Mountain Manager
Home Home    Redaktion Redaktion    Anzeigen Anzeigen    Abo Service Abo Service    Kontakt Kontakt    Impressum Impressum

MM Magazin - Trends

Elektro-GoKarts bei der Planai ein voller Erfolg

Ausgabe 6/2014

Die Planai-Hochwurzenbahnen in Schladming bedienen ihr Publikum regelmäßig mit attraktiven Innovationen - zuletzt Anfang Juli mit der ersten E-GoKart Bahn Österreichs. Auf einer 330 Meter langen Strecke können die Gäste nun ihre Runden völlig ohne Qualm direkt im WM-Park Planai drehen. Der Erfolg ist von Anfang an sensationell: Rund 300 begeisterte Rennfans ziehen pro Tag ihre Runden im neuen Kart-Race Schladming.
Elektro GoKarts in der Tiefgarage der Planai-Hochwurzenbahnen begeistern seit Juli Gäste und Einheimische. Fotos: Planai-Hochwurzenbahnen
Elektro GoKarts in der Tiefgarage der Planai-Hochwurzenbahnen begeistern seit Juli Gäste und Einheimische. Fotos: Planai-Hochwurzenbahnen

In einer der modernsten Tiefgaragen Europas, wo im Winter die Skigäste parken, dominiert nun im Sommer der Rennsport: die Planai-Hochwurzenbahnen haben eine attraktive Form der Doppelnutzung ihrer Gästegarage im WM-Park als E-GoKart Bahn umgesetzt. Umweltfreundlich und schnell – so lautet die Kombination dieser zugleich ersten E-GoKart Bahn Österreichs. Völlig umweltschonend ohne Gestank und Lärm, aber dennoch rasend schnell geht es im „Kart-Race Schladming“ seit der Eröffnung am 8. Juli zur Sache. Bis zu 70km/h Geschwindigkeit erreichen die 18 E-GoKarts, die von der italienischen Firma OTL geliefert wurden. Damit auch Kinder sicher durch die Rennbahn kommen, kann die Geschwindigkeit der E-Karts gesteuert und das Tempo für die kleinen Rennfahrer gedrosselt werden. Das Kart-Race ist mit einer Zeitnehmungsanlage ausgestattet, sodass auch einem individuellen Rennen nichts im Wege steht. Siegerehrungen können ebenfalls vor Ort ausgetragen werden. Jugendlichen und Kindern ist es ab einem  Alter von 7 Jahren und einer Mindestgröße von 1,40 Metern gestattet, mit den Karts zu fahren. Bis 14 Jahre ist eine Begleitperson notwendig. Künftig wird es auch ca. 4 kleinere Kinderkarts mit schwächerer Motorleistung geben, so dass auch Kinder unter 1,40 Meter fahren dürfen. Jedenfalls ist ein Rennerlebnis für die ganze Familie möglich.

Planai-Direktor Georg Bliem (l.) ließ ÖSV Skirennläufer Klaus Kröll in einem eigens für ihn angefertigten E-GoKart auf die Strecke.
Planai-Direktor Georg Bliem (l.) ließ ÖSV Skirennläufer Klaus Kröll in einem eigens für ihn angefertigten E-GoKart auf die Strecke.

