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MM Magazin - Schneesportschulen

In 10 Jahren √ľber 1 Million Anf√§nger ausgebildet

Ausgabe 08/2010

Umfragen bestätigen: Salzburgs Skischulen wichtiger Wirtschaftsfaktor
SBSSV-Obmann Gerhard Sint lie√ü heuer zwei Umfragen unter den Tourismuspartnern sowie den Skischulleitern durchf√ľhren. Fotos: SBSSV
SBSSV-Obmann Gerhard Sint lie√ü heuer zwei Umfragen unter den Tourismuspartnern sowie den Skischulleitern durchf√ľhren. Fotos: SBSSV
Der Salzburger Berufsskilehrer- und Snowboardlehrerverband (SBSSV) hat zur Intensivierung der Zusammenarbeit mit den √∂rtlichen Tourismuspartnern zwei Umfragen durchgef√ľhrt. Damit soll die wichtige Rolle der 116 Skischulen mit 6 000 Mitarbeitern als Teil der wintertouristischen Dienstleistungskette und ihre individuelle Bedeutung f√ľr die einzelnen touristischen Partner von der Bergbahn bis zum Beherberger bewusst gemacht werden. Au√üerdem wurden erstmals im gro√üen Ma√üstab statistische Daten erhoben, die den Stellenwert der Skischulen als Wirtschaftsfaktor eindrucksvoll untermauern.
Rund 100000 Anf√§nger, davon 70000 Kinder, erlernen jeden Winter in den Salzburger Skischulen das Ski- und Snowboardfahren - viele dieser Anf√§nger werden sp√§ter zu Stammg√§sten. Die Schulen betreiben 365 eigene, f√ľr die G√§ste kostenlose Aufstiegshilfen wie Zauberteppiche oder Seillifte. Sie ben√∂tigen f√ľr die Unterbringung ihrer Mitarbeiter pro Saison 1800 Betten, was bei einer durchschnittlichen Belegungsdauer von 60 Tagen mehr als 100000 N√§chtigungen ausmacht; das entspricht in etwa der N√§chtigungszahl des Tourismusorts Dienten w√§hrend einer gesamten Wintersaison. Jedes Jahr nehmen mehr als 2000 Ski- und Snowboardlehrer an den Aus- und Weiterbildungen des SBSSV teil, in allen Salzburger Skischulen finden w√∂chentliche Technik- und Unterrichtstrainings auf Schnee statt. "Fakten wie diese sind vielen unserer touristischen Partner oft nicht wirklich bewusst. Sie belegen aber eindrucksvoll die Bedeutung der heimischen Skischulen als Teil des wintertouristischen Gef√ľges", sagt Wolfgang Viehhauser, Gesch√§ftsf√ľhrer des SBSSV.
Erhoben hat der SBSSV diese Zahlen in den Sommermonaten 2010 anhand einer Online-Befragung der Salzburger Skischulleiter. Neben der in diesem Umfang erstmaligen Ermittlung statistischer Daten zu Bereichen wie Hardware, Investitionen, Mitarbeitern oder Nachfrageentwicklung war das zweite Hauptthema der Befragung die Zusammenarbeit der Skischulen mit ihren touristischen Partnern.
"Wir wissen aus Erfahrung, dass das Zusammenspiel der wintertouristischen Partner in den meisten Orten sehr gut funktioniert. In manchen Orten gibt es allerdings einen gewissen Aufholbedarf. Dem wollten wir auf den Zahn f√ľhlen, um Verbesserungsm√∂glichkeiten zu erarbeiten", so Viehhauser.
Rund 100 000 Anf√§nger, davon 70 000 Kinder, erlernen Winter f√ľr Winter in den Salzburger Skischulen das Ski- und Snowboardfahren – viele dieser Anf√§nger werden sp√§ter zu Stammg√§sten.
Rund 100 000 Anf√§nger, davon 70 000 Kinder, erlernen Winter f√ľr Winter in den Salzburger Skischulen das Ski- und Snowboardfahren ‚Äď viele dieser Anf√§nger werden sp√§ter zu Stammg√§sten.
Stimmungsbild erhoben
Um zu erfahren, was die Tourismuspartner ihrerseits √ľber die Zusammenarbeit mit den Skischulen sagen, wurden parallel zur Skischulleiter-Umfrage insgesamt 32 Bergbahnen, Tourismusverb√§nde, Sportshops und Beherbergungsbetriebe befragt. Neun offene Fragen boten M√∂glichkeit f√ľr umfangreiche Antworten. "Bei der Befragung der touristischen Partner war uns wichtig, ein realistisches Stimmungsbild und Meinungen aus erster Hand zu erhalten. Die Aussagen sind wichtige Indikatoren daf√ľr, wie die Skischulen und ihre Mitarbeiter wahrgenommen werden", betont Viehhauser.
Die beiden Umfragen haben "sehr interessante Ergebnisse" bez√ľglich Zusammenarbeit gebracht, erl√§utert SBSSV-Obmann Gerhard Sint: "Zum √ľberwiegenden Teil waren die R√ľckmeldungen auf beiden Seiten positiv und erfreulich. Sie best√§tigen, dass die Zusammenarbeit in vielen Regionen vorbildhaft funktioniert. Es wurde auch der eine oder andere Kritikpunkt ge√§u√üert, den wir gerne aufnehmen." Die wichtigsten Erkenntnisse: Zwischen den Skischulen und ihren √∂rtlichen Tourismuspartnern besteht regelm√§√üiger Kontakt, den der √ľberwiegende Teil der Befragten als positiv bezeichnet. Wo Probleme auftreten, sind diese meist auf mangelnde Kommunikation zur√ľckzuf√ľhren. Und 30 der 32 befragten Tourismuspartner gaben an, dass sich ihre G√§ste bei ihnen nach Skiunterricht bzw. nach der Skischule erkundigen.

