Mountain Manager
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Technik & Wirtschaft - Ticket & Kontrollsysteme

Auch Deutschland und die Schweiz nutzen WEBMARK Seilbahnen

Ausgabe 8/2006

Das Online Entscheidungsunterst√ľtzungssystem ‚ÄěWEBMARKSeilbahnen‚Äú, welches vor 7 Jahren vom Wiener Unternehmen MANOVA in Zusammenarbeit mit dem Fachverband der √∂sterreichischen Seilbahnen und des Marketingforums entwickelt wurde, hat nun eine neue Dimension erreicht: Aufgrund der Teilnahme der deutschen und schweizerischen Seilbahnen wird ab der Saison 06/07 erstmals ein l√§nder√ľbergreifender Vergleich m√∂glich. Zus√§tzlich nehmen die Bergbahnen am SAMON (Satisfaction Monitor) teil, um die G√§stezufriedenheit bzw. -bed√ľrfnisse auszuloten.
MANOVA-Gesch√§ftsf√ľhrer Mag. Klaus Grabler hat das Online Managementinformationssystem „WEBMARKSeilbahnen entwickelt, das nun die Fachverb√§nde √Ėsterreichs, Deutschlands und der Schweiz einsetzen. Foto: tbl
MANOVA-Gesch√§ftsf√ľhrer Mag. Klaus Grabler hat das Online Managementinformationssystem ‚ÄěWEBMARKSeilbahnen entwickelt, das nun die Fachverb√§nde √Ėsterreichs, Deutschlands und der Schweiz einsetzen. Foto: tbl
Auf der 36. Generalversammlung der Schweizer Seilbahnen in Val d‚Äô- Anniviers war u. a. ‚ÄěBenchmarking ‚Äď durch Vergleich zum Erfolg‚Äú ein Thema. MANOVA Gesch√§ftsf√ľhrer Mag. Klaus Grabler erkl√§rte den Teilnehmern, wie Benchmarkingdurch ‚ÄěWEBMARK‚Äú bereits seit l√§ngerem in √Ėsterreich funktioniert und welche Erfahrungen es seit dem Projektstart am 1.1.2006 aus der Schweiz gibt. In der Pilotphase haben 9 eidgen√∂ssische Unternehmen an der Datenerfassung teilgenommen. Mit Hilfe von WEBMARK Seilbahnen k√∂nnen Seilbahnunternehmen auf Knopfdruck durch den anonymen Vergleich mit den Mitbewerbern monatliche Trends erkennen, j√§hrliche Daten und Bilanzen sowie ihre Kundenurteile miteinander vergleichen. Die jederzeit verf√ľgbaren Ergebnisse geben Aufschluss √ľber St√§rken und Schw√§chen des Unternehmens und zeigen somit auf, wo gezielte Ma√ünahmen getroffen werden sollten. In der Schweiz wird zus√§tzlich die Unfallstatistik √ľber WEBMARK Seilbahnen abgewickelt.

Was bringt Benchmarking?

Grabler : ‚ÄěWEBMARK ist ein Online-Benchmarkingsystem ‚Äď ein Entscheidungsunterst√ľtzungssystem! Durch Benchmarking werden Leistungsstandards definiert und Verbesserungs- sowie Sparpotentiale lokalisiert. Kurz gesagt: Die eigene Wettbewerbsf√§higkeit soll durch den Vergleich mit anderen gesteigert werden. Dies betrifft zum Beispiel das Erkennen von St√§rken und Schw√§chen ‚Äď erst der Vergleich mit passenden Mitbewerbern l√§sst hier einen Schluss zu.Benchmarking zeigt, ob Sie die Nase vorn haben oder den anderen hinterherlaufen. Wo stehe ich mit meinem Unternehmen? Werde ich besser oder schlechter? In welchen bestimmten Bereichen haben wir bessere/ schlechtere Ergebnisse erzielt? Sind meine Kunden mit meinen Angeboten und Leistungen zufriedener als es bei anderen der Fall ist?‚Äú Wickelt man das Ganze via Internet ab (Webmark), dann wei√ü man:

