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Technik & Wirtschaft - Beschneiung

Der IDE All Weather Snowmaker auf dem Pitztaler Gletscher: Hans, da hast Du eine gute Idee gehabt!

Ausgabe 6/2009

....gratulierte √ĖSV Alpindirektor Hans Pum dem GF der Pitztaler Gletscherbahn GmbH Dr. Hans Rubatscher √∂ffentlich bei der Pr√§sentation der Weltneuheit ‚ÄěIDE All Weather Snowmaker‚Äú. Denn mit dieser israelischen Indoor-Schneeanlage, die pro Tag 950 m3 des ‚ÄěWei√üen Goldes‚Äú temperaturunabh√§ngig produzieren kann, ist nicht nur √Ėsterreichs h√∂chstgelegenem Gletschergebiet gedient, sondern auch dem heimischen Skiverband bzw. auch der FIS: gesichertes Training bereits ab Mitte September lautet nun die Devise!
Gletscherschutz der anderen Art im Pitztal. Rechtzeitig zum Skisaisonstart 09/10 am 12. September setzte das h√∂chstgelegene Gletscherskigebiet in √Ėsterreich erneut Akzente in der zukunftsorientierten und umweltschonenden Nutzung seiner Ressourcen. Mit dem IDE All Weather Snowmaker – einer Innovation eines israelischen Konzerns, der Weltmarktf√ľhrer beim Bau von Meerwasser-Entsalzungsanlagen ist und K√ľhlungstechnologien f√ľr Gold- und Diamantenminen liefert – ist es erstmals m√∂glich, unabh√§ngig von den Komponenten Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wind Schnee zu produzieren. Das hei√üt, dass ohne chemische Zus√§tze bei Plusgraden Schnee erzeugt werden kann und zwar auf die bisher sowohl √∂kologisch als auch √∂konomisch effizienteste Weise. Die Innovation soll helfen, den Skitourismus auf dem Pitztaler Gletscher nachhaltig zu sichern und die Qualit√§t der Pisten in den Saisonrandzeiten zu verbessern. Dadurch wird zum Saisonstart im Herbst bereits ein gr√∂√üeres Pistenangebot befahrbar sein. Die k√ľnstlich aufgebaute Schneedecke bildet zudem eine Pufferschicht √ľber dem Eis und verhindert den Gletscherschwund und die Besch√§digung der wichtigen, harten Eiskruste durch die Sonneneinstrahlung.  Probleme im Fr√ľhherbst „Der produzierte Schnee kann gerade im Fr√ľhherbst dazu eingesetzt werden, wie eine sch√ľtzende Decke √ľber die Substanz unseres Gletschers gelegt zu werden“, erkl√§rt GF Hans Rubatscher. „In den vergangenen Jahren haben wir immer √∂fter beobachtet, dass die Voraussetzungen Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wind im Fr√ľhherbst f√ľr die klassische Beschneiung am Pitztaler Gletscher immer seltener gegeben waren“, erkl√§rte Dr. Hans Rubatscher, GF der Pitztaler Gletscherbahn auf einer Pressekonferenz. „Deshalb haben wir uns auf die Suche nach einer innovativen Alternative gemacht, die wir schlie√ülich im IDE All Weather Snowmaker in Israel gefunden haben. Bei herk√∂mmlichen Beschneiungssystemen ben√∂tigt man ja mindestens minus 6 Grad Celsius und es   te Erfolge: Zahlreiche Skiteams haben bereits gro√ües Interesse an diesem Spezialangebot des Pitztaler Gletschers bekundet.  