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Technik & Wirtschaft - Beschneiung

25 Jahre SUFAG im steirischen Ennstal

Ausgabe 1/2006

Im steirischen Ennstal sind weit ĂŒber 100 SUFAG-Propellermaschinen im Einsatz. Die lĂ€ngste GeschĂ€ftsbeziehung hat Schneipionier Planai-Hochwurzen - 1981 noch mit "HĂ€mmerle" gestartet, gefolgt 1987 von den Reiteralm-Bahnen in Pichl und 1991 von der Hauser Kaibling Seilbahn- & LiftgesmbH. Seit kurzem wird auch von allen drei Pistenbetreibern die neue regelbare SUFAG Schneilanze Super- Snow getestet bzw. mit der Performance bestehender Lanzenanlagen verglichen. Der bisherige Eindruck sei sehr vielversprechend, teilten die Anwender der MM-Redaktion mit. Und auch, wie sie sonst mit den "GrĂŒnen" zufrieden sind.
Über 100 Propellermaschinen von SUFAG sind im steirischen Ennstal im Einsatz. Am Hauser Kaibling setzt man das Snowmaking gekonnt mit einem Model in Szene. Foto: Hauser Kaibling Seilbahn- & LiftgesmbH.
Über 100 Propellermaschinen von SUFAG sind im steirischen Ennstal im Einsatz. Am Hauser Kaibling setzt man das Snowmaking gekonnt mit einem Model in Szene. Foto: Hauser Kaibling Seilbahn- & LiftgesmbH.

Schnei-Pionier Schladming betreibt derzeit 33 automatisierte SUFAGPropeller, hauptsĂ€chlich im Gebiet der Hochwurzen, auf der Planai setzt man ĂŒberwiegend auf Lanzen (450 Gemini). WĂ€hrend die Anzahl der Propeller kaum mehr zunehmen wird (es werden nur Ă€ltere JahrgĂ€nge durch neue Typen ersetzt), weil man alle PlĂ€tze, wo rasch sehr viel Schnee benötigt wird, abgedeckt hat, soll das Lanzennetz auf der Planai noch verdichtet werden. Denn es gilt, die Mindestanforderungen an den Start der Skisaison noch schneller erfĂŒllen zu können. "Deshalb interessiert uns natĂŒrlich auch die Performance der neuen SUFAG-Lanze", sagt Prokurist Karl Höflehner. "Eine haben wir testweise auf der Hochwurzen seit Dezember integriert, eine weitere seit kurzem auf der Planai. Sie macht einen sehr guten Eindruck auf uns und man wird bei einer NeuausrĂŒstung ĂŒber diese Type nicht mehr hinwegschauen können. Die Schneeausbeute ist besser als bei bekannten Systemen."


2 Mio. m3 Schnee in Schladming
Die Planai hĂ€lt Höflehner fĂŒr ein typisches Lanzengebiet. "Hier ist Waldgebiet, daher haben wir keine großen Windprobleme, aber relativ steiles GelĂ€nde." Die Grundbeschneiung des Zentralbereiches soll kĂŒnftig in 70 Stunden funktionieren, daher muss dann auch noch mehr Wasser und Luft zur VerfĂŒgung stehen. Schon jetzt hat man
stolze 508 Sekundenliter Wasserleistung, fĂŒr eine Erhöhung wird ein weiterer Speicherteich gebraucht. LuftmĂ€ĂŸig gewinnt Schladming durch das Zusammenschließen der Anlagen mit Haus Leistung dazu. ZusĂ€tzlich kommen heuer zwei Compact Power, die eigentlich schon fĂŒr 05/06 bestellt waren, aber von SUFAG aufgrund der großen Nachfrage nicht mehr geliefert werden konnten, sowie eventuell noch zwei bis drei Turmlösungen und im Zielhang der Planai-West ein Schwenkarm oder Gunlifter... So lauten die Überlegungen dieses bereits zu 99 % beschneibaren Schneesportgebietes, das ĂŒber zwei Millionen Kubikmeter Schnee (!) pro Saison selber produziert.

Schladming unterhÀlt bereits seit 1981 eine GeschÀftsbeziehung mit SUFAG. Foto: Karl Höflehner
Schladming unterhÀlt bereits seit 1981 eine GeschÀftsbeziehung mit SUFAG. Foto: Karl Höflehner

Möglichst typenrein sein
Eine andere Absicht der Schladminger ist es, bei den Schneemaschinen möglichst typenrein zu werden, und zwar vor allem aus GrĂŒnden der einfachen Bedienbarkeit der Scheeanlagen fĂŒr das Schneipersonal. Bei den Propellermaschinen hat man sich nicht nur wegen des guten Preis-/LeistungsverhĂ€ltnisses fĂŒr SUFAG entschieden. Dazu Höflehner: "Wir registrieren eine sehr große WertbestĂ€ndigkeit der SUFAG-Maschinen und sind mit der Beziehung rundum sehr glĂŒcklich. SUFAG war immer ein kontinuierlicher Partner, wĂ€hrend etliche in der Schneebranche schon gekommen und gegangen sind. Wir glauben jedenfalls an eine gute Zukunft dieser Firma. Außerdem lassen sich die alten SUFAG-GerĂ€te gut nach Tschechien wieder verkaufen."