- Ob die Umsätze oder auch Umsatzveränderungen im Vergleich zu ähnlichen Mitbewerbern höher oder niedriger sind;
- Ob der Personalaufwand in den letzten Jahren √ľber oder unter dem Branchendurchschnitt liegt;
- Ob die richtigen (f√ľr die Kunden wichtigen) Investitionen get√§tigt wurden? Und wie man mit den Investitionen im Vergleich liegt;
- Welche Zielgruppen man tatsächlich ansprechen (sollte) und wie zufrieden diese mit den angebotenen Serviceleistungen sind;
- Wo genau die Stärken und Schwächen aus Sicht der Kunden im Mitbewerbsumfeld liegen?
Die WEBMARK-Module im √úberblick. Foto:MANOVA
Die WEBMARK-Module im √úberblick. Foto:MANOVA
Ein weiteres Modul in WEBMARK ist der Qualitätsmonitor SAMON, eine Gästebefragung, die Daten zu folgenden Bereichen liefert:

- SAMON Snapshot ‚Äď Wer sind eigentlich Ihre G√§ste und wie zufrieden sind sie?
- SAMON Analysis (Vergleich mit dem Branchenschnitt)
- SAMON Strategy (Wo liegen Stärken und Schwächen, wo ungenutzte Potentiale?)
- BEST Practices (Wer sind die besten Unternehmen?)
- Positioning (Wie hat sich das Unternehmen positioniert?)
- SAMON Zeitreihe (Wie hat sich mein Unternehmen in den letzten Jahren entwickelt? Zeitreihen sind ab dem 3. Jahr der Teilnahme m√∂glich.) In Saison-Abschlussworkshops k√∂nnen dann Schlussfolgerungen (TO DOs) und Handlungsempfehlungen sowie Strategiern f√ľr das Marketing und die gesamte Unternehmensausrichtung abgeleitet werden.
Scored Benchmarking: Gesamtindikator wird aus 10 Bereichen abgeleitet. Foto:MANOVA
Scored Benchmarking: Gesamtindikator wird aus 10 Bereichen abgeleitet. Foto:MANOVA
Branchenstatements zum internationalen Benchmarking

Angesichts der neuen √Ąra von WEBMARKSeilbahnen bat der Mountain Manager einige Pers√∂nlichkeiten aus der Seilbahnbranche der 3 beteiligten L√§nder um ein Statement:

- DI Dr. Ingo Karl, GF St. Johanner Bergbahnen GmbH, Obmann Fachverband der √∂sterreichischen Seilbahnen (A): ‚Äě2006 ist ein weiterer Schritt in Richtung internationaler Benchmarks f√ľr die Seilbahnbranche gelungen. Bereits seit 1999 existiert die Branchenl√∂sung WEBMARK Seilbahnen in √Ėsterreich. Damit k√∂nnen sich unsere Seilbahnen sowohl in betriebswirtschaftlichen Bereichen wie auch hinsichtlich der Kundenurteile vergleichen, anonym und online. Die eigenen St√§rken und Schw√§chen werden besser erkannt und die Angebotspalette kann somit auf die W√ľnsche und Bed√ľrfnisse der jeweiligen Kundengruppen optimal eingestellt werden. Es freut mich au√üerordentlich, dass es nunmehr gelungen ist, WEBMARK √ľber die nationalen Grenzen hinaus Richtung Schweiz und Deutschland zu √∂ffnen und damit einen Schritt in Richtung einer gemeinsamen touristischen Positionierung des Alpenraumes und der Erschlie√üung neuer G√§steschichten zu setzen. Ich bin schon gespannt auf die ersten Ergebnisse und w√ľnsche dieser gemeinsamen Initiative viel Erfolg!‚Äú

