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Bergbahnen Graubünden: Verband und Sommer positionieren

Der Verband Bergbahnen Graubünden will sich künftig vermehrt durch Medienarbeit, Präsenz bei wichtigen Anlässen, konkreten Leistungen für Mitglieder und eindeutigen Stellungnahmen positionieren. "Re-Invent Summer" von Schweiz Tourismus wird insbesondere durch vielfältige Mountainbike-Angebote der einzelnen Bergbahnen unterstützt.

An der gemeinsam mit Graubünden Ferien auf dem Corvatsch im Engadin durchgeführten Generalversammlung konnte Präsident Silvio Schmid auf einen Winter zurückblicken, der trotzWirtschaftskrise und düsteren Prognosen besser als erwartet verlaufen ist: "Die 46 Unternehmen von Bergbahnen Graubünden mussten im letzten Winter trotz geringer Niederschlagsmengen, schlechtem Wetter und den schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen nur ein Umsatzminus von drei Prozent hinnehmen. Im Fünfjahresschnitt liegt der Umsatz gar um 3,8 Prozent (Transport) bzw. 5,9 Prozent höher (Gastronomie). Die erzielten Ersteintritte von Gästen gingen um 5,2 Prozent zurück,  lagen aber nur 1,3 Prozent unter dem Durchschnitt der letzten fünf Saisons". Für die künftige Wintersaison erwartet Silvio Schmid aufgrund der Prognosen des BAK (Basel Economics) nochmals einen ähnlichen Rückgang, bevor dann im übernächsten Winter mit geringen Zuwachsraten die Trendwende eingeläutet werden kann.

 

Bergbahnen als Wirtschaftsverband
In den drei Jahren seit der Neustrukturierung von Bergbahnen Graubünden hat sich der Verband gemäss Silvio Schmid vermehrt bei der Tourismusreform engagiert, aktive Arbeit in verschiedenen Gremien geleistet, die Zusammenarbeit mit kantonalen Partnern verstärkt sowie mehr Einfluss auf Seilbahnen Schweiz genommen. Das im Rahmen des kantonalen Impulsprogrammes gestartete Projekt "Alles fährt Ski" zusammen mit Graubünden Ferien und hotellerie suisse Graubünden habe Graubünden als Schneesportregion Nr. 1 positioniert, betonte der Präsident von Bergbahnen Graubünden. Über die Details des Nachfolgeprojektes werde rechtzeitig informiert. Die Strategie für die nächsten drei Jahre beinhaltet laut Silvio Schmid insbesondere die Positionierung als Wirtschaftsverband in Graubünden, die Intensivierung des politischen Lobbyings und die Steigerung der Kommunikation nach Aussen wie Innen. Die mit Graubünden Ferien neu unterzeichnete operative Leistungsvereinbarung erstreckt sich bis Mai 2013 und bringt eine klare Aufgabenteilung zwischen gästeorientiertem Marketing durch Graubünden Ferien und der Kommunikation über die Branche durch Bergbahnen Graubünden. In der Vernehmlassung zum kantonalen Gesetz über den Natur- und Heimatschutz begrüsste Bergbahnen Graubünden zusammen mit den andern Wirtschaftsverbänden den Verzicht auf den Einbezug eines kantonalen Beschwerderechtes für die Natur- und Heimatschutzorganisationen und hob die Notwendigkeit hervor, keine zusätzlichen Beschränkungen zum Bundesrecht vorzusehen sowie die Verfahren mit der Raumplanung und dem Umweltschutz besser zu koordinieren.

 

"Re-Invent Summer" mit Mountainbike
Auch wenn derzeit im Sommer nur fünf Prozent des Verkehrsertrages erzielt werden, sieht Bergbahnen Graubünden im Sommer durchaus noch Potential: "Die Bündner Bergbahnen tragendurch Ihre Berggastronomie sowie die Mountainbike-Infrastruktur Entscheidendes zumSommererlebnis in den Bündner Bergen bei", erklärte Silvio Schmid. Vier aktuelle Beispiele zum Thema Mountainbiking von Bündner Bergbahnunternehmen: Die Bahnentour Davos Klosters bietet in einem Tag auf 85 Kilometern mit 1'400 Höhenmeter Aufstieg beinahe 10'000 Höhenmeter Abfahrt. Dabei gilt in Davos Klosters die Trail-Toleranz mit 11 Verhaltensregeln zwischen Bikern und Wanderern. Die Bergbahnen Savognin haben acht Abfahrten für Roller, Trottinetts, Boards und Carts erstellt und mit dem Mietangebot und den Guides des NTC vernetzt. Gesamthaft wurden mehr als CHF 800'000 investiert, um das Angebot am Berg auszubauen. Die 7 Kilometer lange Freeride-Strecke in Laax kann auch in Bike-Camps mit Weltmeister Nino Schurter erlebt werden. Ausserdem sorgen die Bergbahnen Brambrüesch in Zusammenarbeit mit Bike-Profi Silvio Bundi dafür, dass die Downhillstrecke der Schweizer Meisterschaften 2009 vom Hausberg in die Stadt Chur ab diesem Sommer permanent betrieben wird.