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MM Magazin - Schneesportschulen

Die 5 Sicherheitssterne Skischule

Ausgabe 8/2005

Diplom-Sportlehrer Dieter Pflug stellt seine Wintersportschule diese Saison unter den Schwerpunkt "Mit Sicherheit mehr Spa√ü f√ľr die ganze Familie". Damit geht er konform mit den Seilbahnverb√§nden und der Skiindustrie, die schon seit l√§ngerem dem Negativ-Image des Wintersports als "zu gef√§hrlich" entgegen wirken wollen.
Dieter Pflug, Dipl. Sportlehrer, 2-facher √Ėsterreichischer Skilehrer Technik-Meister, √ĖSV-Kaderl√§ufer.
Dieter Pflug, Dipl. Sportlehrer, 2-facher √Ėsterreichischer Skilehrer Technik-Meister, √ĖSV-Kaderl√§ufer.

"Ob Anf√§nger oder K√∂nner: Skifahren und Snowboarden sind die beliebtesten Wintersportarten der √Ėsterreicher. Nur wird die Freude daran allzu oft durch eine mangelnde Wintervorbereitung und eine nicht geeignete Ausr√ľstung getr√ľbt. Deshalb vermittle ich einige praktische Tipps zur Vermeidung von Problemen beim Aus√ľben des Wintersports

  • Tipps zur k√∂rperlichen Fitness;
  • Tipps zur geeigneten Skiausr√ľstung;
  • Tipps zur Skitechnik.

Zusätzlich finden Winter-Sicherheitsworkshops in den Mittagspausen der Ferienkurse der Wintersportschule statt: Kindgerechte Besprechung der 10 Pistenregeln anhand von attraktiv illustrierten Heftchen. Weiters gibt es Pisten. Sicherheitsworkshops, d. h. die Kinder beobachten sehr aufmerksam den Verkehr auf der Piste und besprechen dann das Verhalten der Pistenteilnehmer. Dadurch kennt man die Schwungradien der Skifahrer bzw. Snowboarder und kann sich auf der Piste besser darauf einstellen.

Pflug gibt u. a. auch Tipps f√ľr Indoor Herz-Kreislauf-Training. Foto: Pflug
Pflug gibt u. a. auch Tipps f√ľr Indoor Herz-Kreislauf-Training. Foto: Pflug

Körperliche Fitness
Ob Joggen, Nordic Walking, Mountain Biken oder Wandern, diese Bewegungsformen sind ideal und effizient, denn man kann sie mit der ganzen Familie gut aus√ľben. Ideal und sehr spezifisch, d. h. der Skilaufbewegung am √§hnlichsten sind Eislaufen und Inline Skating. Speziell f√ľr Kinder ist diese Wintervorbereitung mit viel Spa√ü verbunden und ganz nebenbei schult man ideal das Gleichgewicht, die Kr√§ftigung und Koordination der Beinmuskulatur. √úben sie den Skating Schritt und das "Fischerl Fahren", denn diese Bewegungen brauchen die Kinder dann am Schnee. Die Skating-Bewegung ist die Kurven-Bewegung. Man muss nur die richtige Skil√§nge beachten und schon f√§hrt man im Skating-Schritt die Kurven. (Mehr dar√ľber im anzufordernden Skriptum Snow Skating bei www.skisport7.at).

Im Bild 2 von 9 √úbungen. Foto: Pflug
Text zu Bild

Sicheres & richtiges Skimaterial
Zu diesem Thema liegen 7 detaillierte Sicherheitstipps auf, die jeweils auf die optimale Beschaffenheit des Materials eingehen:

  • Skisocken;
  • Skiunterw√§sche;
  • Skischuh;
  • Richtige Skistockl√§nge;
  • Brillen;
  • Helm;
  • Ski & Bindung.

