Mountain Manager
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MM Magazin - Trends

Sport und Entertainment vom Profi

Ausgabe 3/2009

Die Entwicklung der Snow- und Funparks hat in den letzten Jahren viel Neues gebracht. Was heute wichtig ist und wohin der Trend geht, zeigt die Schneestern Parks & More OHG mit ihren Geschäftsführern Maximilian Kaiser und Dirk Scheumann. Der Mountain Manager hat sich bei den Profis informiert.
Maximilian Kaiser, GF Schneestern Parks & More OHG. Fotos: Schneestern OHG
Maximilian Kaiser, GF Schneestern Parks & More OHG. Fotos: Schneestern OHG
MM: „Wie lange gibt es Ihr Unternehmen, was hat Sie zur Unternehmensgründung veranlasst?“

Maximilian Kaiser: Die Firma Schneestern wird dieses Jahr 10 Jahre alt. Begonnen haben wir mit einem Einzelunternehmen, 2007 wurde die OHG gegründet. Seit diesem Zeitpunkt sind wir auch am europäischen Markt aktiv. Beschäftigt haben wir 10 feste und rund 20 freie Mitarbeiter.
Entstanden ist das Unternehmen aus unserem Engagement für den Sport. Dirk Scheumann und ich sind Snowboarder und Freeskier und haben als aktive Sportler nach besseren Trainingsmöglichkeiten gesucht. Dabei haben wir festgestellt, dass es wenig professionelle Parks gibt. Vor diesem Hintergrund sind wir dann selbst aktiv geworden und haben begonnen, für den Eigenbedarf Elemente zu entwickeln. Auf sie ist man dann aufmerksam geworden, erste Aufträge waren die Folge.“

MM: „Wie hat sich die Marktsituation damals dargestellt, was war Ihr Ansatzpunkt?“

Kaiser: „In den Anfängen wurde unser Engagement als „Spinnerei von Snowboardern“ nicht ernst genommen. Viele Bergbahnunternehmen haben gedacht, Snowparks wären ein kurzzeitiger Trend, der nach einem Jahr wieder verschwindet. Aus diesem Grund war man auch nicht bereit, viel Geld auszugeben. Wenn etwas gebaut wurde, musste vorhandenes Material verwendet werden. Es war schon ein großes Entgegenkommen, wenn ein Pistenfahrzeug für Arbeiten zur Verfügung gestellt wurde. Mittlerweile hat sich die Situation grundlegend verändert. Die Bergbahnunternehmen setzen sich mit der Materie auseinander und suchen nach professionellen Lösungen, die man bei uns findet.“
Almdudler Nine Knights 2009.
Almdudler Nine Knights 2009.
„Wir haben ein TÜVSiegel auf allen Produkten“

MM: „Wie haben sich die Anforderungen generell verändert?“

Kaiser: „Die Anforderungen haben sich enorm verändert. Vor 10 Jahren waren Anlagen für einige wenige Profisportler interessant, die sich entsprechend bewegen konnten. Heute gehören Snowparks zum Standardangebot von vielen Skigebieten. Genauso, wie es leichte, mittlere und schwere Pisten für Skifahrer gibt, muss es heute auch leichte, mittlere und schwere Obstacles für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis in unserem Bereich geben. Dabei geht es nicht mehr nur um die sportliche Aktivität an sich, auch die Unterhaltung darf nicht zu kurz kommen. Deshalb genügt es auch nicht, einfach Elemente aufzubauen und aneinander zu reihen, Snowparks brauchen ein Konzept.“

