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MM Magazin - Trends

Videopisten von SkiData sind der Hit der Wintersaison: SkiMovie macht Wintersportler zu Filmstars – ein Publikumsrenner

Ausgabe 02/2010

In Hinterglemm wurde die erste automatische Filmanlage für Pisten und Funparks installiert und auch ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel zählte zu den ersten SkiMovie-Betreibern mit einer Filmstrecke am Patscherkofel. Über seine Werbemittelfirma Sitour vermarktet er die Videopisten mit Sponsor Suchard sogar weltweit als „Lila Rennstrecken“. Das bedeutet, dass sich Hobbyläufer dort mit Suchard-Testimonials wie z. B. Michaela Kirchgasser – oder Maria Riesch wie in Garmisch – virtuell messen können! Richtzeit und Fahrlinie für den persönlichen Video-Vergleich im Internet werden von den Stars vorgegeben. Oder man schaut sich den Lauf später auf der Vidiwall in der Skihütte an. Laut Schröcksnadel sind die Jungen „ganz wild drauf“, aber auch die älteren Hobbyläufer motiviere es.
Das SkiMovie kann man downloaden, per Email versenden oder auf YouTube bzw. Facebook stellen. Foto: Schladming-Dachstein Tourismusmarketing GmbH
Das SkiMovie kann man downloaden, per Email versenden oder auf YouTube bzw. Facebook stellen. Foto: Schladming-Dachstein Tourismusmarketing GmbH
Attraktiv: Videovergleiche mit Stars
Wenn es nach SkiData-Manager Franz Holzer geht, sollen bis nächsten Winter auf allen SkiMovie-Pisten Videovergleiche mit Stars ange - boten werden. Die Anzahl der realisierten Projekte dürfte dann auf 30 gestiegen sein. Die bisherigen 9 Stationen verteilen sich von der steirischen Riesneralm über Zell/ See, Katschberg, Leogang, Hinterglemm, Gerlos und Patscherkofel bis zur bayrischen Zugspitze. Das SkiMovie-System funktioniert  mit jeder Skikarte. Am Start der Strecke erkennt ein berührungsloser Kartenleser den Skipass und beginnt mit der Aufzeichnung. Eine Kamera im Starthaus dokumentiert die Sekunden vor dem Start, eine weitere automatisch mitschwenkende Kamera „verfolgt“ die Skifahrer bis zur Zieldurchfahrt und blendet die Laufzeit ein. Sekunden später kann das Video auf der Homepage der Bergbahn oder in einem der angeschlossenen Gastronomiebetriebe analysiert werden. Zum Aufrufen ist lediglich die Eingabe der Skikartennummer notwendig.
Ein neuer Service von SkiData ist auf dem Vormarsch: SkiMovie, die Videostrecke für persönliche Clips. Foto: SkiData
Ein neuer Service von SkiData ist auf dem Vormarsch: SkiMovie, die Videostrecke für persönliche Clips. Foto: SkiData
Preiswertere Werbung gibt es kaum
Auf jeden Fall sind die maximal 50 000 € pro SkiMovie gut investiert. Denn die Leute stehen vor den Anlagen Schlange und die Filme gehen via Internet und Handy um die Welt. Eine preiswertere Werbung für ein Skigebiet gibt es kaum. Kathrin Mitterer, Marketingleiterin der Bergbahnen Saalbach-Hinterglemm bestätigt: „Das ist ein Publikumsrenner. „Wir hoffen, dass damit viele witzige Drehs von unserem Skigebiet als individuelle Erinnerung oder via YouTube um die Welt gehen.“ Die Riesneralm in der Tourismusregion Schladming-Dachstein vermarktet den neuen Service auch aktiv: „Wurden Ihre Schwünge im Schnee schon jemals gefilmt? Auf der Riesneralm, dem steiermarkweit einzigen Betrieb, ist dies ab sofort auf einer permanenten Rennpiste möglich!“, ließ GF Erwin Petz Medien und Publikum wissen. „Angesichts der enormen Investitionen in ein neues modernes Zutrittssystem mit berührungslosen Karten, waren wir auf der Suche nach einem Mehrwert, den wir unseren Kunden bieten können. Weshalb man diese Idee an die Firma SkiData herangetragen hat, die den Wunsch in einjähriger Entwicklungsarbeit realisierte“, so Petz.
Damit wurde das Skiticket zum Alleskönner, denn die gefahrenen Höhenmeter eines Tages lassen sich ja schon seit fünf Jahren über Eingabe der Liftnummer vom Gast ablesen (120 teilnehmende Skigebiete bisher). Und wenn Hobbyskifahrer ihren Freunden vorschwärmen, wie schnell sie über die Pisten carven, kann das ab sofort auch per „Beweisvideo“ belegt werden! Manche Touristen kommen angeblich extra wegen des Filmens auf die Riesneralm.
ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel hat am Patscherkofel die „Lila Milka Piste“ für Vergleiche mit Rennläuferin Michaela Kirchgasser eingerichtet. Foto:Sitour
ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel hat am Patscherkofel die „Lila Milka Piste“ für Vergleiche mit Rennläuferin Michaela Kirchgasser eingerichtet. Foto:Sitour
Alte Idee neu genutzt
Skidata hat SkiMovie natürlich schützen lassen. Der Initiator war der Plattform-Betreiber skiline.cc aus Innsbruck, der die alte Wisbi-Idee (Wie-schnell-bin-ich) fürs Internet nutzen wollte. Für die Visualisierung mit automatischen Webcams in Full- HD setzt SkiData den Technologiepartner Visit ein. Durch die Zutrittsschranken am Start müssen sich die Läufer identifizieren, was einerseits dem Lift Werbeadressen bringt und andererseits für die Abrechnung der Fahrten via Keycard sorgt. mak