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MM Magazin - Trends

Erlebnisplan GmbH realisiert größten Erlebnispark der Alpen

Ausgabe 4/2015

Vom Erlebnis-Plan zum Erlebnis-Park zum Meilenstein
Beim neuen Erlebnispark Hög bietet der ?Beschneiungsteich Genussstege, Tretboot-?Angebote und im abgegrenzten Niederwasserbereich Flösserspiele und Badespass. Fotos: Erlebnisplan GmbH
Beim neuen Erlebnispark Hög bietet der ?Beschneiungsteich Genussstege, Tretboot-?Angebote und im abgegrenzten Niederwasserbereich Flösserspiele und Badespass. Fotos: Erlebnisplan GmbH
Am 13. Juni 2015 wurde der Erlebnispark Hög in der Destination Serfaus- Fiss-Ladis nach 2 Jahren Bauzeit und 12 Mio. Euro Investition eröffnet. In Zusammenarbeit mit der Seilbahn Komperdell, dem Tourismusverband und der Conos Consulting verwirklichte die Erlebnisplan GmbH aus Luzern (CH) einen neuen Meilenstein in der Inszenierung am Berg.

"Langsam scheint sich das Fach ,Touristische Inszenierung' vom Schattendasein als zwielichtiges Vergn√ľgungspark-Plagiat zu l√∂sen und sich zu einer eigenst√§ndigen und hochwertigen Disziplin zu entfalten. In Tirol entstehen derzeit die Konzepte der Zukunft, wo sich mitunter Wintersport-lastige Regionen in saisonal ausgewogenere Betriebs-Modelle transformieren", sagt Roberto di Valentino, Gesch√§ftsf√ľhrer der Erlebnisplan GmbH., die u.?a. seit 2010 erfolgreich mit der Seilbahn Komperdell zusammenarbeitet.
Auf der versunkenen Alm quert man Almh√ľtten, entdeckt ein Plumpsklo und bestreitet Rennparcours.
Auf der versunkenen Alm quert man Almh√ľtten, entdeckt ein Plumpsklo und bestreitet Rennparcours.
Strategischer Fokus als Schl√ľsselfaktor
Der Erlebnispark Hög bildet einen neuen Baustein innerhalb einer bereits umfangreichen Angebotsstruktur. Als Grundlage und Stein des Anstoßes steht dabei eine neue Beschneiungsanlage bzw. der neu errichtete 2,5 ha große Speichersee. Mit vorausschauendem Blick auf eine erweiterte touristische Nutzung des landschaftlichen Eingriffes wurde dieser See von vornherein als Badesee geplant und bewilligt.
Mit der neuen Gastronomie Seealm und einer zus√§tzlich zu errichtenden Mittelstation Alpkopf-Bahn standen dabei Struktur-Projekte mit erheblichem Investitionsaufwand im Vordergrund. Entsprechend galt es, die touristsche Angebotskonzeption auf einen m√∂glichst hohen G√§ste-Nutzen und die damit verbundene Wertsch√∂pfung f√ľr den Betreiber hin auszurichten.
Dieser Entwicklungsprozess wurde Bauherrenseitig sowohl von der Bergbahngesellschaft, vom Tourismusverband als auch von der Gemeinde begleitet. Als Gl√ľcksfall erwies sich dabei, mit Mag. Arnold Oberacher (Conos Consulting Wien) einen geb√ľrtigen Serfauser und gleichzeitig den Fachexperten der Angebotsgruppe "Beste √Ėsterreichische Sommerbahnen" mit im Boot zu haben.
Tretboote auf dem Beschneiungsteich? Das gibt es nur, wenn wie in Serfaus das Ganze als Badesee geplant und bewilligt wurde!
Tretboote auf dem Beschneiungsteich? Das gibt es nur, wenn wie in Serfaus das Ganze als Badesee geplant und bewilligt wurde!
Inszenierungsstoff aus lokalen Themen
Touristische Destinationen stellen ein stark Standort-gebundenes Gesch√§ftsmodell dar. Sowohl Produktnutzen als auch die Leistungsabwicklung sind im direkten kulturellen und geografischen Umfeld der Destination angesiedelt. Diesem Fakt wurde bei der Inszenierung des Erlebnispark H√∂g besonders Rechnung getragen. S√§mtliche Thematisierungen haben eine direkte Verbindung zur Alpkultur sowie zur Land- und Forstwirtschaft. Durch diese kulturellen Bez√ľge erreicht das Erscheinungsbild des Parks in den Augen der G√§ste eine hohe Authentizit√§t und damit die entsprechende Wertsch√§tzung. Aber auch bei den lokalen Leistungstr√§gern werden die Inszenierungsthemen verstanden und umso √ľberzeugender pr√§sentiert.