- Georg Hechenberger, Gesch√§ftsf√ľhrer Bergbahnen AG Kitzb√ľhel (A): ‚ÄěDie Bergbahn AG Kitzb√ľhel nimmt kommenden Winter bereits zum 6. Mal an SAMON teil. M√§rkte und Mitbewerber enden aber nicht an Grenzen. Eine Ausweitung von SAMON auf die Schweiz ist f√ľr uns deshalb sehr interessant, da wir dadurch erstmals die M√∂glichkeit haben, uns l√§nder√ľbergreifend mit den Schweizer Bahnen zu vergleichen. Durch Benchmarkinggruppen √§hnlicher Seilbahnen freuen wir uns speziell auf den Vergleich mit gr√∂√üeren Skigebieten.‚Äú

- Markus M√ľller, GF Hohenbogenbahn Neukirchen b. Hl. Blut, stellv. VDS-Pr√§sident (D): ‚ÄěSeit Jahren k√ľmmern wir uns um die Interessen unserer G√§ste nicht nur durch pers√∂nliche Gespr√§che sondern auch strukturiert durch eine saisonal sich wiederholende Fragebogenaktion. Dies sehen wir als wichtige Marketingma√ünahme, um Schw√§chen erkennen und ausgleichen zu k√∂nnen sowie sich aus der Befragung ergebende St√§rken noch deutlicher herauszustellen. In der vergangenen Wintersaison haben wir erstmals auch √ľber unsere Internet-Pr√§sentation eine G√§stebefragung durchgef√ľhrt, die mit rund 300 R√ľckmeldungen sehr erfolgreich verlief. Das Instrument der Kundenzufriedenheitsmessung wollen wir mit der Teilnahme an SAMON Seilbahnen noch weiter ausbauen, auch wenn wir uns dar√ľber im Klaren sind, dass die Struktur der Seilbahnunternehmen recht heterogen ist. Wir erhoffen uns wichtige Erkenntnisse, die unser Unternehmen nach vorne bringen. Bleibt zu hoffen, dass m√∂glichst viele Kollegen diese Chance nutzen, um durch eine breit gestreute Befragung ein m√∂glichst aussagekr√§ftiges Ergebnis zu bekommen.‚Äú

- Peter Sch√∂ttl, Gesch√§ftsf√ľhrer Berchtesgadener Bergbahn AG, Nebelhornbahn-AG, Wendelsteinbahn GmbH (D): ‚ÄěEs ist sinnvoll und f√ľr die Bergbahnbetreiber von gro√üem Interesse, wie uns die Kunden im internationalen Vergleich erleben und einordnen. Wir erhoffen uns durch den Vergleich mit SAMON wichtige Aufschl√ľsse √ľber die Bed√ľrfnisse und Pr√§ferenzen unserer Kunden und deren Befriedigung durch unsere Angebote zu erhalten. Nachdem die deutschen Bergbahnen auch erhebliche Umsatzanteile mit Fu√üg√§ngern und hier vor allem im Sommer erzielen, ist f√ľr uns mittelfristig auch ein Monitoring √ľber diese Kundengruppe anzustreben. Ein m√∂glichst gro√üer Kreis von teilnehmenden Unternehmen wird die Aussagef√§higkeit der Ergebnisse verbessern.‚Äú

- Dr. Peter Vollmer, Direktor Seilbahnen Schweiz (CH) ‚ÄěWir haben bereits zu Beginn des Jahres ein Pilotprojekt mit WEBMARK Seilbahnen in der Schweiz gestartet. Mit ‚ÄěWEBMARK‚Äú erhalten die einzelnen Unternehmungen unter Wahrung der Vertraulichkeit ein innovatives Werkzeug zur Beurteilung der eigenen wirtschaftlichen Verh√§ltnisse im Vergleich mit der Gesamtbrancheinnerhalb der Schweiz aber auch im Vergleich mit √∂sterreichischen und deutschen Seilbahnbetreibern. Benchmarking ist eine ausgezeichnete F√ľhrungs- und Entscheidungshilfe f√ľr jedes Seilbahnunternehmen. Wir begr√ľ√üen daher dieses gemeinsame Projekt und empfehlen den Schweizer Seilbahnunternehmungen, dieses Tool zu nutzen.‚Äú