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Projekt Hochsonnberg in zweiter Instanz nicht genehmigt

Der Umweltsenat in Wien hat die Skigebietserweiterung der Schmittenhöhebahn in zweiter Instanz nicht genehmigt. Damit kann ein für die gesamte Region wesentliches Leitprojekt vorläufig nicht umgesetzt werden. Im Mai 2011 hatte die Salzburger Landesregierung noch einen positiven Bescheid erlassen. Der Umweltsenat begründet seine negative Entscheidung nun damit, dass das öffentliche Interesse am Naturschutz das Interesse an der Umsetzung des Vorhabens überwiegt.
Mit dem Projekt Hochsonnberg wäre Piesendorf an das bestehende Lift- und Pistennetz der Schmitten angeschlossen worden. Für diese Erweiterung waren vier Liftanlagen mit den dazugehörigen Pisten und eine Beschneiungsanlage samt Speicherteich geplant. Mit der Anbindung hätte die Schmittenhöhebahn AG die beliebte Areitbahn in Zell am See entlasten wollen.
Das Projekt Hochsonnberg wurde im Rahmen einer so genannten Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP-Verfahren) abgewickelt. Das ist die strengste und umfassendste Prüfung im Rahmen der österreichischen Gesetze. Dieses Verfahren wurde im Mai 2011 in erster Instanz mit einem positiven Genehmigungsbescheid der Salzburger Landesregierung abgeschlossen. Mit dem nunmehrigen Bescheid des Umweltsenats in Wien vom 12.6.2012 wurde diese Genehmigung allerdings wieder aufgehoben.

Begründung des Umweltsenats
Der Umweltsenat ist der Ansicht, dass bei der nach dem Salzburger Naturschutzgesetz durchzuführenden Interessensabwägung die Interessen des Naturschutzes besonders hoch zu bewerten waren. Er konnte jedoch nicht erkennen, dass das beantragte Vorhaben nachweislich unmittelbar besonders wichtigen öffentlichen Interessen dient, welche diese Naturschutzinteressen überwiegen würden.

„Die Skigebietserweiterung wäre für die gesamte Region von entscheidender Bedeutung gewesen. Wir sind sehr enttäuscht, dass der Umweltsenat den Genehmigungsbescheid aufgehoben hat. Das ist ein Rückschlag für die Schmittenhöhe und die Entwicklung des Schitourismus im Bundesland Salzburg“, kommentiert Erich Egger, Vorstand der Schmittenhöhebahn AG in Zell am See, den negativen Bescheid des Umweltsenats. „Mit zahlreichen Maßnahmen zum Schutz von Natur und Umwelt haben wir ein Skigebietsprojekt eingereicht, das in Österreich seinesgleichen sucht. Mit dieser Entscheidung des Umweltsenats werden auch andere Schigebietserweiterungen in Salzburg in Frage gestellt. Man muss darüber nachdenken, ob wir uns in Salzburg ein  Naturschutzgesetz leisten können, welches größere Genehmigungshürden aufstellt als in anderen Bundesländern. “