18 TĂŒrme
Dass die 4-stufige regelbare Super-Snow gut funktioniert, wird auch vom Hauser Kaibling bestĂ€tigt. Und dass sie im Tieftemperaturbereich besonders viel Schnee erzeugt. Trotzdem sind die Hauser keine wirklichen Lanzenfans - obgleich 22 Gemini platziert sind - und setzen lieber auf ihre 40 Propellermaschinen von SUFAG. 1991 hat alles mit einigen lĂ€rmarmen SuperSilent begonnen, dann wurde sukzessive aufgerĂŒstet, zuletzt 2003 im großen Stil mit 10 x SCompact. FĂŒr 05/06 wurde eine Doppelaufbau-Garnitur ersetzt und ein Turm "Gunlifter" mit einer Compact Power ausgerĂŒstet. Damit sind in Summe 8 TĂŒrme an kritischen Stellen im Einsatz, darunter 5 der Marke "Eigenbau". Der 6 m hohe Gunlifter ist stufenlos verstellbar und die Maschinenposition kann daher bei Windproblemen beliebig verstellt werden. "Außerdem ist jede Maschine abnehmbar und in zwei Minuten in eine mobile Maschine verwandelbar", erklĂ€rt SUFAG GebietsreprĂ€sentant Pitzer. Die Wurfweite mit Gunlifter steigert sich auf 80-90 m und die Leistung nimmt um ca. 25%-30% zu. Und schließlich kann man auch im Grenzbereich frĂŒher zu schneien beginnen, weil sich frĂŒher mehr Wasser durchsetzen lĂ€sst.


FĂŒr den weiteren Ausbau der Schneeanlage am Hauser Kaibling sind noch 18 TĂŒrme geplant bei Liften im oberen Bereich, bestĂ€tigt der neue GeschĂ€ftsfĂŒhrer Mag. Bernhard Schwischei. Die Hauptabfahrten sind zwar zu 100 % beschneibar, das Gebiet mit 35 km Pisten in Summe zu 90 %, aber die Schlagkraft muss weiter erhöht werden. Lanzen wird man höchstens noch punktuell mit "Rucksack-Kompressor" ergĂ€nzen, und zwar nur noch regelbare Typen. Denn die MĂŒhe mit dem DĂŒsenwechseln macht sich in der Praxis keiner. GrundsĂ€tzlich kommt den Hausern die Schneeverteilung mit Propeller besser vor als mit Lanzen, die eine Menge Arbeit mit PistengerĂ€ten verursachen. Nach dem Grund fĂŒr die Zusammenarbeit mit SUFAG befragt, antwortet Schwischei: "Wir sind mit dem Produkt sehr zufrieden und beobachten eine hohe VerlĂ€sslichkeit der Maschinen. Der Service ist o.k., die Schulungen sind top und auch das Handling ist relativ einfach. NatĂŒrlich hat QualitĂ€t ihren Preis."

Die Reiteralm-Bahnen in Pichl haben in Pistenmitte vor zwei Jahren einen Schwenkarm platziert. Foto: Reiteralm Bahnen
Die Reiteralm-Bahnen in Pichl haben in Pistenmitte vor zwei Jahren einen Schwenkarm platziert. Foto: Reiteralm Bahnen
Pichl: die ganze SUFAG-Palette
Alles, was SUFAG zu bieten hat, ist bei den Reiteralm Bergbahnen in Pichl vertreten: 31 StĂŒck vollautomatische Propellermaschinen aller Typen, 6 Gunlifter, seit zwei Jahren auch einen Schwenkarm und im Demo-Betrieb auch zwei Lanzen. Die Schneeanlage ist teilweise hybrid ausgefĂŒhrt, teilweise bestehen Inseln, und sie sorgt fĂŒr 98 % Beschneibarkeit. Aber auch hier lautet das Ziel: Schlagkraft erhöhen. So sollen noch 3 Gunlifter dazukommen, dessen Entwicklung bei SUFAG ĂŒbrigens die Reiteralm ausgelöst hat!
Der Schwenkarm wurde in Pistenmitte auf einer Pistenkreuzung aufgestellt. Durch den 120 m weiten Wurf und den 360° Schwenkbereich kann man nicht nur eine sehr große FlĂ€che beschneien, man spart sich auch Zapfstellen im unteren Bereich. "Es blĂ€st hier zwar von jeder Seite Wind, so dass wir ursprĂŒnglich an der Sinnhaftigkeit zweifelten, aber dank der Absenkbarkeit des Schwenkarms bis sogar 1 m unter Niveau hatten wir keine Probleme. DafĂŒr sehr viel und sehr guten Schnee durch Höhe und Weite", so Betriebsleiter Karl Fischbacher. So ein Schwenkarm ist zwar eine große Investition, auf lange Sicht gesehen kann, man sich zwischendrin jedoch eine Maschine ersparen. Auch bei alten Feldleitungen, wo die Zapfstellen grundsĂ€tzlich weiter auseinander liegen, ist diese Lösung eine Überlegung, weil man die AbstĂ€nde beibehalten und die Leistung trotzdem erhöhen kann! Die Lanze wird vor allem fĂŒr die erst zu 50 % beschneibare Fageralm ein Thema werden. "Im Vergleich zu anderen Regelbaren hat die Super-Snow eine höhere Leistung gezeigt", verrĂ€t Fischbacher. mak