Angebotsvielfalt als Attraktionsgrundlage
Der Erlebnispark H√∂g wartet mit fast 20 Attraktionen auf und bietet eine oszillierende Bandbreite an thematisierten Erlebnis- und Genussangeboten f√ľr die ganze Familie. Unter anderem die Action-reiche 1,5 km lange Sommerrodelbahn "Schneisenfeger" im Gewand der Holzwirtschaft (siehe extra Artikel), oder den als versunkene Almwirtschaft inszenierte Fl√∂sserteich, sowie der in einer zerfallenen Stallung inszenierte Balancierpfad. Im See k√∂nnen neben dem gen√ľsslichen Tretbootfahren schnorchelnde K√ľhe und Ski-Doo fahrende Sennenhunde unter Wasser aufgesp√ľrt, oder mit der ganzen Familie selber Schwimmboote gebaut werden. Kr√∂nender H√∂hepunkt bildet dabei die Einkehr in die √§u√üerst schmucke und stilvolle Gastronomie Seealm.
Der 1,5km lange
Der 1,5km lange "Schneisenfeger" ist das Highlight des Erlebnisparks. Die Schlitten des Wiegand Alpine Coaster wurden als Baumstämme ?inszeniert.
Stille Momente als gemeinschaftsbildende Kraft
Mit der zum Park geh√∂renden "Familien Lichter? Kapelle" findet neuerdings auch eine spirituelle und kontemplative Seite in das sonst genuss- und spassorientierte Geschehen im Park Einzug. Gerade seitens der Bauherren wurde dieser kleinen Kapelle ein sehr hohen Stellenwert beigepflichtet. Seilbahn-GF Ing. Stefan Mangott hat sich dabei pers√∂nlich gemeinsam mit Architekt und Pfarrer in vielen Stunden um das Projekt gek√ľmmert. So stammt der Altarstein aus dem Aushub des H√∂gsees und wurde vom lokalen Bildhauer Walter File kunstvoll und mit viel Herzblut bearbeitet. Hiermit zeigt die H√∂g wunderbar auf, dass nachhaltig erfolgreiche Tourismuswirtschaft √ľber kluge Business- und Erlebnis-Konzepte hinaus geht und ein regional ausgerichtetes sowie Generationen √ľbergreifendes Lebensprojekt darstellt!
Kapieren als wichtigster Erfolgsfaktor
"Touristische Angebotsinszenierung pr√§sentiert sich einmal mehr als komplexe Herausforderung. Erste Fach-Exkursionen zum Ort des Geschehens auf die H√∂g werden nicht lange auf sich warten lassen. Nat√ľrlich bietet der Park eine F√ľlle an Inspiration f√ľr zuk√ľnftige Nachahmer aus der Branche. Und das ist gut so. Doch auch Vorsicht sei dabei geboten. Gem√§√ü TVB GF Josef Schirgi liegt die gro√üe Herausforderung nicht beim Kopieren, sondern beim Kapieren was die Erstellung von Erlebnisparks in den Bergen betrifft. Ein gesamtheitliches Verst√§ndnis und Gef√ľhl f√ľr die Sache ist somit unerl√§sslich¬Ö
Garagierungsanlage und Shop zeigen sich im Kleid einer alten Sägerei.
Garagierungsanlage und Shop zeigen sich im Kleid einer alten Sägerei.
Erlebnisplan GmbH
Seit sechs Jahren konzipiert die Agentur gemeinsam mit ihren √ľber 10 Mitarbeitern touristische Attraktionen im deutschen Sprachraum. So tragen neben dem Erlebnispark H√∂g noch weitere Inszenierungen die einzigartige Erlebnisplan-Handschrift, wie etwa der Langenlois Weinthemenweg, die Turracher H√∂he Almzeit, oder die eben er√∂ffnete Mannesdorfer W√ľste. Allein diesen Sommer folgen acht weitere Er√∂ffnungen von Erlebnisinszenierungen, darunter der Royal Walk im Junfraujoch Gebiet oder der Gletscherweg in Pontresina.
Kontakt: www.erlebnisplan.com