Skischulen sind wichtige Botschafter
Den touristischen Partnern soll nun auch wieder verst√§rkt ins Bewusstsein gerufen werden, dass sie in vielerlei Hinsicht von den Skischulen profitieren. Die Skischulen und ihre Mitarbeiter seien wichtige Botschafter f√ľr die touristischen Partner, betont Sint: "Wir verbringen jeden Tag mehrere Stunden in engem Kontakt mit unseren G√§sten und k√∂nnen dabei als positive Multiplikatoren sehr viel im Sinn unserer Partner bewirken. Wir k√∂nnen beispielsweise unsere G√§ste gezielt dar√ľber informieren, wie die Beschneiung funktioniert und welcher Aufwand damit verbunden ist." Ein anderes Beispiel: Die Skilehrer haben die besten M√∂glichkeiten, das touristische Angebot im Ort und der Region "an den Mann bzw. die Frau zu bringen" und ihnen entsprechende Tipps zu geben.
SBSSV-Gesch√§ftsf√ľhrer Viehhauser res√ľmiert: "Eine gute Zusammenarbeit der Skischule mit den touristischen Partnern ist letztlich f√ľr alle Beteiligten von Vorteil und dient der Sicherung der Wettbewerbsf√§higkeit des gesamten Ortes."
Viehhauser warnt vor den negativen Folgen, die eine r√ľckl√§ufige Auslastung der √∂rtlichen Skischule mit sich br√§chte. "Eine geringere Auslastung der Skischulen bedeutet eine geringere Wertsch√∂pfung im Ort, weniger Arbeitspl√§tze, geringere Steuereinnahmen f√ľr die Gemeindekasse und eine Verschlechterung des touristischen Gesamtangebots. Das kann sich heute keine Region mehr erlauben."
Um den immer h√∂her werdenden Anspr√ľchen der G√§ste gerecht werden zu k√∂nnen, geh√∂ren flexible Kurszeiten, interessensbezogene Kursangebote f√ľr alle Alters- und K√∂nnensgruppen, Spezialangebote in den unterschiedlichen Trendsportarten wie Freestyle und Freeride oder gef√ľhrte Bergtouren mittlerweile zum Standard der Salzburger Ski- und Snowboardschulen.
Der SBSSV bietet mit einem 70-köpfigen-Ausbildungsteam jedes Jahr insgesamt 60 Aus- und Weiterbildungskurse, an denen ca. 2 000 Ski- und Snowboard - lehrer Innen teilnehmen.
Der SBSSV bietet mit einem 70-köpfigen-Ausbildungsteam jedes Jahr insgesamt 60 Aus- und Weiterbildungskurse, an denen ca. 2 000 Ski- und Snowboard - lehrer Innen teilnehmen.
Die wichtigsten Umfrageergebnisse
- Von insgesamt 24 Mio. Euro wurden seit Bestehen der Skischulen mehr als 16 Mio. Euro in die Kinderbereiche investiert.
- Die 116 Skischulen betreiben 190 Zauberteppiche, 75 Seillifte und √ľber 30 Tellerlifte sowie 70 Karusselle. Dadurch lernen Touristen das Skifahren schneller und kaufen so fr√ľher die Liftkarten der Bergbahnen.
- 9 von 10 Schischulen haben mindestens ein eigenes Kinderland. Jede zweite Skischule verf√ľgt √ľber einen eigenen Kinder-Indoorbereich.
- Jedes Jahr nehmen mehr als 2 000 Ski- und SnowboardlehrerInnen an den Aus, Weiter- und Fortbildungsangeboten teil.
- Der SBSSV bietet mit einem Ausbildungsteam von 70 Experten jedes Jahr insgesamt 60 Kurse f√ľr seine Mitglieder.
- Gleichberechtigung: In den Salzburger Ski- und Snowboardschulen verdienen Frauen und Männer bei gleicher Qualifikation gleich viel.
- Neueinsteiger werden zu Stammgästen: In den Wintermonaten erlernen ca. 100 000 Gäste - davon 70 000 Kinder - erstmals den Umgang mit dem Schneesportgerät Ihrer Wahl. Das sind etwa 1 Million Neueinsteiger allein in den vergangenen 10 Wintersaisonen! Viele dieser Neueinsteiger sind mittlerweile zu Stammgästen geworden.
- Die Ski- und Snowboardschulen k√∂nnen besonders auf die individuellen W√ľnsche und Bed√ľrfnisse der Winterg√§ste eingehen, diese begeistern und zum Wiederkommen motivieren.
- Jedes Jahr investieren die Salzburger Skischulen in Werbemaßnahmen und steigern damit auch den Bekanntheitsgrad der Region bzw. der touristischen Infrastruktur.
- 3 von 4 Salzburger Skischulen nehmen aktiv an Veranstaltungen im Ort teil - etwa an Skishows, Synchron-Demofahrten oder Silvester-Fackelläufen. mak

SBSSV-Obmann Gerhard Sint lie√ü heuer zwei Umfragen unter den Tourismuspartnern sowie den Skischulleitern durchf√ľhren. Fotos: SBSSV
Rund 100 000 Anf√§nger, davon 70 000 Kinder, erlernen Winter f√ľr Winter in den Salzburger Skischulen das Ski- und Snowboardfahren - viele dieser Anf√§nger werden sp√§ter zu Stammg√§sten.
Der SBSSV bietet mit einem 70-köpfigen-Ausbildungsteam jedes Jahr insgesamt 60 Aus- und Weiterbildungskurse, an denen ca. 2 000 Ski- und SnowboardlehrerInnen teilnehmen.