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Technik & Wirtschaft - Neue Bahnen

LEITNER: Forschung schafft Vorsprung

Ausgabe 6/2006

Um den Kundenw√ľnschen Rechnung tragen zu k√∂nnen, ist eine st√§ndige Optimierung der Produkte unabdingbar. Bei LEITNER steht eine eigene Abteilung f√ľr ‚ÄěForschung & Entwicklung‚Äú zur Verf√ľgung.
Teamarbeit wird in der F&E-Abteilung, die von Klaus Erharter (stehend) geleitet wird, groß geschrieben. Fotos: LEITNER
Teamarbeit wird in der F&E-Abteilung, die von Klaus Erharter (stehend) geleitet wird, groß geschrieben. Fotos: LEITNER
Die Unternehmensabteilung ‚ÄěForschung & Entwicklung‚Äú wurde vor 4 Jahren im Rahmen einer innerbetrieblichenUmstrukturierung etabliert. Notwendig geworden war das durch das rasche Wachstum des Unternehmens, das eine Standardisierung einzelner Bauelemente notwendig machte, um Anlagen effizienter und schneller projektieren und letztendlich auch produzieren zu k√∂nnen. Vor diesem Hintergrund wurden die entsprechenden Fachkr√§fte, die vorher ihrer Arbeit im Rahmen der Konstruktionsabteilung nachgekommen waren, unter der Leitung von Ing. Klaus Erharter zu einem Team zusammengefasst. Mittlerweile sind im Bereich Aufstiegsanlagen 33 Mitarbeiter f√ľr die Entwicklung t√§tig. Derzeit liegt der Schwerpunkt der Arbeit in der sukzessiven Obtimierung und marktorientierten Weiterentwicklung von Standardbauteilen. Um alle Ressourcen auszusch√∂pfen, nutzt man bei LEITNER vorhandenes universit√§res Forschungspotenzial und vergibt Diplomarbeiten f√ľr Fachhochschulen und Universit√§ten. Gute Kontakte werden u. a. mit dem Institut f√ľr F√∂rdertechnik in Stuttgart gepflegt, das im Bereich von Seilpr√ľfungen als f√ľhrend gilt. Dazu arbeitet man etwa f√ľr Windkanalversuche mit dem Institut f√ľr Aerodynamik zusammen, wo im Moment Kabinen auf Herz und Nieren getestet werden.
Der Direktantrieb punktet durch seine Umweltverträglichkeit.
Der Direktantrieb punktet durch seine Umweltverträglichkeit.
Aktuelle Fragestellungen
Das Forschungsbudget der LEITNER Gruppe betrug 2005 rund 11 Mio. Euro und damit um 15% mehr als im Vorjahr. Im gesamten Forschungsvolumen des Unternehmens liegt der Schwerpunkt derzeit mit 30% auf den Unternehmensbereichen Windenergie
und urbane Transportmittel, mit denen LEITNER die Konzentration auf den Winter aufbrechen will.
Bei den Aufstiegsanlagen stehen die Entwicklungsergebnisse zweier Forschungsprojekte vor der Markteinf√ľhrung:
- Verfeinerung des bewährten Schlepplifts, der sich nun durch ein ausgefeiltes Modularitätskonzept und einen hohen Standardisierungsgrad auszeichnet.
- Neue runde Kabine ‚ÄěRuby‚Äú von Sigma. Die leuchtend roten Varianten werden dem Kunden ab 2007 zur Verf√ľgung stehen.
Als st√§ndige Herausforderung betrachtet man bei LEITNER dar√ľber hinaus alle Themen, die mit der Sicherheit des Fahrgastes und Komfortverbesserung in Zusammenhang stehen.
Die neue Klemmengeneration kann leichter zerlegt und gewartet werden.
Die neue Klemmengeneration kann leichter zerlegt und gewartet werden.
Beispiel Klemme und Antrieb
Die LEITNER-Klemme f√ľr Aufstiegsanlagen gibt es bereits seit mehr als 20 Jahren am Markt und hat sich in dieser Zeit bestens bew√§hrt. Dennoch ist auch sie in den letzten Jahren immer wieder ins Visier der Forschungsabteilung ger√ľckt. So hat man vor 2 Jahren begonnen, die bew√§hrte Variante zu √ľberarbeiten und wartungsfreundlicher zu machen, ohne Funktionalit√§t und Verl√§sslichkeit zu beeinflussen.
Die daraus entstandene moderne LEITNER-Klemme ‚ÄěMade in Europe‚Äú zeichnet sich nun durch eine leichtere Zerlegbarkeit aus, was zerst√∂rungsfreie Pr√ľfungen m√∂glich macht. Au√üerdem k√∂nnen alle Klemmentypen in der gleichen Station eingesetzt werden. F√ľr den Stationsbau bedeutet das die Fertigung in modularer Bauweise, Effektivit√§t und Funktionalit√§t wurden dadurch ma√ügeblich optimiert.
Als ein herausragendes Ergebnis der Forschungsund Entwicklungsarbeit von LEITNER gilt der Direktantrieb,von dem mittlerweile mehr als 10 Exemplare im Einsatz sind. Der letzte wurde 2005 im Rahmen der ‚ÄěSonnenrastbahn‚Äú in Kitzb√ľhel gebaut, zur Zeit wird eine Variante in Gr√∂den, in der N√§he des Hotels Socher realisiert. Das gro√üe Plus dieser Antriebsvariante, die man durch Erfahrungen aus der Praxis st√§ndig weiterentwickelt hat, ist vor allem in ihrer Umweltfreundlichkeit zu sehen. Dazu punktet der Direktantrieb durch einen langsam laufenden Elektromotor (20 Umdrehungen in der Minute), der direkt an die Seilscheibe gekoppelt ist. Dadurch gibt es keine Komponenten, die sich ber√ľhren, und nur ein einziges W√§lzlager. Weitere Pluspunkte sind: Wartungsfreundlichkeit, hoher Gesamtwirkungsgrad, gutes Teillastverhalten, vibrations- und ger√§uscharm, kein Getriebe, kein √Ėl, kein mechanischer Verschlei√ü. Und noch einen Vorteil kann der Direktantrieb auf sich verbuchen: Sein Funktionsprinzip l√§sst andere Einsatzm√∂glichkeiten zu. So kommt die zugrunde liegende Technik im Bereich ‚ÄěWindkraft‚Äú als Generator zur Anwendung, der direkt an die Fl√ľgel des Windrades gekoppelt ist. Prototypen vom ‚ÄěLEITWIND‚Äú in Form des LTW62 und LTW77 sind auf der Malser Heide in S√ľdtirol in Betrieb. dwl