Lange Vorarbeiten, intelligente Integration Erstmals in Europa und zeitgleich mit Zermatt wurde diese Anlage im Pitztal errichtet (6 Monate Bauzeit, Gesamtinvestition 2,5 Mio. ¬Ä), die wie o. a. temperaturunabh√§ngig und ohne chemische Zus√§tze Schnee direkt an der Piste erzeugen kann. Der 15 m hohe Produktionsturm wurde in einem eigenen Geb√§ude auf 2.840 m H√∂he direkt neben der Talstation der Pitz Panoramabahn errichtet. Der hier produzierte Schnee kann somit direkt auf die unterhalb gelegenen Pisten der Sesselbahn Gletschersee geleitet werden. Das Wasser f√ľr diese neuartige Schneeproduktion mit einem Vakuumprinzip wird aus den bereits bestehenden Speicherteichen am Pitztaler Gletscher entnommen, die wiederum ausschlie√ülich mit Gletscherschmelzwasser gespeist werden. Auch hier schlie√üt sich der √∂kologische Kreislauf am Gletscher. „Mit der „Snowmaker-Anlage“ k√∂nnen in 24 Stunden ca. 950 Kubikmeter Schnee √§u√üerst energieeffizient produziert werden. Der elektrische Anschlusswert der Anlage liegt in der Gr√∂√üenordnung eines mittleren Sesselliftes, die elektrische Leistungsaufnahme betr√§gt ca. 500 KW, somit gleich viel wie bei sechs herk√∂mmlichen Propellermaschinen, deren produzierte Schneequalit√§t jedoch erfahrungsgem√§√ü stark schwankt. Pro Kubikmeter Schnee werden ca. 5,7 kW Strom verbraucht. Das ist etwa das Dreifache herk√∂mmlicher Systeme, wird aber k√ľnftig mit alternativer Energiegwinnung tlw. ausgeglichen. Damit wird am Pitztaler Gletscher auch in puncto optimaler Ausnutzung des energetischen Einsatzes f√ľr Beschneiungsanlagen eine neue Benchmark gesetzt“, erkl√§rt Rubatscher. Schnee, nicht Crash-Eis „Tats√§chlich handelt es sich um Schnee
Mit der Weltneuheit am Pitztaler Gletscher ist es u. a. m√∂glich, den internationalen Skiteams fr√ľh im Herbst mitten in den Alpen unter 3000 Metern Meeresh√∂he eine ideale Slalomstrecke anzubieten. Foto: Pitztaler GLB
Gletscherschutz der anderen Art im Pitztal. Rechtzeitig zum Skisaisonstart 09/10 am 12. September setzte das h√∂chstgelegene Gletscherskigebiet in √Ėsterreich erneut Akzente in der zukunftsorientierten und umweltschonenden Nutzung seiner Ressourcen. Mit dem IDE All Weather Snowmaker ‚Äď einer Innovation eines israelischen Konzerns, der Weltmarktf√ľhrer beim Bau von Meerwasser-Entsalzungsanlagen ist und K√ľhlungstechnologien f√ľr Gold- und Diamantenminen liefert ‚Äď ist es erstmals m√∂glich, unabh√§ngig von den Komponenten Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wind Schnee zu produzieren. Das hei√üt, dass ohne chemische Zus√§tze bei Plusgraden Schnee erzeugt werden kann und zwar auf die bisher sowohl √∂kologisch als auch √∂konomisch effizienteste Weise. Die Innovation soll helfen, den Skitourismus auf dem Pitztaler Gletscher nachhaltig zu sichern und die Qualit√§t der Pisten in den Saisonrandzeiten zu verbessern. Dadurch wird zum Saisonstart im Herbst bereits ein gr√∂√üeres Pistenangebot befahrbar sein. Die k√ľnstlich aufgebaute Schneedecke bildet zudem eine Pufferschicht √ľber dem Eis und verhindert den Gletscherschwund und die Besch√§digung der wichtigen, harten Eiskruste durch die Sonneneinstrahlung.