MM: „Welchen Stellenwert hatte Sicherheit damals, welchen heute?“

Kaiser: „Der Stellenwert hat sich nicht wesentlich verändert, da wir von Anfang an Wert auf höchste Sicherheit gelegt haben. Das erklärt sich einfach daraus, dass wir alle selber gefahren sind und es in unserem eigenen Interesse lag, unnötige Verletzungen zu vermeiden. Ein Problem waren damals allerdings die fehlenden finanziellen Mittel, um hier zu investieren. Mittlerweile setzt man entsprechend Mittel ein, der Kunde will ein Höchstmaß an Sicherheit. Als Marktführer sind wir natürlich auch interessiert daran, bei der Sicherheit eine Vorreiterrolle einzunehmen. Deshalb haben wir auch ein TÜV-Siegel auf allen unseren Produkten, jedes einzelne Element wurde geprüft. Das ist auch deshalb sehr wichtig, weil sich nicht mehr nur Profis im Gelände bewegen, sondern auch immer mehr Anfänger. Um ihnen die Scheu vor diesem Sport zu nehmen und das Risiko zu minimieren, spielt die Sicherheit in allen Bereichen eine wesentliche Rolle.“

MM: „Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?“

Kaiser: „Es ist wesentlich, aktive Erfahrungen aus dem Sport miteinbeziehen zu können. Als Branchenfremder hat man das Know-how nicht, um zu wissen, was man für diesen Sport braucht und wie sich bestimmte Anlagen fahren. Dazu muss man wissen, wie sich die Szene entwickelt und verändert. Als wesentlichen Unterschied zu anderen Anbietern sehe ich aber auch die Qualität unserer Elemente. Wir achten wirklich bis ins Detail darauf, alle sicherheitsrelevanten Anforderungen genau einzuhalten. Wenn man bei der Sicherheit spart, wäre das ein völlig falscher Ansatz.“

MM: „Wohin geht die Entwicklung?“

Kaiser: „Die Entwicklung, die sich heute schon abzeichnet und sicher weltweit greifen wird, ist die Etablierung des Funparks als fester Bestandteil eines Skigebietes. Jedes Skigebiet hat ein umfassendes Angebot an Pisten, das dem Anfänger bis hin zum Profi gerecht wird. Ähnlich ist es bei den Parks. Junge Leute lockt man heute nicht mehr mit Pistenkilometer und Après-Ski-Bars, sie wollen mehr. Und dazu gehört der Snowpark mit Sprüngen und einem Entertainmentangebot, das Abwechslung bietet und die Möglichkeit, sich mit Freunden zu vergleichen und zu messen. Das ist sicher wesentlich für die junge Generation.“

MM: „Was empfehlen Sie Bergbahnen, wenn sie einen Snowpark anlegen wollen?“

Kaiser: „Der erste Schritt ist es, sich zu überlegen, was man mit dem Park erreichen möchte. Will man für bestehende Kunden ein Zusatzangebot bereit stellen oder will man neue Kunden ansprechen? Dann sollte man sich an den Profi wenden, vorzugsweise an die Schneestern Parks & More OHG. Auf diese Weise kann abgeklärt werden, welche Möglichkeiten sich anbieten, ob ein entsprechendes Gelände zur Verfügung steht, welches Budget notwendig ist. Wir erstellen dann einen maßgeschneiderten Plan, der als Entscheidungsgrundlage dient – was kostet das Projekt, was bringt es, reichen die Mittel, braucht es Sponsoren. Auf dieser Basis kann dann eine fundierte Entscheidung getroffen werden.

Infos: www.schneestern.info
So entsteht ein professioneller Snowpark. Stubaier Gletscher 2009.
So entsteht ein professioneller Snowpark. Stubaier Gletscher 2009.
REFERENZLISTE/AUSZUG
Events:
Air &Style 2005-2009 (AT/D)
Nine Knights 2008/2009 (D)
Wir Schanzen, Snowboard/Freeski Tour 2003-2009 (AT-D)
Railbattle Augsburg (D)
Parkzeit Skihalle Neuss (D)
Snowparks:
Moreboards Stubai Zoo, Stubaier Gletscher (AT)
O‘Neill Alpspitzpark Nesselwang (D)
Zeinispark Galtür (AT)
Unitur Park Rogla (SLO)
Snowisland Park Plose (IT)