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Hannes Parth übergab das Zepter bei der Silvrettaseilbahn AG in Ischgl

In der Ära Parth ging die Erfolgskurve der Silvrettaseilbahn steil nach oben, insgesamt verantwortete er über 40 Bahnen mit einem Investitionsvolumen von 707 Mio. €. Im Ranking der weltbesten Seilbahnunternehmen mischt das Unternehmen heute an vorderster Stelle mit.

Der Umsatz liegt bei 80 Mio. Euro (Geschäftsjahr 2017), das EGT bei 24 Mio. Euro, die Eigenkapitalquote bei rund 90%. Der Jahresgewinn von 18,7 Mio. Euro fließt auf das Rücklagenkonto, Dividenden wurden und werden nicht ausgeschüttet, sondern zu 100% für Investitionen in den Tourismus verwendet.

Die Silvrettaseilbahn AG beschäftigt im Winter rund 550 bzw. im Sommer rund 250 Mitarbeiter und ist somit einer der wichtigsten Arbeitgeber im Paznaun. Dabei wird vor allem in die regionale Wertschöpfung investiert und knapp 80% der Aufträge im eigenen Land vergeben. In Summe ist der Anteil des touristischen Kernumsatzes am Gesamtumsatz der Region mit über 70% sehr hoch – die Erfolge im Tourismus stellen somit die Lebensgrundlage im Paznaun sicher. So konnten die Winternächtigungen im Paznaun von 1,4 Mio. im Jahr 1991 auf 2,3 Mio. im Jahr 2016 gesteigert und dabei der touristische Kernumsatz in 10 Jahren um 35% gesteigert werden. Das scheidende Vorstandsmitglied Hannes Parth sieht im Erfolg der Silvrettaseilbahn AG auch die Grundlage für die Perspektiven des gesamten Lebensraums: „Neben den ureigenen Aufgaben eines Seilbahnunternehmens hat die Silvrettaseilbahn AG immer auch Verantwortung für die regionale Entwicklung und damit die Förderung des Tourismus - auch im Sommer - durch Investitionen und den Betrieb von Infrastruktureinrichtungen und Unternehmungen übernommen.“
Die Bergbahnen Samnaun AG und die Silvrettaseilbahn AG betreiben heute gemeinsam 45 Seilbahn- sowie Liftanlagen, 239 Pistenkilometer und 12 Restaurants im Skigebiet. Wiederholt wurde das Skigebiet Ischgl - Samnaun mit Preisen ausgezeichnet und zu einer der besten Wintersportregionen der Welt erklärt. Regelmäßig werden während einer Wintersaison zwei Millionen Erstzutritte/Skier Days gezählt.

Paznaun-Ischgl spielt in der touristischen Top-Liga
Mit dem Erfolg der Silvrettaseilbahn AG gelang auch die qualitativ hochwertige Positionierung der Tourismusregion, die heute zu den erfolgreichsten Destinationen des Alpenraums zählt. Investiert wurde dabei sowohl in die Qualität als auch in das Erlebnisangebot der Region. Legendär sind die weltbekannten „Top of the Mountain Concerts“, die bereits zahlreiche Weltstars auf die berühmte Idalp lockten. Profilieren konnte sich Ischgl gerade in jüngster Vergangenheit auch als Gourmet-Hotspot der Alpen. An keinem anderen Platz werden in Relation zur Größe des Ortes so viele Hauben gezählt (18).

Ein Abschied mit viel Innovationsfreude
Parth selbst verließ als 63-Jähriger seine Position standesgemäß mit einer Innovation, in die heuer noch einmal 16,5 Mio. € investiert wurden: Für den Winter 2018/19 präsentierte die Silvrettaseilbahn AG erst kürzlich die neue kuppelbare Design-6er-Sesselbahn Gampen E4 inklusive neuem SB-Restaurant „Ischgl Slope Food“ an der Gampenbahn-Talstation sowie das neue Bergrestaurant Gampenalpe, das dem Wunsch der Gäste nach Hüttenflair und Gemütlichkeit nachkommt.

Neo-Vorstand Günther Zangerl führt nun gemeinsam mit seinem arrivierten Kollegen, dem technischen Vorstand Markus Walser, künftig die Geschicke des Unternehmens. Neuheiten sind auch in Zukunft garantiert. Bis zur Wintersaison 2022/2023 will das Unternehmen in Kooperation mit der Gemeinde Ischgl und dem Tourismusverband Paznaun - Ischgl ein neues Thermen-Erlebnisbad eröffnen. Laut derzeitigen Schätzungen wird die Umsetzung 60 Mio. Euro kosten.

Und auch Parth selbst will aktiv bleiben. Er hat den Verein „Vitalpin“ maßgeblich initiiert und dort die Position des Obmanns übernommen. Damit will er dem ländlichen Raum und dem Tourismus als einzig zukunftsfähigem Wirtschaftszweig in den abgelegenen Seitentälern des Alpenraums mehr Gewicht in der öffentlichen Diskussion geben. Denn, so Parth, es könne doch nicht sein, dass Organisationen wie CIPRA, ÖAV etc., die meist von Städtern geführt würden, über Projekte und damit die Zukunft im alpinen Raum bestimmen, ohne dass ein Gegengewicht existiere.