Probleme im Fr√ľhherbst
‚ÄěDer produzierte Schnee kann gerade im Fr√ľhherbst dazu eingesetzt werden, wie eine sch√ľtzende Decke √ľber die Substanz unseres Gletschers gelegt zu werden‚Äú, erkl√§rt GF Hans Rubatscher.
‚ÄěIn den vergangenen Jahren haben wir immer √∂fter beobachtet, dass die Voraussetzungen Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wind im Fr√ľhherbst f√ľr die klassische Beschneiung am Pitztaler Gletscher immer seltener gegeben waren‚Äú, erkl√§rte Dr. Hans Rubatscher, GF der Pitztaler Gletscherbahn auf einer Pressekonferenz. ‚ÄěDeshalb haben wir uns auf die Suche nach einer innovativen Alternative gemacht, die wir schlie√ülich im IDE All Weather Snowmaker in Israel gefunden haben. Bei herk√∂mmlichen Beschneiungssystemen ben√∂tigt man ja mindestens minus 6 Grad Celsius und es


te Erfolge: Zahlreiche Skiteams haben bereits großes Interesse an diesem Spezialangebot des Pitztaler Gletschers bekundet.

Lange Vorarbeiten, intelligente Integration
Erstmals in Europa und zeitgleich mit Zermatt wurde diese Anlage im Pitztal errichtet (6 Monate Bauzeit, Gesamtinvestition 2,5 Mio. €), die wie o. a. temperaturunabhängig und ohne chemische Zusätze Schnee direkt an der Piste erzeugen kann. Der 15 m hohe Produktionsturm wurde in einem eigenen Gebäude auf 2.840 m Höhe direkt neben der Talstation der Pitz Panoramabahn errichtet. Der hier produzierte Schnee kann somit direkt auf die unterhalb gelegenen Pisten der Sesselbahn Gletschersee geleitet werden.
Das Wasser f√ľr diese neuartige Schneeproduktion mit einem Vakuumprinzip wird aus den bereits bestehenden Speicherteichen am Pitztaler Gletscher entnommen, die wiederum ausschlie√ülich mit Gletscherschmelzwasser gespeist werden. Auch hier schlie√üt sich der √∂kologische Kreislauf am Gletscher.
‚ÄěMit der ‚ÄěSnowmaker-Anlage‚Äú k√∂nnen in 24 Stunden ca. 950 Kubikmeter Schnee √§u√üerst energieeffizient produziert werden. Der elektrische Anschlusswert der Anlage liegt in der Gr√∂√üenordnung eines mittleren Sesselliftes, die elektrische Leistungsaufnahme betr√§gt ca. 500 KW, somit gleich viel wie bei sechs herk√∂mmlichen Propellermaschinen, deren produzierte Schneequalit√§t jedoch erfahrungsgem√§√ü stark schwankt. Pro Kubikmeter Schnee werden ca. 5,7 kW Strom verbraucht. Das ist etwa das Dreifache herk√∂mmlicher Systeme, wird aber k√ľnftig mit alternativer Energiegwinnung tlw. ausgeglichen. Damit wird am Pitztaler Gletscher auch in puncto optimaler Ausnutzung des energetischen Einsatzes f√ľr Beschneiungsanlagen eine neue Benchmark gesetzt‚Äú, erkl√§rt Rubatscher. Schnee, nicht Crash-Eis ‚ÄěTats√§chlich handelt es sich um Schnee", betont Prokurist Mag. Willi Kr√ľger, ‚Äěvielfach wurde ja spekuliert, dass der Snowmaker Crash-Eis produziert, aber im Gegenteil: Diese Schneequalit√§t ist ausgezeichnet f√ľr den alpinen Skilauf geeignet!" Der Schnee wird vom Produktionsstandort mittels einer Plastikrutsche auf die unterhalb liegende Piste bef√∂rdert und dort mit Pistenger√§ten pr√§pariert. Auch wenn der IDE Snowmaker in Zukunft temperaturunabh√§ngig Schnee am Pitztaler Gletscher erzeugen wird, kommt durch die innovative Vakuum-Technologie keine Chemie zum Einsatz. Die Anlage erf√ľllt damit alle Voraussetzungen f√ľr eine reibungslose Genehmigung bei Errichtung einer Beschneiungsanlage. Und diese Tiroler Genehmigungsrichtlinien geh√∂ren zu den international strengsten Vorgaben. Es ist damit zu rechnen, dass es weitere Skigebiete dem Vorreiter nachmachen werden. Und noch ein Vorteil wird sich durch den IDE Snowmaker ergeben: Jene Schneef√§lle, die im Herbst am Pitztaler Gletscher fallen, bleiben durch die Grundpr√§parierung mit dem Snowmaker-Schnee erhalten und k√∂nnen f√ľr die Pistenpr√§parierung gut gen√ľtzt werden. Auch so tr√§gt man dem Umweltgedanken hier Rechnung! mak