Noch mehr Schwung als Ganzjahresdestination
„Uns ist es wichtig, das Servicedeck unter dem WM-Park Planai auch im Sommer optimal zu nutzen. Besonders freut mich, dass es uns gelungen ist eine umweltschonende Alternative zu herkömmlichen GoKart-Bahnen umzusetzen. Mit diesem neuen, wetterunabhängigen Projekt verleihen wir dem Sommer in der Region noch mehr Schwung bzw. setzen einen ganz wichtigen Schritt in Richtung Attraktivierung einer Ganzjahresdestination“, so Planai GF Dir. Georg Bliem.
Auch Landeshauptmann-Stv. Hermann Schützenhöfer zeigte sich erfreut über das neue Projekt der Planai-Hochwurzen-Bahnen: „Einmal mehr bewiesen die Planai-Bahnen Mut zur Innovation. Technik und Rennsport wurden auf umweltfreundliche Art und Weise im neuen Kart-Race Schladming perfekt miteinander verbunden. Ich freue mich, dass es mit diesem Projekt gelungen ist, einen nachhaltigen Beitrag zur weiteren Attraktivierung der Ganzjahresdestination zu setzen.“
Geöffnet ist das Kart-Race täglich von 9 – 21 Uhr, ein Durchgang dauert 10 Minuten und kostet 12 Euro, der 3er Block 33 Euro und der 10er Block 100 Euro. Das neue Freizeitvergnügen der Planai-Hochwurzen-Bahnen erfreut sich seit dem ersten Tag größter Beliebtheit und zieht pro Tag 300 rennbegeisterte Besucher an. Besonders erfreulich ist für GF Georg Bliem, dass die E-GoKart-Bahn nicht nur bei Gästen, sondern auch bei der einheimischen Bevölkerung sehr gut ankommt. Auch der aus der Region stammende ÖSV Skirennläufer Klaus Kröll genoss schon das Vergnügen im Kart-Race Schladming. In seinem eigens angefertigten Go-Kart können auch die Gäste ihre Runden ziehen.

Die Strecke muss viele sicherheitstechnische Anforderungen erfüllen - u.a. wurden spezielle Kunststoffbanden auf der Innen- und Außenseite angebracht.
Die Strecke muss viele sicherheitstechnische Anforderungen erfüllen - u.a. wurden spezielle Kunststoffbanden auf der Innen- und Außenseite angebracht.

Kapazitäten und Anforderungen an die Sicherheit
Das Laden der E-GoKarts funktioniert ganz einfach durch die an der Wand montierten Ladegeräte: Stecker ins Kart stecken und die Ladung erfolgt. Ein Display am Kart zeigt den Ladestatus an. Die Ladegeräte können ganz einfach auf unterschiedliche Stromstärken eingestellt werden: Schnellladung, Langsamladung oder Regenerationsladung (ganz langsam!). Die hier verwendeten Akkus lassen eine Fahrt von ca. 20 Minuten Dauer zu. Projektleiter Reinfried Prugger sagt zum Ablauf: „Unsere Standard-Sessions dauern 8 Minuten, ein Rennen sogar 10 Minuten. Wir fahren eine Session immer mit bis zu 9 Karts. Die restlichen 9 Karts werden während dieser Zeit aufgeladen, der Ladevorgang dauert ebenfalls ungefähr 10 Minuten. Wir haben somit permanent 9 Karts für Kundenfahrten im Laufen. Es gibt aber auch größere und somit auch teurere Akkus, die bis zu einer Stunde Kapazität haben. Dies macht in den meisten Fällen im Leihkart-Betrieb keinen Sinn.“
Natürlich muss die Strecke selbst sicherheitstechnisch überarbeitet werden, z.B. umlaufend mit speziellen Kunststoffbanden auf der Innen- und Außenseite versehen werden. Weiters müssen Säulen mit Schaumstoffmatten ummantelt werden. Auch die Boxeneinfahrt muß so gestaltet werden dass die Kunden ohne Gefahr ein- und ausfahren können.
„Ist das Streckenlayout am Papier fertig definiert, so muß nochmals ein Team kritisch alle sicherheitsrelevanten Details begutachten und eventuell Verbesserungen vornehmen. Ein sicherheitstechnischer Vorteil dieser Elektrokarts ist die über eine Fernbedienung des Streckenmitarbeiters einstellbare Geschwindigkeit in 6 Stufen. So werden alle Karts bei der Ausfahrt und Einfahrt (Beginn und Ende der Session) aus der Boxengasse auf Schrittgeschwindigkeit eingestellt. Daher kann ein übereifriger Kunde erst dann Vollgas geben, wenn der Streckenmitarbeiter die maximale Geschwindigkeit freigibt. Dies gilt auch bei Unfällen: Der Streckenmitarbeiter stellt einzelne oder auch alle Karts auf eine niedrige Geschwindigkeit um, bis die Gefahrensituation beseitigt ist“, so Prugger.


Infos:
www.kartraceschladming.at