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Technik & Wirtschaft - Sicherheit

ASI: Sicherheitsrelevante Informationen auf Abruf

Ausgabe 1/2006

Als Folge der Lawinenkatastrophe von Galt√ľr wurde 1999 das Alpine Sicherheits- und Informationszentrum (ASI) Tirol ins Leben gerufen. Neben einer effektiven Kommunikation im Krisenfall stand von Anfang an auch die Bereitstellung sicherheitsrelevanter Informationen und Strukturen im Blickpunkt.
2002 hat ASI den Arge Alp-Preis erhalten. V. l.: Christian Klingler, ASI Technologie und Kommunikation, Regierungsrat Dr. Peter Schönenberger, St. Gallen, Mag. Werner Senn, GF ASI, und Mag. Markus Maaß, Obmann ASI. Fotos: ASI
2002 hat ASI den Arge Alp-Preis erhalten. V. l.: Christian Klingler, ASI Technologie und Kommunikation, Regierungsrat Dr. Peter Schönenberger, St. Gallen, Mag. Werner Senn, GF ASI, und Mag. Markus Maaß, Obmann ASI. Fotos: ASI
"Im Rahmen der Lawinenkatastrophe in Galt√ľr hatten wir die gr√∂√üte Evakuierungsaktion im Alpenraum durchzuf√ľhren, wobei wir mit 52 Hubschraubern 12 500 Personen ausgeflogen haben. Bei der anschlie√üenden Analyse dieser Erfahrungen haben wir festgestellt, dass die Rettungsaktion an und f√ľr sich sehr gut abgelaufen ist, die Informationspolitik aber noch besser funktionieren h√§tte k√∂nnen. Dabei hatten wir nicht nur die Einsatzkr√§fte im Visier, deren Arbeit durch richtige Informationen und effiziente Kommunikationsstrukturen wesentlich erleichtert werden kann, sondern auch die Betroffenen und die √Ėffentlichkeit", so Mag. Werner Senn, in Galt√ľr Einsatzleiter des Alpinen Rettungsdienstes. Aus diesem Grund entschlossen sich die Gemeinden des Bezirks Landeck mit Unterst√ľtzung des Landes Tirol aktiv zu werden - das Alpine Sicherheits- und Informationszentrum ASI wurde gegr√ľndet. Zum Gesch√§ftsf√ľhrer wurde Werner Senn berufen, der auch das zugrunde liegende Konzept auf den Weg gebracht hat. Ihm und seinem engagierten Team ist es in den letzten Jahren gelungen, ASI zu einem gesuchten Ansprechpartner in Sicherheitsfragen im alpinen Raum zu machen. ASI wurde zum Dienstleister f√ľr Beh√∂rden und √∂ffentliche Institutionen. Das Aufgabenspektrum ist vielf√§ltig und umfasst die juristische Beratung genauso wie Bildung und Betreuung von Projektgruppen, die Ausarbeitung von Sicherheitskonzepten und die Etablierung einer neuartigen Internetplattform. Da-bei kann man auf das praxiserprobte Know-how der Mitarbeiter verweisen, die als Experten im alpinen Raum gelten.

