsberuhigter Ortskern, zeitgem√§√üe Saunalandschaft, nat√ľrliche Naturwelten wie Wasserf√§lle, Schluchten und Quellen, AW-Gastronomie und Wohlf√ľhl-Dienstleistungsbetriebe sowie individuelle Spezialisierungen in einemder AWI-Kernthemen "AlpinesVerw√∂hnen", "Alpine Fitness" oder "Alpine Gesundheit".
Weitere Orte und Regionen stehen in den n√§chsten Wochen zur Zertifizierung an. In den Startl√∂chern stehen die Region Achensee in Tirol, das Gasteiner Tal im Salzburger Land, Adelboden in der Schweiz und Naturns in S√ľdtirol.

Die Qualit√§tsphilosophie von Alpine Wellness bem√ľht sich um die W√ľnsche jedes einzelnen Gastes. Foto: SLT
Die Qualit√§tsphilosophie von Alpine Wellness bem√ľht sich um die W√ľnsche jedes einzelnen Gastes. Foto: SLT

Alpine Wellness Akademie (AWA) gestartet
Als erste Veranstaltung der Alpine Wellness Akademie ging im Mai 2005 im Hotel Ebners Waldhof in Fuschl am See das Seminar "Ern√§hrung und Alpine Wellness K√ľche" √ľber die B√ľhne. K√ľchenchefs der f√ľhrenden AW-Hotels konnten sich dabei mit Topreferenten aus der Branche austauschen. So gab etwa Karin Buchhart (Ern√§hrungswissenschafterin aus Unken/Salzburg) ebenso ihr Wissen weiter wie Reinhard Steger (K√ľchenmeister aus S√ľdtirol, diplomierter Di√§tkoch und Autor von "Alpine Wellness K√ľche") und Karl Volgger (K√ľchenmeister aus dem S√ľdtiroler Pustertal, Kr√§uter- und Urgem√ľseanbau- Experte). Die Teilnehmer zeigten sich im Anschluss √ľberzeugt vom Niveau und der Qualit√§t des Seminars. Weitere Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen sollen folgen. Die Teilnahme an diesen Seminaren steht allen AWI-Partnerbetrieben und -orten offen.

 

Alpshealthcomp stellt sich vor

P√ľnktlich zur diesj√§hrigen ITB Mitte M√§rz gab es wieder einen neuen Impuls, der auf die Wettbewerbsf√§higkeit der Alpen zielt. Das l√§nderund branchen√ľbergreifende EUProjekt "Alpshealthcom" besch√§ftigt sich mit dem Alpenraum als alpine Gesundheits- und Wellnessdestination und wird von der Autonomen Provinz Bozen, Ressort Gesundheit und Sozialwesen als Lead-Partner sowie der Bayern Tourismus Marketing GmbH, dem Verein Alpine Wellness √Ėsterreich, Municipality of Arta Terme (Udine), der Fachhochschule M√ľnchen (Fachbereich Tourismus), der Freien Universit√§t Bozen (Fakult√§t f√ľr Wirtschaftswissenschaften) und dem ICRET (International Center for Research and Education in Tourism in Innsbruck) getragen. Als grundlegende Zielsetzung sieht man die "St√§rkung und Weiterentwicklung der Wettbewerbsf√§higkeit des Alpenraums als nachhaltige Gesundheits- und Wellnessdestination. Schwerpunkte des 3-Jahresprogramms sind u. a. die alpinspezifische medizinische Wirkungsforschung, Qualit√§tsmanagement der alpinen Wellness- und Gesundh eitsangebotesowie Initiativen im Bereich der l√§nder√ľbergreifenden Aus- und Weiterbildung.
Das gesamte Projektvolumen bel√§uft sich auf 973 000 Euro, wobei die EU-F√∂rderung aus Mitteln des Europ√§ischen Fonds f√ľr Regionalentwicklung 50 % betr√§gt. Erste Ergebnisse werden bereits im kommenden Jahr erwartet.
dwl