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Sommerrodeln: 400 Verletzte j√§hrlich in √Ėsterreich

Je ein Viertel der Unf√§lle auf den 40 Sommerrodelbahnen √Ėsterreichs passiert durch √ľberh√∂hte Geschwindigkeit und Zusammenst√∂√üe, weil der Mindestabstand zum Vordermann nicht eingehalten wird.
Auf den rund 40 Sommerrodelbahnen in √Ėsterreich werden jedes Jahr etwa 2,8 Millionen Fahrten absolviert. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 40km/h den Berg hinunter zu sausen ist aber nicht ungef√§hrlich: J√§hrlich verletzen sich rund 400 Menschen beim Sommerrodeln in √Ėsterreich so schwer, dass sie im Spital behandelt werden m√ľssen. Mit einem Viertel aller Verletzungen (23%) m√ľssen am h√§ufigsten Prellungen behandelt werden, gefolgt von Knochenbr√ľchen (19%) und Absch√ľrfungen (19%). Verletzungen betreffen dabei vor allem das Knie (27%), die Oberschenkel (15%) sowie Schulter und Finger (je 8%). Ein Viertel aller Unf√§lle passiert durch zu schnelles Fahren, ein weiteres Viertel durch Zusammenst√∂√üe auf der Rodelbahn, weil der Abstand nicht eingehalten wird. Durch den Aufprall kann es sogar zu Kopf- und Wirbels√§ulenverletzungen kommen", warnt Dr. Anton Dunzendorfer, Leiter des Bereichs Heim, Freizeit & Sport im Kuratorium f√ľr Verkehrssicherheit (KfV).

Generell wird zwischen Wannen-Rodelbahnen und Schienen-Rodelbahnen unterschieden. Bei ersteren hat die Fahrbahn die Form einer Wanne oder Rinne, in der die Rodel ohne weitere Spurf√ľhrung rutscht oder rollt. In Kurven schwingen die Gef√§hrte die W√§nde des Kanals hinauf und k√∂nnen bei starken Kurven und zu hoher Geschwindigkeit aus der Bahn rutschen. Bei Schienen-Rodelbahnen kann die Rodel die Schiene nicht verlassen, die Benutzer sind meist angeschnallt, sodass ein Herausfallen aus der Bahn nahezu ausgeschlossen ist. "Die beiden Bahntypen bieten unterschiedliche Fahrerlebnisse: W√§hrend man auf der Schienenbahn wie auf einer Achterbahn f√§hrt, bei der man die Geschwindigkeit regeln kann, ist bei der Wannenbahn das Fahren durch die √ľberh√∂hten Kurven bei jeder Fahrt anders. Die Geschwindigkeit variiert von Fahrt zu Fahrt. Das gef√§llt den Benutzern, birgt jedoch ein gewisses Risiko, wenn der Kurvenauslauf nicht erh√∂ht ist und das Gef√§hrt aus der Bahn geschleudert wird", erkl√§rt Dunzendorfer. An manchen Bahnen besteht dar√ľber hinaus die Gefahr gro√üfl√§chiger Hautabsch√ľrfungen, wenn statt glatter Oberfl√§chenmaterialien Eternit- oder Betonoberfl√§chen vorhanden sind. Besser geeignet sind glasfaserverst√§rkter Kunststoff oder Metall.