Das Einsatzinformationssystem ESIS
Ein Ergebnis der folgenden Aufbauarbeiten war die Entwicklung eines Einsatzinformationssystems ESIS, das sich mittlerweile schon mehrmals im Einsatz f√ľr Lawinenkommissionen bew√§hrt hat und kontinuierlich weiterentwickelt wird. Mit seiner Hilfe ist es m√∂glich, geografisch und zeitlich unabh√§ngig √ľber eine Internetplattform zu kommunizieren. Christian Klingler, zust√§ndig f√ľr Technologie und Kommunikation im ASI Tirol, bringt die Vorteile von ESIS auf den Punkt:
. Entlastung f√ľr Einsatzleitung und Krisenmanagement vor Ort,
. einheitliche Informations- und Kommunikationsplattform f√ľr alle beteiligten Einsatzorganisationen,
. bessere Disposition durch Information,
. bessere Information f√ľr Medien und √Ėffentlichkeit/Call-Center-Schnittstelle.
ESIS verf√ľgt mittlerweile √ľber Referenzen, die sich sehen lassen k√∂nnen. Es wird vom Land Tirol benutzt, ist als Version IFKIS-MIS beim Eidgen√∂ssischen Institut f√ľr Schnee und Lawinenforschung SLF im Einsatz und unterst√ľtzte das Sicherheitsmanagement bei der Alpinen Ski-WM 2001 in St. Anton/Arlberg. Ausgesprochen vielf√§ltig war bisher auch das Einsatzspektrum von ASI selbst. So begleitete man die "Projektgruppe Lawinenkommission" und die "Projektgruppe Outdoor" bei der Optimierung ihres Informationsflusses, erstellte eine Reihe von Sicherheitskonzepten f√ľr Events im alpinen Bereich, nahm an Tagungen und Informationsveranstaltungen teil, rief Workshops und Schulungen ins Leben, gab den Ratgeber Skirecht heraus, entwickelte eine Skisimulation auf EDV-Basis zur Visualisierung von Skiunf√§llen und diverse Checklisten. Wertvolle Hilfestellung gab ASI au√üerdem bei der Bew√§ltigung der Hochwasser-Katastrophe 2005 im Bezirk Landeck. Auf diese Weise konnte ASI seine Erfahrungen, sein Know-how und personelle Ressourcen erfolgreich unter Beweis stellen. Dieses Wissen will man in Zukunft vermehrt in der Branche propagieren und bei den unterschiedlichen Zielgruppen zum Einsatz bringen. Dazu hat man etwa f√ľr Bergbahnunternehmen und Gemeinden ma√ügeschneiderte Packages erarbeitet.
ASI entwickelt maßgeschneiderte Sicherheitskonzepte.
ASI entwickelt maßgeschneiderte Sicherheitskonzepte.
Sicherheitsmanagement f√ľr Bergbahnen
Folgende Leistungen, die als modulare Bausteine zur Verf√ľgung stehen, ergeben ein ma√ügeschneidertes Gesamtkonzept. Dabei werden alle Komponenten mit den M√∂glichkeiten abgestimmt und vernetzt, die √ľber die Partnerbetriebe von Montal (Konsortium alpiner Konsulenten) n√ľtzlich sein k√∂nnten.
. Modul Pistensicherungspflicht: Analyse des Ist-Zustandes und Konzept f√ľr Verbesserungsvorschl√§ge,
. Modul Schulungen/Workshops zu Skirecht und Haftung,
. Modul Bergeplan,
. Sicherheitskonzept Veranstaltungen,
. Modul Medien- und √Ėffentlichkeitspaket "Sicherheitsmanagement": 2 Medienaussendungen zu Sicherheitsthemen pro Jahr und Medienberichterstattung und -betreuung im Krisenfall,
. Modul Kommunikationsplan,
. Optionale Leistungen: √úber das Basispaket hinaus kann auch ein Einsatzinformationssystem "ESIS" f√ľr die Kommunikation von Pistenrettung, Betriebsleitung und Vorstand/ Aufsichtsrat eingerichtet und integriert werden.
Mit der Skisimulation können Unfallsituationen visualisiert werden.
Mit der Skisimulation können Unfallsituationen visualisiert werden.

ASI-Leistungen f√ľr Gemeinden
Da sich ASI u. a. durch Mitgliedsbetriebe von Gemeinden finanziert, gibt es hier ein Basispaket, das die Gemeinden in Anspruch nehmen können. Es besteht aus
. Verkehrsberichten √ľber die Verkehrssituation im Bezirk und einem
. Sicherheitskonzept f√ľr Veranstaltungen.
Dazu können zusätzliche Leistungenankauft werden:
. Modul Katastrophenschutzplan,
. Modul Medien- und √Ėffentlichkeitspaket "Sicherheitsmanagement",
. Modul Kommunikationsplan,
. Modul Krisenkommunikation f√ľr die Gemeinde,
. Einrichtung eines Einsatzinformationssystems "ESIS" f√ľr die Kommunikation kommunaler Einrichtungen,
. Bereitstellung einer Hotline, die in Erg√§nzung zu ESIS telefonische Ausk√ľnfte an die √Ėffentlichkeit erlaubt.
Diese Notfall-Call-Center-Schnittstelle kann als Stand-by-Lösung realisiert werden. dwl

Infos:
E-Mail: info@alpinesicherheit.com
www.alpinesicherheit.com