Die Skitechnik
"Carven ja - aber nicht immer und zu jeden Preis, denn nicht nur der Tempowahn auf √Ėsterreichs Autobahnen, sondern auch auf √Ėsterreichs Skiautobahnen, ist gef√§hrlich und f√ľhrt oft zu schweren Unf√§llen. Die Beteiligten haben dann oft mit jahrelangen Folgesch√§den und Kosten zu k√§mpfen. Muss ein Skiurlaub wirklich so enden? Zwei wichtige Aspekte haben meine Schlussfolgerungen und Ansichten gepr√§gt:

  • In den letzten Jahren hat sich durch die Carving-Ski-Entwicklung leider der mittlere und lange Schwungradius im oberen Tempobereich durchgesetzt. Dadurch sind viele Kollisionsunf√§lle und schwere Verletzungen an der Tagesordnung. Unter diesen Voraussetzungen leidet auch die Technik. Kraftverlust f√ľhrt zu ungenauer Technik und ein unsicheres und unkontrolliertes Carven sind die Folge. Durch den verbesserten Skibau (Taillierung, Radius etc.) k√∂nnen die Skil√§ufer ihre Skier einfacher und besser auf den Kanten f√ľhren, aber in einer Stress-Situation k√∂nnen die Wenigsten den Ski wieder flach stellen und somit rutschend und bremsend in den Kurvenradius eingreifen. Bestimmte Schulungskonzepte in den Skischulen werden schon angeboten, um hier Unfall vermeidend und sicher einzuwirken! Der mittlere und/oder lange Schwungradius verleitet zu einem h√∂heren Tempo und braucht mehr Platz auf den Pisten. Das ist vielleicht in der Fr√ľh noch m√∂glich, wenn die Kraft der Beine und der Platz auf der Piste noch ausreicht, aber dann gegen Mittag und Nachmittag will man zwar noch mit dem selben Ehrgeiz die Kurven schneiden, aber die Kraft reicht leider nicht mehr aus. Unkontrolliertes Fahren ist an der Tagesordnung.
  • Dazu kommt noch, dass laut Statistik jeder dritte verkaufte Ski ein Rennmodell ist. Gut f√ľr das Ego, aber oft nicht der geeignete Ski f√ľr den Pistengenuss. Hier geh√∂rt noch viel besser beraten und die Zielgruppen der Skifahrer noch viel spezifischer den verschiedensten Skimodellen zugeordnet. Mein Skiempfehlungs-Tipp: Cross Ski oder All Mountain-Modelle w√§hlen!
F√ľr Kinder gibt es in der Sicherheitsskischule nat√ľrlich gratis Helme und Pisten-Sicherheitsworkshops.
F√ľr Kinder gibt es in der Sicherheitsskischule nat√ľrlich gratis Helme und Pisten-Sicherheitsworkshops.

Die Ski Light-Kurve
Ein Drift Carving Schwung ist der neue Komfortschwung f√ľr Genussfahrer und Gesundheitsfahrer. Der Name steht f√ľr einen etwas l√§ngeren Kurzschwung (ca. 2-3 m Kurvendurchmesser, ein langer Schwung h√§tte ca. 4 m) mit permanentem Ski-Schnee-Kontakt. (Kurvenverlauf: einw√§rts driften und ausw√§rts carven). Die Vorteile des Drift Carvig- Schwunges sind vielf√§ltig:

  • weniger Platz notwendig;
  • langsamer bis mittlerer Tempobereich;
  • kontrollierteres Fahren;
  • genussvolleres Fahren;
  • bei jedem Schwung verbessert man seine Technik: "Selbstkontrolle";
  • ges√ľnderes Fahren: es wirken nicht so hohe Fliehkr√§fte auf den Band- und St√ľtzapparat;
  • f√ľr jeden leicht nachvollziehbar, da diese Kurvenausl√∂sung auf dem Prinzip der menschlichen Fortbewegung (dem Gehen - Laufen aufbaut: Vom Kurvenlaufen zum Skilaufen und Skifahren!
  • Fazit: technisch richtiger, nat√ľrlicher und somit sicher. dp/mak

Sicherheitsfibel: Kurz statt Sturz

  • Skil√§nge k√ľrzer,
  • Schwungradius k√ľrzer,
  • Tagesbelastung k√ľrzer,
  • Qualit√§t vor Quantit√§t,
  • ein richtig abgestimmter Skischuh f√ľr die ideale Beweglichkeit im Sprunggelenk,
  • die Gehtechnik ist die Basisbewegung f√ľr die Kurventechnik,
  • mit Sicherheit der Pistenspa√ü mit dem 3 G Konzept: "Gem√ľtliches und Genussvolles und Gesundes Carven."